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Matmata und Meeresoase Gabes

Einleitung
Auf meiner Tunesien-Seite möchte ich heute über den Wüstenort Matmata und die Meeresoase Gabes berichten. Wobei ich man gleich von vorn hereinsagen muss, nicht für Jeden werden diese Orte interessant sein. Es ist auch bloß sinnvoll, wenn man sie innerhalb einer Rundfahrt einbezieht.
Bei Ein-Tagestouren sollte man schon im Süden Tunesiens sein, sonst wird der Weg zu lang. Von Sousse (schon sehr weit) oder der Insel Djerba aus, ist die Fahrt gerade noch zu vertreten. Denn so viele Sehenswürdigkeiten haben die Orte gar nicht. Das Interessante an dem Ort Matmata sind die Höhlenbewohner und die einmalige Lage der Oase Gabes, die umgeben von Wüste direkt am Meer liegt. Und trotzdem lohnt der Besuch, weil man insbesondere das "Flair" der Wüste spürt.



Anfahrt Matmata
Für viele Naturfreunde ist vielleicht sogar die Anfahrt nach Matmata das eigentlich interessante. Man fährt durch eine beeindruckende Landschaft. Und in der Nähe der Stelle, wo Teile der Außenaufnahmen für die Star Wars - Filme gedreht wurden, finden sich natürlich auch die Andenkenverkäufer ein. Es ist aber auch ein grandioses Panorama.

Es war aber auch der erfrischenste Ort, da in den Bergen oben ein schöner Wind wehte, gab es endlich mal eine echte Erfrischung, wenn man den Bus verließ, denn trotz Klimaanlage waren wir durchgeschwitzt bis zum geht nicht mehr, denn wir hatten Anfang August einen der wärmsten Tage erwischt. Deshalb auch der Hinweis, im Juli und August sollte man eigentlich nicht unbedingt hinfahren.

Und die Serpentinen in dem heißen Bus zu bewältigen war doch für einige Mitfahrer die reinste Tortur, auch wenn die Aussicht entschädigte.
PanoramaSerpentinen

Wohnhöhlen in der Oase
Wobei man sagen muss, der Großteil der Wohnhöhlen sind schon verlassen. Diese ehemaligen Bewohner sind das das benachbarte "2."Matmata gezogen.

Die jetzigen Bewohner sind eigentlich schon nur noch wegen der Touristen da. Aber sie sind wirklich nett, und führen die Besucher durch die "verschiedenen Zimmer". Bei der Hitze die draußen herrscht, ist es erstaunlich kühl in den Räumen, denn deshalb wurden früher ja die Höhlen gegraben. Die einzelnen Höhlen zu beschreiben führt jedoch zu weit. Sie geben aber einen schönen Ausblick, auf die die frühere Lebensweise. Eigentlich muss man es nicht erwähnen, aber die Gastgeber erwarten natürlich ein Trinkgeld.
Wohnhöhle in Matmata


Verhaltenstipps
Da man nicht bis zu den Höhlen ran fahren kann, sollte man das Geld für einen Kamelritt ausgeben, denn man befindet sich schon in der Halbwüste und da fällt das Laufen schon etwas schwer.
Und denken Sie bitte an Ihre Gesundheit. Nehmen Sie pro Kopf auf so einer Busreise mindestens 3-4 Liter Flüssigkeit mit und kaufen sich unterwegs bei jeder Gelegenheit Wasserflaschen nach. Denn es wird immer Sommer sehr, sehr heiß! Trotz Klimaanlage im Bus, die die hohen Temperaturen nur mildern konnte. Meine Frau und Tochter hatten an dem Tag 6l und ich 7l Wasser getrunken, nur um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen!!
Und vergessen Sie nicht Kopfbedeckung und Sonnenbrille! Und wer nicht gut vorgebräunt ist, sollte auf keinen Fall wie ich in kurzer Hose reisen (Lange Hose sollte man im Beutel mitnehmen!
Kamelritt in Matmata




Meeresoase Gabes
Hier möchte ich mal ein Reiseziel vorstellen, das auf keiner Tunesien-Rundreise fehlen sollte, wenn man im Süden Tunesiens unterwegs ist. Die Meeresoase Gabes. Gabes gehört zu den wenigen Meeresoasen, die es in Tunesien gibt. Gabes liegt bereits in Südtunesien zwischen Suosse und der Insel Djerba am Golf von Bengalen, einem Teil des Mittelmeeres. Das besondere an den Meeresoasen ist, das sie in einem ansonsten schon fast wüstenähnlichen Gebiet liegen und durch vorhandenen Brunnenanlagen genauso mit Wasser versorgt werden, wie die Oasen mitten in der Wüsten, bloß das diese Oase eben am Meer liegt. Wenn man Gabes anfährt, sieht man tatsächlich kaum einen Baum mehr.
Gabes ist keine kleine Stadt, sondern hat über 100.000 Einwohner. Gabes ist Universitätsstadt, Handels- und Industriestadt. Den Reiz zieht Gabes aus dem Kontrast der öde und Kargheit der umliegenden Landschaft und dem üppigen Grün in der Oase. Es gibt seit Jahrhunderten festgelegte Regeln, wie die Wasserverteilung zu erfolgen hat, damit es in der Oase tatsächlich grünt.
Damit man von den sehr umfangreichen Oasengärten genügend sehen kann, sollte man die Chance nützen, an der Station Courges eine Kutsche zu mieten, was recht preiswert ist. Preis habe ich aber nicht mehr im Kopf. Mit der Kutsche fährt man wie durch eine Traumwelt. Wo sieht man schon mal größere Mengen Dattelpalmen, wie in der Südsee .Obwohl die Palmen nicht so groß sind. Im Schatten der Palmen gedeihen Zitrusfrüchte, Granatäpfel, Gemüse und vor allem größere Mengen Henna. Insbesondere die Frauen wissen schon, das es für die Körperbemalung (Hände) gebraucht wird. Wo sieht man sonst solche Pflanzen.
Die Stadt Gabes selbst bietet sonst keine weiteren Highlights. Da das Meer um Gabes recht schmutzig ist, ist es für das Baden recht ungeeignet. Wie es etwas weiter von der Stadt aussieht, konnte ich nicht testen.
Die Meeresoase sollte man bei Rundreisen unbedingt mit einbeziehen. Ein längerer Aufenthalt in dieser Stadt ist aber nicht sinnvoll. Auch waren keine schönen Hotels zu sehen, die einen längeren Aufenthalt rechtfertigten.
Aber der Tagesaufenthalt war ein einmaliges Erlebnis, was man sich nicht entgehen lassen sollte, wenn man in der Nähe ist.
In der Meeresoase




Sahara-Festival in Douz
Wenn man sich zwischen Weihnachten und Neujahr im Süden Tunesiens aufhält, genauer gesagt in der Nähe von Matmata, dann sollte man unbedingt einen Ausflug nach Douz einplanen.
Seit wohl schon 1910 wird von den Nomaden ein Volksfest inszeniert, das die ganze Region in Aufregung versetzt. Ab 27. Dezember findet dort ein Festival statt, das die Besucher in einen richtigen Sinnestaumel versetzt. Alles was der Orient zu bieten hat, wird dort gezeigt:
  • Rennen der Tuareg auf weißen Dromedaren
  • Jagdvorstellungen mit Greifvögeln und Hunden
  • Phantastische Hochzeitszeremonien
  • Musikanten und Dichter zeigen ihr Können.
  • Handwerker zeigen ihre Kunst
Ansonsten ist die Stadt unter Touristen als Tor zur Sahara bekannt. Als ich diese Stadt im Sommer besuchte, war es unerbittlich heiß, dass einem glatt der Atem wegblieb. Selbst die Klimaanlage konnte da nur leichte Milderung schaffen, weil sie völlig überlastet war. Abgesehen vom Festival hat die Stadt sonst kaum touristische Höhepunkte zu bieten.

 

 

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