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Djerba

Einleitung
Auf meiner Tunesien-Seite möchte ich etwas über Djerba berichten. Djerba, die Insel der Lotosphagen (Lotos-Esser) die schon vom Weltreisenden Odysseus beschrieben wurde. Auf der Insel Djerba herrscht doch schon viel stärker die Trockenheit vor, als im Norden Tunesien und den dortigen Urlaubsgebieten. Wo nicht bewässert wird, wächst auch kaum noch etwas. Das macht sich natürlich in der Landschaft bemerkbar. Es wirkt dadurch alles etwas trostloser (Ostteil und Zentrum der Insel), obwohl es über Millionen von Palmen geben soll (Westteil der Insel). Aber auf mich wirkte sie auch wiederum schön bizarr.
Im Süden auf Djerba ist es meist schon 2-3 wärmer, als im Norden. Man muss aber auch sagen, im Juli und August kommt auf Djerba dann nicht mehr die ganz große Freude auf, weil die Lufttemperaturen recht oft die 30C deutlich überschreiten. Da Fallen einem Unternehmungen schon deutlich schwer, denn man kommt ordentlich ins Schwitzen. Sportliche Unternehmungen fallen in der prallen Sonne eigentlich völlig flach. In der Mittagshitze am Strand im Sand laufen ohne Badelatschen ist glatter Selbstmord. Auf Djerba war das Meer manchmal schon unangenehm warm.
Hafen
Djerba
Wer nach Djerba fliegt muss vorher genau wissen, was will ich eigentlich tun. Faul am Strand liegen und im Mittelmeer baden (viel wärmer als in Spanien oder der Türkei zu vergleichbarer Jahreszeit), das kann man hauptsächlich im Juli/August oder Kultur auf Ausflügen zu genießen. Ausflüge vor allem ins Landesinnere sind im Sommer brutal heiß und nur etwas für robuste Naturen, die breit sind auch mal paar Wasserflaschen mitzunehmen. Wobei Kultur so eine Sache ist, denn das Angebot im Süden Tunesiens ist recht gering. Außer der verschiedenen Moscheen (über 250) habe ich wenige fotogene Objekte gefunden. Leider ist dieser Film auch noch "weggeschmolzen", als ich die Kamera am Strand nicht richtig bedeckt hatte! Allerdings habe ich erst später von der wunderschönen weißen Moschee Sidi-Jmour in einem Fernsehbericht gehört, die an der Westküste der Insel liegt. Und außer den üblichen Teppichen und Keramiken gibt es auch keine echten Shoppingmöglichkeiten, sieht man mal von den wenigen Möglichkeiten in der "Hauptstadt" Houmt Souk ab. Wer sich allerdings für die Töpferkunst interessiert, sollte einen Ausflug in den Süden der Insel machen. Das Oasen-Dorf Guellala ist mit seinen Kuppelhäusern und den vielen Brennöfen ein echtes Zentrum. Deshalb steht hier auf dem höhsten "Berg" (52 m) ein tunesisches Kulturmuseum.
Ausflugsschiff

Ausflüge
Viel bot sich auf Djerba bei den Ausflügen nicht an. Ein Tagesausflug reicht für die ganze Insel, sonst gibt es kaum kulturelle Angebote. Da Mietwagen sehr teuer sind, sollte man für Ausflugstouren die Busangebote nutzen. Zumal es auch unterwegs zu etlichen Sprachproblemen kommen könnte, denn im Gegensatz zu den Urlaubsgebieten in der Türkei und Spaniens findet man nur wenige Leute, die Deutsch oder Englisch sprechen. Am ehesten hilft da Französisch.
Neben den obligatorischen Wüstentouren und den Kamelritten sind Ausflüge nach Matmata und die Meeresoase Gabes interessant. Wenige Schiffstouren werden angeboten. Weitere Besichtigungsmöglichkeiten sind:
  • Unterirdische Moschee an der Straße von Kantara nach Sedouikech, die besichtigt werden kann.
  • Wer einen nicht von Touristen überlaufenden Markt sehen möchte, muss am Samstag nach El May fahren.
  • Bei der Stadt Midoun muss man sich entscheiden, ob man lieber Dienstags an einer nachgestellten Hochzeitsfeier mit Reiterspielen und schönen Gewändern, allerdings ohne Braut, teilnimmt (nur in der Saison), oder am Freitag den zweitgrößten Markt der Insel besichtigen möchte.
Thalasso
Djerba ist ein wichtiges Zentrum der Thalasso - Therapie. Die wichtigsten Anbieter, und Hotels, dazu finden Sie hier:
www.djerba-reiseinfo.de/Thalasso/
Kamelritt


Strände
Auf Djerba nervt die Unsitte, an manchen Stränden das angespülte Seegras (Bild rechts) direkt am Strand zu vergraben, man riecht es mitunter sehr stark (nur bei teuren Hotel wird es abtransportiert. Badeschuhe sind ratsam wegen "versteckter Steine" unter Wasser, aber auch, wenn am über Mittag oder am Nachmittag im Sand zum Wasser laufen möchte, da sind sie sehr hilfreich.
Die Strände sind auf Djerba meist recht breit. Siehe unteres Foto. Am Strand sind die "Beschäftigungsmöglichkeiten" wie Jetski, Tretboot, Paraglyding usw. möglich. Abgesehen von dem vielen Seetang waren die Strände meist sauber. Auch das Wasser war Anfang August sauber und frei von Algen
Die Strände sind recht kinderfreundlich, weil sie recht flach ins Meer gehen. Auch konnte ich keine starken Strömungen beobachten, die gefährlich gewesen wären. Da muss man an der Ost- oder Nordsee wesentlich besser aufpassen.
Im Februar, März und April sollen die Wassertemperaturen nur um die 14 bis 16 C liegen. Aber schon ab Mai gehen die Temperaturen auf 18 C hoch, um ab August teilweise bis 26 C zu steigen. Mir war es im August schon fast zu warm, weil es kaum noch erfrischte.
Es soll an der tunesischen Küste Quallenplagen geben. Sohl in Nabeul im Norden, noch im Süden auf Djerba habe ich je eine Qualle gesehen. Ich war allerdings immer im Zeitraum Juli/August dort.
Nicht zu verachten, die zum teil geringen Nebenkosten am Strand! Auf Djerba waren ohne Zusatzkosten ortsfeste Strohsonnenschirme aufgestellt. Häufig durfte man auch Liege mit zum Strand nehmen! Ligen am Pool meist ausreichend vorhanden.



Am StrandAm breiten Strand
Fazit
Warum scheiden sich bei Tunesien, insbesondere bei Djerba so stark die Geister, hinsichtlich eines Urlaubes, trotz bester klimatischer Voraussetzungen und schon fast Sonnengarantie über den gesamten Sommer? hier noch einige Argumente, soweit oben nicht schon angesprochen:
  • Auf der einen Seite gibt es zwar modernste Hotelanlagen mit günstigen Pauschalangeboten, auf der anderen Seite lässt der Service oft zu wünschen übrig, vor allem, wenn die Einführungszeit vorbei ist und die laufende Instandhaltung fehlt.
  • Deshalb sollte man möglichst größere Klubanlage bevorzugen, weil die meist ein deutlich besseres Management haben.
  • Außerhalb der Klubanlagen und Hotels ist das kulturelle Angebot nahezu Null. Es gibt abends auch keine "Kneipen- und Discoszene".
  • HP / VP / AI / mit großen Buffets zu fast unschlagbaren Preisen, stehen in vielen Objekten auch recht schmale einseitige Buffets (Obst und Gemüse) gegenüber. Hier muss man in den Reisebüros aufpassen und auch verschiedene Reisebüros befragen.
  • Gerade in kleineren Anlagen kommt das Problem der "tunesischen Küche" hoch, die teils doch recht üppig mit Öl kocht, was von einigen Leuten, die zu Hause wenig mit Öl kochen, nicht gut vertragen wird.
  • Wer nur einen reinen Badeurlaub plant (vor allem mit Kindern) kann bei einem günstigen Pauschalurlaub nicht viel falsch machen.
  • Wer Nightlife und anspruchsvolle Shows erwartet, wird allerdings meist enttäuscht werden. Bei mehr als einem Tunesienbesuch wird es kritisch, weil die Abendshows fast alle nach dem gleichem Schema verlaufen. Viel Modenschau (Einbeziehung Urlauber) und Bingo.
  • Wer auf einen Basar geht, muss natürlich damit rechnen, von Händlern bedrängt zu werden. Aber ich bin an den Stränden (oder gar im Hotel) nie in der Form belästigt worden, wie das teilweise in Spanien von den Uhren- und Sonnenbrillen Verkäufern geschieht.
  • Trotz der Trockenheit sind die Poollandschaften meist besser, als in vergleichbaren spanischen Anlagen. Was nervt, ist die teils laute Musik am Pool, selbst zur "nachmittäglichen Schlafenszeit".
  • Wer die Möglichkeit hat, sollte wenigstens einmal Tunesien besuchen, schon um mal den Reiz der Wüste zu erleben, die nicht nur Sand und große Hitze ist.
PoolSport

 

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