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Gute Laufschuhe sind das absolute Muss!

Schon bei der kurzen Laufstrecke von einem Kilometer werden Sie fast 300 Mal mit dem Fuß auftreten. Je nach Härte des Untergrundes werden dabei enorme Kräfte auf den Fuß und die Gelenke übertragen. Deshalb hatte ich schon im ersten Kapitel bei der Vorbereitung gesagt, schauen Sie sich die Laufstrecke vorher an, damit Sie in einem guten Sportfachgeschäft mit dem Verkäufer den richtigen Schuh aussuchen können.

Warnung:
Ein wirklich guter Laufschuh ist selten unter 100 Euro zu bekommen, Ausnahmen bestätigen wiedermal die Regel. Sie wollen sich und Ihrer Gesundheit etwas Gutes tun. Mit falschem Schuhwerk können Sie Ihre Fuß- und Kniegelenke schwer schädigen, teils bis zur Wirbelsäule. Sparen Sie nicht am falschen Ende. Auch wenn die Gefahr durch falsches Schuhwerk beim Walken nicht ganz so groß ist, wie beim Joggen, sollte man die Wichtigkeit nicht unterschätzen! Deshalb sollten Sie folgende Punkte beachten:




  • Zum Kauf der Laufschuhe deshalb zu einem autorisierten Fachhändler gehen. Top ist der Händler, wenn er gar ein Laufband hat, bei dem er beobachten kann, was für ein Lauftyp man ist, denn danach kann bzw. sollte man auch seinen Laufschuh auswählen.

  • Ist kein Laufband vorhanden, kann ein guter Sportschuhverkäufer aus Ihren alten abgelaufenen Straßenschuhen auch recht gut erkennen, welcher Lauftyp Sie sind, deshalb nur mit alten Schuhen zum Sportschuhkauf.

  • Auch muss der Verkäufer wissen, auf welchem Untergrund soll denn gejoggt werden. Denn danach richtet sich die Dämpfung, die der Laufschuh haben sollte.

  • Laufschuhe mit verstärkter Gelenkstütze und mehrfach gedämpfter Sohle werden von Experten empfohlen, wenn man überwiegend auf hartem Untergrund, wie Asphalt läuft.

  • Überstürzen Sie keinen Kauf. Lassen Sie sich gut beraten. Eine zweite oder dritte Meinung ist auch sehr hilfreich. Erst wenn der Typ des Laufschuhs feststeht sollte man auch die Preise vergleichen.



  • Nehmen Sie zum Schuhkauf die Socken mit, mit denen Sie goggen werden, denn auch die Socken tragen zum richtigen Sitzen des Laufschuhs bei.

  • Dass man Baumwollsocken nimmt, und keine aus Kunstfasern, sollte normal sein. Auch gibt es schon gute nahtlose Socken, damit es beim Laufen nicht reibt.






Nach ca. 2 Jahren lässt die Dämpfung der Schuhe meist nach und man sollte die Schuhe wechseln, auch wenn sie optisch noch gut sind. Hängt natürlich stark von der Länge der gelaufenen Strecke ab und ist nur ein Richtwert.

Damit der Schuh auch wirklich passt, sollte man noch folgendes beachten:

  • Nehmen Sie sich zum Schuhkauf Zeit. Da die Füße am Nachmittag und am Abend immer etwas anschwellen, sollte man die Schuhe auch erst zu dieser Zeit anprobieren. Kein Widerspruch: Wer schon den ganzen Tag straff auf den Beinen war, hat bestimmt am Abend schon sehr dicke Füße und kauft die falsche Schuhgröße. Beobachten Sie Ihren Körper vorher.

  • Auch an sehr heißen Tagen hat man auch dickere Füße. Aufpassen.

  • Beim Anprobieren darf der Schuh an keiner Stelle kneifen oder drücken. Es ist falsch zu hoffen, es wird sich schon einlaufen.

  • Zwischen Schuh- und Fußspitze sollte etwa ein halber Finger breit Platz sein.

  • Und man sollte sich nicht schämen, im Geschäft zur Probe wirklich mal ein paar Runden im Laufschritt zu drehen.

  • Beachten Sie: Ein Laufschuh hält im Allgemeinen nur 1.000 km durch. Dann ist seine Dämpfung so im "Eimer", dass der Schuh Ihren Füßen schon schaden kann. Schon deshalb ist ein Lauftagebuch sehr wichtig, denn wer kann sich ein ganzes Jahr schon merken, wie viel er so gelaufen ist.

  • Ein sehr guter Schuhverkäufer wird Ihnen auch zeigen, wie man durch besondere Schnürung fester im Schuh steht, die so genannte Marathonschürung. Was? Nicht gefragt? Hier geht es zur Anleitung.
    Schuhe richtig schnüren (Seite öffnet im separaten Fenster!)


  • Hinweis:
    Die so genannte Marathonschnürung kann (muss aber nicht) auch dann noch helfen, wenn man den Schuh doch nicht in der richtigen Größe gekauft hat. Denn falsche Schuhe können sich später nach dem Laufen als blaue Zehen zeigen.

Hinweis:
Wenn Sie gar Ambitionen auf längere Laufstrecken, wie Halbmarathon oder gar Marathonlauf haben, dann sollten Sie noch größere Sorgfalt beim Schuhkauf üben. Ein Preis von 130 Euro und mehr, sollte dann kein Thema für Sie sein.

Kein Händler in der Nähe?

Wer Ambitionen hat, Langstrecken zu laufen, sollte die Mühe auf sich nehmen, einen guten Laufladen zu finden und auch mal einige Kilometer Fahrt auf sich nehmen. Denn je länger die Strecken sind, die man laufen will, umso größer sind die Belastungen! Nur erfahrene Fachverkäufer sehen auf dem Laufband, ob man mit dem Fuß einknickt, und einen ganz anderen Schuh, als einen "Standardschuh", braucht. Es sollte mir niemand übel nehmen, aber ein normaler Schuhverkäufer ist mit so einer speziellen Aufgabe einfach überlastet! Aber auch absolute Neulinge, solltem lieber einen längeren Weg zu einem speziellem Laufladen wählen. Denn wenn man einmal den richtigen Laufschuh gefunden hatte, hat man dann beim nächsten Laufschuhkauf schon ein besseres Gespür für den zu seinen Füßen, seinem Tempo und seinem Gewicht passenden Schuh.
Wenn es der Geldbeutel hergibt, sollte man zumindest zu einem Markenschuh greifen, der vor allem in der Ferse mehrlagig ist. Da kann man in der Regel zumindest nicht viel falsch machen. Aus der zugehörigen Beschreibung sollte man zumindest herausfinden, ob der Schuh stark dämpft oder nicht. Als Faustregel kann gelten, dass je höher das Lauftempo und/oder je höher das Gewicht ist, desto fester bzw. stabiler (härter) solte der Schuh sein. Deshalb beim Schuhe anprobieren nicht auf weichem Textilboden stehen, sondern auf festem Untergrund. Wenn man dort schon das Gefühl hat sehr weich zu stehen, dann ist der Schuh meist zu stark gedämpft. Und immer im Geschäft nicht bloß paar Schritte machen und registrieren: Passt! Ob der Laufschuh wirklich passt, merkt man erst, wenn man ein kleines Stück tatsächlich läuft. Und dort merkt auch schon, ob der Laufschuh Halt gibt, denn neben der Dämpfung ist die Stützfunktion des Laufschuhs sehr wichtig.
Und treten Sie mal auf etwas Festes beim Probieren. Denn die Sohlen muss fest genug sein, damit man nicht jede Unebenheit oder Stein spürt. Die Sohle darf aber auch nicht zu steif (fest) sein, denn man muss ja nach dem Aufsetzen mit der Ferse über den ganzen Fuß abrollen. Mit einem steifen Schuh klappt das kaum.

Zusammengefasst muss man sagen, dass man sich für den Kauf von Laufschuhen Zeit nehmen muss, egal ob mit oder ohne Verkäufer. Der Verkäufer in einem Laufladen in Erfurt hatte sich für mich fast 1,5 Stunden Zeit genommen, um den geeignesten Laufschuh zu finden. Es war übrigens nicht der teuerste Schuh, den er mir empfohlen hatte.



Sollte es ein Markenschuh sein?

Im Prinzip ja. Gerade in diesem Marktsegment Laufschuhe kommt es stark auf die Verarbeitung und das Material an. Billigschuhe aus dem Ausland haben da, auch bei scheinbar gleichem Aussehen, oft starke Defizite!

Sonstige Fragen zu Laufschuhen

Es gibt einige Fragen, die mir öfter schon mal per E-Mail gestellt wurden:
  • Warum empfehle ich keine bestimmten Laufschuhe
    Bei der Fülle an verschiedenen Laufschuhen, die es zu kaufen gibt, kann ich nicht alle Typen kennen. Hier könnte ich absolut nur abschreiben, ohne eigene Erfahrungen beisteuern zu können, und dass ist nicht mein Stil.
    Auf Grund der vielen Anfragen habe ich mal den so genannten Volkslaufschuh getestet.
    Hier geht es zu meinem Test!

  • Schuhe werden warm!
    In der Tat könnten Laufschuhe innen sehr warm werden, eine normale physikalische Gegebenheit. Gute Laufschuhe haben mehrere Lagen, die ja die Dämpfung übernehmen. Dabei wird natürlich sehr viel Energie aufgenommen, die ja nicht so einfach verschwindet. Da kann es schon mal zu einer starken Erwärmung kommen.
    Aber bitte jetzt nicht den Schluss ziehen: Mein Schuh wird innen nicht warm, also hat er keine hohe Dämpfung. Eine gute Schuhkonstruktion zeichnet sich auch darin aus, das er die entstandene Wärme schnell nach Außen abführt, und nicht den Fuß aufheizt!

  • Kann ich meine Tennisschuhe nehmen?
    Sehr häufig gestellt: Hinsichtlich der Tennisschuhe muss ich Sie enttäuschen. Tennisschuhe können einen Laufschuh nicht ersetzen, weil der Bewegungsablauf tendenziell recht verschieden ist. Beim Joggen setzt man ja meist mit der Ferse auf und rollt dann über den Fuß bis zum Ballen ab. Deshalb bedarf es im Bereich der Ferse einer anderen Konstruktion, als es Tennisschuhe haben. Der Schuh muss ja schließlich die beim Aufsetzen frei werdende Energie "vernichten", damit Ihre Gelenke und Schienbeine geschützt werden. Ein preiswerter Joggingschuh ist da für Ihre Gesundheit meist nützlicher, als der beste Tennisschuh. Hier sparen, heißt am absolut falschen Ende sparen.
    Ähnlich ist es mit vielen Spezialschuhen!

  • Bringt die Verwendung von Sportschuh-Spray etwas?
    Mir wurde die Verwendung von Sportschuh-Spray vom Verkäufer angeraten, weil es das Eindringen von Feuchtigkeit beim Laufen verhindert. An sich eine ganz logische Sache. Aber wenn der Schuh so imprägniert wird, besteht natürlich auch die Gefahr, dass entstandener Schweiß am Fuß auch wieder schlechter nach Außen transportiert wird. Hier kann man nur selbst Erfahrungen sammeln. Bei einem Preis zwischen 2 und 8 Euro ist es nicht die ganz große Ausgabe.

  • Was, wenn der Schuh reibt?
    Klingt gehässig, aber wenn der Laufschuh reibt, und man sich gar Blasen läuft, hat man meist vieles beim Kauf falsch gemacht. Die von mir in Fachgeschäften gekauften Schuhe haben noch nie gerieben, auch wenn ich gleich eine längere Strecke gelaufen bin.
    Oft ist der Schuh zu klein gekauft. Bevor man sie wegwirft, noch ein altes Hausmittel, dass ich früher mal mit Straßenschuhen aus Leder angewendet habe. Aber bitte mit Vorsicht nachmachen und Garantie kann ich keine übernehmen.
    Alte Socken an. Schuhe innen mit etwas Brennspiritus benetzen (aber nicht ertränken) und eine Runde laufen, bis der Brennsperitus verdampft ist. So habe ich noch jeden Lederschuh passend und geschmeidig gemacht.



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