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Laufband - Ist es wie Joggen?

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Laufband nicht gleich Laufband

Immer wieder werde ich gefragt, ersetzt das Laufband das Joggen? Und ich winde mich immer wieder raus mit der Antwort "Jein".

Als erstes vorweg: Laufband ist tatsächlich nicht gleich Laufband. Von solchen Modellen, die keinen eigenen Antrieb der Lauffläche haben, solle man die Finger lassen. Hier spart man am falschen Ende. Ich konnte 2 Modelle solcher Laufbänder, die nur durch die eigenen Füße angetrieben wurden, testen. Ich musste wirklich feststellen, dass sich bei mir nie das richtige Jogginggefühl eingestellt hat. Nervend war insbesondere die hohe Lärmbelastung beim Auftreten auf die Lauffläche und die schlechte Möglichkeit der Tempogestaltung. Da bei solchen Geräten nicht nur am Antrieb, sondern auch an anderen Bequemlichkeiten gespart wurde.

Wenn Sie sich schon ein eigenes Laufband ins Haus stellen wollen, dann grundsätzlich ein Gerät mit möglichst stufenloser Geschwindigkeitsregelung. Aber auch auf so einem getesteten Gerät war ich nicht wirklich zufrieden. Als einige der Gründe vermute ich, dass es am Laufstil und der Schrittlänge zu tun hat. Ich habe auf dem Laufband immer das Gefühl unsicher zu laufen, obwohl der Untergrund gleichmäßiger ist, als es je in der Natur sein kann.



Welches Laufband kaufen?

Ich werde hier keinen Produkttipp abgeben. Dazu habe ich zu wenig und vor allem kaum verschiedene Typen testen können. Aber ich kann Tipps geben, auf die man achten sollte.
  • Gerät nie ungetestet nur nach Preis aus einem Katalog kaufen.

  • Gerät nie überstürz kaufen. Lassen Sie sich ausgiebig in einem kompetenten Sportfachgeschäft beraten.

  • Noch besser: Nutzen Sie, wen die Möglichkeit besteht, bei Freunden und Bekannten ein Laufband zu testen. Manche Sportstudios bieten "Schnuppertraining" an. Nutzen Sie so eine Möglichkeit, dabei ist es egal, ob das Schnuppertraining kostenfrei ist, oder eine Gebühr (aber nicht gleich ein Abo!) gezahlt werden muss.

  • Erst bei längerem Gebrauch merkt man, ob es für Sie überhaupt behaglich ist, immer fort auf einer Stelle zu laufen. Zu Hause könnte es sein, dass Sie aus Platzgründen nur auf eine Wand starren müssen. Das geht, das können Sie mir glauben, auf Dauer auf die Nerven!

  • Prägen Sie sich das Laufgefühl des getesteten Gerätes ein.

  • Mit dem gespeicherten Gefühl und den gleichen Laufschuhen können Sie jetzt in einem Sportfachgeschäft Geräte ausprobieren. Idealer weiser sollten Sie nicht gleich nach dem Preis schauen. Erst später den Spagat zwischen Funktion und Preis machen.

  • Händler und Fitnessstudiobetreiber werden es ungern lesen: Wenn Sie den genauen Typ des Laufbandes ermittelt haben, hilft vielleicht der Hinweis, dass es auch Preisagenturen gibt.





Vorteile beim Laufband

Die Verwendung eines Laufbandes bringt doch einige Vorteile und Bequemlichkeiten mit sich, ist aber auch abhängig, ob das Laufband zu Hause oder in einem Sportstudio steht:
  • Man ist völlig witterungsunabhängig. Muss nicht auf Regen, Schnee und Glätte acht geben. Man kann in Grenzen sogar die Temperatur wählen.

  • Pollenallergiker können sogar zu Zeiten hoher Belastung mit Allergenen ihr Training durchführen.

  • Auch auf den Schutz vor Sonnenstrahlen muss man nicht achten.

  • Man muss nicht von zu Hause weg, wenn man gar das eigene Laufband hat. Hat Vorteile, wenn man noch Kinder zu betreuen hat. Auch ist die Erreichbarkeit besser.

  • Es ist leichter Abwechslung in Form von Musik oder Nachrichten zu schaffen. Ganz ideal ist gar ein Bildschirm.

  • Im Sportstudio kann ein Nachbar genehm sein, aber auch genau so stören.

  • Im Winter hat man nicht das Problem mit Dunkelheit auf der Laufstrecke.






Nachteile beim Laufband

Die Verwendung eines Laufbandes bringt nicht nur Vorteile und Bequemlichkeiten mit sich:
  • Fehlende Klimareize

  • Auf Dauer sehr eintönig.

  • Die Motivation sinkt, weil man ja nicht vom Fleck kommt.

  • Wie bei mir persönlich, stellt sich häufig nicht das "richtige Jogginggefühl ein.

  • Große Gefahr: Häufig wird unterschätzt, dass das Laufen auf dem Laufband wie beim richtigen Joggen optimale Laufschuhe benötigt, um nicht seine Fuß- und Kniegelenke zu schädigen. Gerade in Fitnessstudios kann man beobachten, dass mit einfachen Sportschuhen von Gerät zu Gerät gewechselt wird.



Warum unbedingt im Freien Joggen?

Meiner Meinung nach sprechen sehr gewichtige Gründe für das Joggen im Freien:
  • Trotz vielfältiger Schadstoffbelastung ist ein Aufenthalt im Freien fast immer ein positiver Klimareiz. Das beugt der Wetterfühligkeit vor und führt zu einer Abhärtung.

  • Der Mensch braucht in gewissen Grenzen das Tages- und Sonnenlicht. Stichpunkt Depression. Gerade Sonnenlicht ist wichtig für die Vitamin D Bildung. Gerade wer nur bei Kunstlicht arbeiten muss, sollte nicht auch noch ausschließlich Sport bei Kunstlicht betreiben. Ganz wichtig im Winter: Wenigstens einen Tag in der Woche in vollem Licht laufen.

  • Da Joggingstrecken im Freien selten absolut plan sind, wird die Koordinationsfähigkeit des Körpers trainiert. Mal ist der Weg nach links oder nach rechts geneigt. Dadurch werden gelenke und Bänder mit großer Wahrscheinlichkeit nicht so einseitig belastet, wie bei einem Laufband.

  • Wenn man wie ich, dass Jogging auf unterschiedlichen Laufstrecken praktiziert, hat man im Laufe des Jahres immer wieder viel Abwechslung auf der Strecke.



Da ich im Temperaturbereich von -15C bis + 35C jogge, kann ich eigentlich auf ein Laufband verzichten. Aber wie bei vielen Sachen muss das jeder mit sich ausmachen.


 

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