Verhinderung von Spam bei Faxgeräten

Problem Fax Spam

Auch wenn unerwünschte Werbung per Fax verboten ist, trifft sie immer wieder auf den Faxgeräten ein: Fax-Spam. Wer sein Fax gar noch mit Thermopapier betreibt, kann ein Lied von den Zusatzkosten singen, die auftreten, wenn manchmal gar des Nachts das Faxgerät Unmengen von Seiten ausspuckt. Selbst das Abstellen des Faxmülls bereitet Schwierigkeiten. Ja man muss sogar vorsichtig sein, weil man dabei erst recht abgezockt wird, denn man muss das Abbestellfax an eine teure 0190 oder gar 0900 Nummer schicken. Kosten bis 30 Euro sind dabei schon bei Bekannten aufgelaufen. Nur was tun?

Meine persönlichen Erfahrungen

1. Möglichkeit

Bis sich vor 3 Jahren sich mein Faxgerät wegen eines Defekts verabschiedete, hatte ich das gleiche Problem mit Werbemüll per Fax. Da ich einen Scanner hatte war es mit der eingebauten Fritz-Card (www.avm.de/de/) zwar kein Problem Faxe zu senden und zu empfangen, aber einen Haken hatte die ganze Sache: Ich konnte nur ein Fax empfangen, wenn der PC eingeschaltet war. Diese Möglichkeit ist zwar für Firmen interessant, die ihren PC eh den ganzen Tag in Betrieb haben, aber für mich als Privatmann ungeeignet. Denn wer will wegen eines möglichen Faxempfanges schon seinen PC rundum die Uhr laufen lassen.
Vorteil gegen einem herkömmlichen Faxgerät ist aber schon, man kann sich das empfangene Fax erst am Bildschirm anschauen. Unwichtiges und vor allem der lästige Spam können problemlos mit wenigen Klicks in den Paierkorb geschoben werden. Wichtige Faxe werden als Datei gespeichert und wenn notwendig ausgedruckt. Die Ersparnis an Papier und Toner bzw. gar der noch teureren Druckertinte ist erheblich. Das macht sich ganz schnell bezahlt.

2. Möglichkeit

Anmeldung beim Portal www.web.de für den Dienst Freemail. Neben einer kostenlosen E-Mail-Adresse (übrigens sehr empfehlenswert) wird auch eine Faxnummer (01212....) bereitgestellt. Über diese Faxfunktion kann man aus dem PC heraus sowohl Faxe versenden (kostenpflichtig) und was wichtig ist, rund um die Uhr Faxe ohne Zusatzkosten empfangen. Die Faxnachrichten werden bei Web.de als PDF-Datei gespeichert. Um diese Art Dateien lesen zu können benötigt man den Adobe Acrobat Reader, den man auf vielen Portalen kostenlos als Download findet, oder bei mir unter Freeware. Da es bereits einige (allerdings kostenpflichtige) Programm auf dem Markt gibt, die eine PDF-Datei wieder in eine bearbeitbare MS-doc-Datei (Word 2003) wandelt, ist das natürlich sehr vorteilhaft. Einer dieser Hersteller ist Scansoft, mehr Infos unter www.scansoft.de. Diese PDF-Conwerter werden für ca. 50 Euro angeboten.
Ganz großer Vorteil ist natürlich, dass empfangene und konvertierte Faxe sofort am PC weiterbearbeitet werden können. Das spart gewaltig Zeit, weil Texte nicht extra abgetippt werden müssen, oder aufwendig eingescannt und mit einem Texterkennungsprogramm bearbeitet werden müssen, wenn der Text weiter verarbeitet werden soll.

3. Möglichkeit

Obwohl ich schon seit 2001 eine Fritz-Card eingebaut habe, benutze ich seit 3 Jahren das 3Com U.S.Robotics 56K Message Modem.
  • Anrufbeantworter (mit persönlichem Ansagetext)
  • Faxgerät
Das 3Com U.S.Robotics 56K Message Modem wird normal direkt mit der Telefonsteckdose oder wie ich es beim ISDN-Anschluss mache mit dem ISDN-Adapter verbunden. Das Modem kann zwischen Sprachnachricht (bei Aufzeichnung leutet grünes Lämpchen) und Faxnachricht (bei Aufzeichnung leuchtet rotes Lämpchen) unterscheiden. Mehr Infos unter www.usr.de.
Der Vorteil dieser Message Modems ist, dass sie auch bei ausgeschaltetem PC funktionieren und die Nachrichten aufzeichnen. Es ist aber auch ein zeitversetztes Senden der Faxe möglich. Diese Lösung mit einem Message Modem ist auch für Besitzer eines Laptops interessant, die nicht mehr mit einer Fax-Card nachgerüstet werden können.

Extratipp 1:
Vom 3Com U.S.Robotics 56K Message Modem existieren noch ältere Versionen, ursprünglich hauptsächlich dafür entwickelt, bei einem analogem Telefonanschluss den Zugang zum Internet herzustellen. Viele dieser Geräte hatten auch schon diese Funktionen Anrufbeantworter und Faxgerät (in die Bedienungsanleitung schauen). Viele dieser Geräte liegen jetzt nutzlos im Schrank, weil sich der Besitzer einen DSL-Anschluss zugelegt hat und das alte Modem nicht mehr gebraucht wird. Häufig werden solche Geräte zum Spottpreis bei Ebay angeboten.
So ein altes 3Com U.S.Robotics 56K Message Modem benutze ich. Der Zugang zum PV erfolgt noch über die serielle Schnittstelle. Das Programm PhoneTools für die Benutzung musste von einer Diskette aus installiert werden und läuft nur unter Win98 sofort. Wer, wie ich jetzt Win2000 benutzt, muss erst die Win98 Version installieren und kann sich bei U.S.Robotics unter www.usr.de - Support das aktuelle Update kostenlos runterladen. Dazu auf der Unterseite des Modems die Versionsnummer ablesen und unter der Rubrik "externe Modems" die entsprechende Versionsnummer auswählen. Nach der Auswahl öffnet sich sofort die Serviceseite mit der Downloadmöglickeit des Updates. Runterladen und installieren. Funktioniert seit Jahren einwandfrei bei mir.

Extratipp 2:
Sie nehmen gern an Gewinnspielen im Internet teil? Häufig geht das nur unter Angabe der Telefonnummer. Geben Sie einfach die Faxnummer des Modems an und unerwünschte Anrufe landen auf dem Anrufbeantworter. Und wenn was Wichtiges dabei ist, können Sie ja zurückrufen.

 

 

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