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Wadenkrampf - Nachts oder beim Sport
Was steckt dahinter?

Wem ist es nicht schon passiert, da schläft man so schön, träumt von Palmen am Strand und plötzlich reißt einen ein heftigen Schmerz in der Wade jäh aus dem Schlaf: Wadenkrampf. Harmlos oder schwere Erkrankung?

Ursachen von Wadenkrämpfen

Bei den Ursachen von Wadenkrämpfen gibt es im Wesentlichen 2 Hauptursachen:

  • Akuter Wadenkrampf nach Überlastung
    Bei dieser Art Wadenkrampf braucht man nicht lange nach der Ursache forschen. Wer hat bei Fußballspielen, die in die Verlängerung gehen, nicht schon gestandene Fußballprofis mit Wadenkrampf am Boden liegen sehen. Durch extreme Überlastung, verbunden oft mit Flüssigkeitsmangel durch viel Schwitzen werden diese Wadenkrämpfe hervorgerufen. Es ist zwar schmerzhaft, aber nach kurzer Erholung der Muskulatur ist das Thema wieder vergessen. Das Einzige, was zurückbleiben kann, ist ein Muskelkater. Viel trinken und eine Massage und die Wadenmuskulatur erholt sich schnell. Für den Laien reicht auch, wenn er von Ferse mit der flachen Hand mit leichtem Druck über die Wade Richtung Knie streicht, aber nie entgegengesetzt.



  • Nächtlicher Wadenkrampf
    Für den nächtlichen Wadenkrampf kommen mehrere Ursachen in Betracht:
    • Wer sich am Tage überlastet hat, bei dem kann der Wadenkrampf auch verzögert in der Nacht kommen. Besonders dann, wenn der Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen nicht ausreichend ausgeglichen wurde.
    • Aber auch ohne Sport kann es ohne erkennbare direkte Ursache zu Wadenkrämpfen kommen. Meist steckt dann ein starker Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen (allgemein), Durchfall oder Erbrechen dahinter.

    • Auch entwässernde Medikamente, oder eine durchgeführte Dialyse können zu nächtlichen Wadenkrämpfen führen.

    • In seltenen Fällen stehen auch ernste Erkrankungen hinter nächtlichen Wadenkrämpfen, so Durchblutungsstörungen in den Beinen, Muskelerkrankungen (auch der zugehörigen Nerven), Leber- Schilddrüsen- oder Nierenerkrankungen oder ein nicht erkannter Diabetes.


Wer ist Betroffen?

Von akuten Wadenkrämpfen werden meist un- oder wenigtrainierte Sportler betroffen, die einfach mit zuviel Ehrgeiz ihren Sport angegangen sind.
Bei nächtlichen Wadenkrämpfen kann es grundsätzlich jeden treffen, besonders wenn Flüssigkeitsmangel dahinter steckt. Da ältere Menschen erwiesenermaßen oft zu wenig trinken, sind sie natürlich auch öfter betroffen. Ähnlich ergeht es Schwangeren.

Muskelkrämpfe - Wie entstehen sie

Oft kommt es wegen des gestörten Elektrolythaushalts zu unkontrollierten Entladungen in der Muskulatur. Warum es auch ohne Sport so oft die Waden betrifft (und nicht den Unterarm usw., ist nicht genau geklärt.



Was verschafft akute Linderung?

Sofort aufrecht hinsetzen. Dann die Beine so weit strecken, wie es geht. Jetzt an den Fuß greifen und die Zehen so weit wie möglich Richtung Oberkörper ziehen und die Dehnung so halten. Lässt der Krampf nach, dann aufstehen und kräftig mit dem Fuß auftreten und eine kleine Runde gehen. Anschließend gleich 1 bis 2 Glas Mineralwasser trinken.

Wadenkrämpfen vorbeugen!

Da die Wadenkrämpfe häufig wegen Flüssigkeitsmangel auftreten, sollte man immer auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. Dabei geht es nicht nur um die meist empfohlenen 1,5 bis 2 Liter pro Tag, sondern um eine bedarfsgerechte Versorgung. Wer auch bei geringer Belastung leicht ins Schwitzen gerät, muss eben einfach etwas mehr als die empfohlene Menge trinken. Das trifft erst recht zu, wer öfter wegen körperlich schwerer Arbeit schwitzt. Eine gute Kontrollmöglichkeit ist, wenn man ab und zu einen Blick auf seinen Urin wirft. Ist er sehr dunkel, dann wird meist deutlich zu wenig getrunken!
Wer viel schwitzt, sollte auch auf seinen Mineralienhaushalt achten. Siehe Stichpunkt Medikamente.

Wer keinen Sport treibt, sollte sich mal öfter mehr bewegen, das trainiert die Muskeln und beugt Wadenkrämpfen vor. Da reichen sogar schon einfache Spaziergänge, aber bitte etwas länger, als nur von der Wohnung bis zum Auto. Aber auch mehrmals am Tag etwas Stretching kann den nächtlichen Wadenkrämpfen vorbeugen. Dazu nur einfach Beine zusammen und den Rumpf mit durchgedrückten Knien weit vorbeugen und versuchen mit den Fingerspitzen die Zehe zu erreichen und einige Sekunden versuchen zu halten. Mehrmals wiederholen, sowohl als Übung, als auch über den Tag verteilt.

Auch bei der Ernährung kann man etwas tun, in dem man möglichst Lebensmittel isst, die reich an Mineralien sind.

Was bringen Medikamente?

Neben der Steigerung der Flüssigkeitszufuhr allgemein, sollte man verstärkt Mineralwasser trinken, das besonders viel Magnesium enthält. Wer besonders viel schwitzt und auch so sehr salzarm isst, sollte auch auf natriumreiches Mineralwasser achten. Erst wenn diese Maßnahmen allein nicht helfen, sollte man zu weiteren Mitteln greifen:

  • An erster Stelle steht dabei die Zufuhr von Magnesium. Man sollte es mit einer Dosis von ca. 300 mg je Tag probieren. Neben der Tablettenform zum Einnehmen, sollte man aber lieber auf entsprechende Brausetablette zurückgreifen. Das hat den großen Vorteil, dass Sie gleich noch eine Zusatzportion Flüssigkeit erhalten!.
  • In manchen Literaturangaben wird auch zur Einnahme von Chininsulfat geraten. Ich gebe hier keine Empfehlung in der Größenordnung, weil ich die Einnahme dieses Mittels nur in Verbindung mit ärztlicher Kontrolle zu raten ist. Während zuviel Magnesium recht gut über die Nieren ausgeschieden werden kann, führt eine Überdosierung mit Chininsulfat oft zu Herzrhythmusstörungen! Und da hört der Spaß bei der Selbstmedikamentation auf.

Fazit

Wadenkrämpfe sind zwar meist recht harmloser Natur. Wenn aber trotz Flüssigkeitszufuhr und Magnesiumgaben keine Besserung erreicht wird, ist der Arztbesuch unausweichlich, um die wahren Ursachen für nächtliche Wadenkrämpfe zu finden.

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