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Happy Running etwas ganz Neues? Oder doch nur vernünftiges Laufen?

Happy Running wird zurzeit als die neue Joggig-Variante angepriesen. Interessant dabei, dass sich besonders der Verband der Nordic Walking Schulen für diese Laufart stark macht, und eine Reihe Kurse, sowohl für Nutzer, als auch für Trainer (Lauflehrer) anbietet. Was steckt dahinter und lohnt so ein extra Lehrgang?




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Wie funktioniert Happy Running?

Kernstück des Happy Running ist das langsame Laufen, mit dem Ziel, Gelenke und Rücken zu schonen. Ziel ist, nicht mit Körperkraft, sondern mit Schwerkraft zu laufen. Wie das funktionieren soll ist mir allerdings nicht ganz klar. Aber das wird man sicher nur in einem der zu bezahlenden Lehrgänge erfahren.
Die anderen Kriterien, wie mit gerader Körperhaltung und entspannt zu laufen, und dabei zu lächeln, ist auch nicht ganz neu. Ich sage schon seit Jahren auf meiner Homepage, Laufen muss Spass machen. Und auch die Forderungen mit gleitenden und kurzen Schritten zu laufen, sind nicht generell neu.

Was ist neu

Das neue an diesem Konzept ist eigentlich, dass man sich auf das ursprüngliche Ansinnen des Joggens zurück besinnt. Joggen soll durch moderates Laufen für ein körperliches Wohlbefinden sorgen!
Ich merke aus Zuschriften, dass viele Jogging-Lehrer (Personal-Trainer neudeutsch genannt) aus Ihren Zöglingen eher Wettkampfläufer machen wollen. Es werden teilweise viel zu hohe Geschwindigkeiten angepeilt und besonders für Neulinge wird schon eine viel zu lange Einstiegsstrecke und zu schnelle Leistungssteigerungen (sowohl Tempo, als auch Laufzeit) gewählt. Mit Pulsmessern wird dabei angeblich überwacht, dass sich ja kein Läufer überlastet. Das ist zwar auch gut so, dass der Kreislauf kontrolliert wird, aber nicht das Hauptproblem.
An anderer Stelle habe ich es schon mal gesagt: 80 bis 90 % schreiben mir wegen Problemen am Bewegungsapparat und fast 100 %ig war eine zu schnelle Steigerung der Leistungen, zu hohe Dauergeschwindigkeiten oder falsches Schuhwerk die Ursache. Sicher ist das noch keine repräsentative Aussage, aber die Tendenz kommt schon hin. Viele Leute haben eben nicht die Gene, um solche Leistungssteigerungen, wie plötzlichen Läufe über 15 Minuten, zu verkraften, wenn man vorher jahrelang nichts getan hatte. Der gesamte Bewegungsapparat muss erst mal langsam an die Druckbelastung gewöhnt werden. Sehnen, Bänder und Knochen können sich eben nicht so schnell an die höheren Belastungen anpassen, wie die wesentlich besser durchbluteten Muskeln!

Unter diesem Gesichtspunkt gesehen, kann ich Happy Running nur begrüßen. Denn damit wird dem teilweise übertriebenem Fitnesswahn, der im wahrsten Sinne das Wortes auf die Knochen (Sehnen, Bänder, Gelenke und Knorpel) geht Einhalt geboten. Dass dieses Konzept bisher nur gegen Bezahlung zu erhalten ist, finde ich allerdings weniger sinnvoll.

Und an dieser Stelle sei auch gleich mal gesagt: Nur durch exzessives Joggen (zu lange und zu schnell) abnehmen zu wollen ist der falsche Weg. Sport und ganz besonders auch Joggen ist kein Allheilmittel zum Abnehmen! Man muss schon an der Ernährung etwas ändern, wenn man nicht das Gegenteil erreichen will, und seiner Gesundheit Schaden zuführt. Es gibt leider viel zu viel Fälle, bei denen im Gesundheitswahn abnehmen zu wollen, dem Bewegungsapparat irreparable Schäden zugefügt wurden, mit dem Resultat sich nicht mal mehr richtig fortbewegen zu können.



Fazit

Happy Running ist an sich eine feine Sache. Wer sich an meinen Laufplan Anfänger hält, bekommt mehr oder weniger Happy Running zum Nulltarif. Die von mir in der Seite Joggeln vorgestellte Laufart ist eine Form des Happy Running. Denn meine Credo ist seit Jahren: Joggen muss Spaß machen und sollte nicht zu einem Wettkampf mit sich selbst ausarten!. Denn dann haben Sie die Chance fit und beweglich zu bleiben!
Ich sage es wirklich etwas krass: Nicht laufen wie ein Irrer, dass man denkt, Sie sind auf der Flucht! Denn eines müssen Sie immer bedenken: Wer schnell läuft, muss sich stark abdrücken. Dabei springt er hoch ab und erreicht eine weite Flugphase, die beim schnellen Laufen höher über dem Boden liegt, als beim langsamen Laufen. Und dann trifft im wahrsten Sinne des Wortes das Sprichwort zu: Wer hoch steigt, fällt tief! Beim schnellen Laufen fällt man förmlich aus "großer" Höhe und entwickelt eine hohe Fallenergie, die der Fuß beim Aufsetzen wieder abfangen muss. Die Erschütterung gehen durch den gesamten Bewegungsapparat und belasten hauptsächlich die Knie, aber auch Schienbeine und den ganzen Rücken. Verstärkt wird das noch um ein Vielfaches, wenn das Schuhwerk nicht dem Belag angepasst ist.

In diesem Sinne kann ich nur sagen: Laufen Sie langsam und mit einem Lächeln im Gesicht, dann bleiben auch die dummen Sprüche der Sportmuffel aus. In diesem Sinne: Laufen Sie Gesund.



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