Verhinderung von Spam Mails

Oberster Grundsatz vorweg

Auch wenn man sich noch so genervt fühlt: Auf Spam - Mails nie antworten, auch wenn Sie sich beschweren wollen. Damit signalisieren Sie einem Spam - Versender, dass die Adresse real existiert und er wird immer weiter senden. Dann hilft nur noch ein guter Spamfilter oder ein entsprechendes Blockieren der E-Mail.
Deshalb immer versuchen, Spam schon auf dem Server zu löschen. Ohne die E-Mail überhaupt zu öffnen.


Wahl und Anzahl E-Mail-Adressen

Es gibt genügend Provider, die für Jedermann eine kostenlose E-Mail-Adresse bereitstellen (Hotmail, GMX, Freemail, Lycos usw., und da habe ich nur die Anbieter genannt, die einen gewissen Komfort und die Möglichkeit, eine Anlage mitzusenden. Jetzt höre ich schon, je mehr E-Mail-Adressen ich habe, um so mehr Spam erhalte ich. Nicht unbedingt, wenn man einige Grundsätze beachtet.

  • E-Mail-Adresse nach Zweck anwenden:
    Ich habe z. Beispiel eine Adresse bei Hotmail, die ich nur für bestimmte berufliche Zwecke (Bewerbungen und ähnliche Dinge) einsetze. Außer der Eigenwerbung habe ich noch nie Spam auf diese Adresse bekommen.
  • Eine getrennte Adresse habe ich auch für Bankgeschäfte
  • Gewinnspiele:
    Die häufigste Quelle für Spam sind die Gewinnspiele, die teilweise nur veranstaltet werden, um an die E-Mail-Adressen heranzukommen. Wer unbedingt an so etwas teilnehmen möchte, sollte unbedingt eine getrennte E-Mail-Adresse verwenden. So eine Adresse muss man auch nicht täglich kontrollieren. Wenn dort mal das E-Mailfach wegen Größenüberschreitung überläuft, ist es meist auch nicht tragisch. Seriöse Gewinnspielanbieter informieren, so meine Erkenntnis (und von Freunden und Bekannten), fast immer auf dem Postweg, so dass man selten seinen Gewinn verpasst. Wenn man erst noch antworten muss, ist meist schon etwas faul an der Sache.
  • Bei der E-Mail-Adresse, bei der die größte Spamgefahr besteht, bei der ich aber auch bestimmte E-Mails nicht verpassen möchte (meist die E-Mail-Adresse der Homepage) lege ich bei dem Provider an, der die beste Spamabwehr hat. Sehr gut zum Beispiel web.de und lycos.de.
  • Wer rechtzeitig aufpasst, kann sogar mit dem Namen der E-Mail-Adresse gegen Spam vorbeugen. Wer eingängige Namen als E-Mail-Adresse führt, zum Beispiel gerda@provider.de braucht nicht zu wundern, denn gerade mit den Namen gerda werden gleich alle gängigen E-Mail-Provider hinter dem @ beglückt. Den Namen zusätzlich mit Zahlen "umrahmen" (aber nicht nur mit einer 1) zu verzieren hilft auch ein wenig. Und keine Benutzung nebeneinander liegender Buchstaben, wie abcde@provider.de.
  • Jetzt verstehen Sie sicher auch meine recht "wüste E-Mail-Adresse"!
  • Ganz ungünstig sind solche E-Mail-Adressen wie info@Meine_Domain.de oder webmaster@Meine_Domain.de, oder gar Meine_Name@Mein_Name.de. Ist regelrecht eine Einladung für den "Spamer", Sie mit Spam-Müll voll zu schütten. So schön einfach zu merken, aber auch schön zu erraten vom "Spamer". Ich wurde für diese Eitelkeit mit Spam bestraft und habe die Adresse jetzt ganz stillgelegt (aus Homepage genommen und sonst keine Verwendung mehr im Versand von E-Mails), bzw. ich zähle nur noch die Anzahl der einlaufenden Spams. Trotz der Herausnahme der E-Mail aus der Homepage, ist immer noch ein erheblicher Eingang auch jetzt noch von Spam zu beobachten, deshalb den Extra-Tipp am Seitenende beachten.

Wegwerf E-Mail-Adressen verwenden

Gerade bei vielen Anmeldungen wird nach E-Mail-Adresse gefragt, obwohl das überhaupt nicht notwendig wäre. Hier bietet sich an, so genannte E-Mail-Wegwerfadressen zu verwenden. Dazu gibt es eine Reihe Anbieter:
  1. www.discardmail.com
  2. www.nervmich.net
  3. www.sofort-mail.de
  4. www.centermail.com
  5. www.spamgourmet.com
  6. www.spammotel.com Englisch

Einbindung der E-Mail-Adresse in die Homepage

1. Keine E-Mail-Adresse
in die Homepage ist natürlich die Maßnahme, die am Wirkungsvollsten vor Spam schützt. Aber da werden Sie auch kaum Kontakt mit den Besuchern Ihrer Homepage bekommen, denn anrufen oder faxen werden wohl sehr viele Besucher nicht. Da man laut Teledienstgesetz ins Impressum der Homepage neben Anschrift auch eine ständig kontrollierte Telekommunikationadresse (E-Mail-Adresse oder Telefon/Fax) ist man mit dem Weglassen der E-Mail-Adresse auch nicht gerade gut beraten.

2. E-Mail-Adresse als Bild
Adressein die Homepage stellen. Der Vorteil liegt auf der Hand, denn irgendwelche Spambots (Programme zum auslesen von E-Mail-Adressen) sind nicht in der Lage die E-Mail-Adresse aus dem Bild auszulesen. Und so ein Spamer schreibt die Adresse nicht von Hand ab. Es ist aber auch gegenüber dem Besucher Ihrer Homepage wenig benutzerfreundlich, denn wenn er Ihnen schnell eine Nachricht zukommen lassen will, muss er die E-Mail-Adresse erstmal abschreiben und anschließend in sein E-Mail-Programm die Adresse nochmals eingeben. Das macht ein Besucher aber nur, wenn er wirklich dringend von Ihnen etwas brauchen würde. Schnelle Hinweise und eventuelle Tipps werden Sie aber nicht bekommen, dazu haben Sie den Besucher meist zu sehr "vergrault".

Problem:
Wer impressumspflichtig ist, muss die E-Mail-Adresse so in die Webseite bringen, dass auch ein Blinder mit seinem Zusatzprogramm die Adresse lesen kann. Das heißt nichts anderes als das ein Bild nicht genügt!!

Mindest also mein-name (at) webseite.de oder mein-name (at) webseite (Punkt) de oder so ähnlich, was so ein Übersetzungsprogramm bringen kann! Der Gesetzgeber spielt leider mit solchen Festlegungen den Spammer regelrecht in die Hände!

3. Kontakt über Formular
Ist problematisch, weil die im Formular hinterlegte E-Mail-Adresse von Spam-Robots ausgelesen werden kann. Und zwar auch dann, wenn die die E-Mail-Adresse zum Beispiel im PHP-Bereich liegt und mit rechter Maustaste beim Klick in die Homepage nicht der Quelltext aufgerufen werden kann.
In einem PHP-Script gibt es aber ein Lösung: E-Mail-Adresse zerstückeln - zum Beispiel die Adresse "Meine_Adresse@provider.de"
Vor dem E-Mail-Formular ein PHP-Bereich eröffnen:
<?php
$variable1="Meine_Adresse";
$variable2="@";
$variable3="provider";
$variable4=".";
$variable5="de";
$variable=$variable1.$variable2.$variable3.$variable4.$variable5;
?>
So kann die vollständige Adresse nicht ausgelesen werden. Erst im Programm wird in $variable die E-Mail-Adresse zusammengesetzt. Im PHP-Bereich des E-Mail-Formulars wird an Stelle der E-Mail-Adresse dann immer nur $variable eingesetzt.
Hinweis: In einer E-Mail meldete Matthias bedenken an, dass das wirklich fontioniert. In der Funktion klappt es, ob die Sicherheit wirklich erreicht wird ist hier die Frage. Da muss ich mich neu "schlau" machen.

4. Voreintrag Betreffzeile in E-Mail-Programm,
in Ihrer Homepage vorprogrammieren. Man kann mit der Funktion:

<a href="mailto:Meine_Adresse@provider.de?subject=Hier bis zum Anführungsstrich können Sie den Text voreintragen, der in der Betreffzeile stehen soll, die an Sie gehen soll!">Meine_Adresse@provider.de</a>.

Im Browser sieht man trotzt dem nur: Meine_Adresse@provider.de.

Dieser Voreintrag erleichtert nicht nur dem Schreiber der E-Mail die Arbeit, sondern zeigt Ihnen bei Erhalt der E-Mail gleich, "Aha, mein Voreintrag wurde verwendet", und man kann diese Mail besser von den Spam/Mails unterscheiden.
Hinweis:
Der Voreintrag mit ?subject= funktioniert auch beim Kontaktformular.

5. Was Sie in einer Homepage nie machen sollten!
E-Mail-Adressen, egal ob die eigene, eine fremde E-Mail-Adresse, nie in einer txt- oder csv-Datei ablegen! Dort können sie von "Spameren" bequem ausgelesen werden. E-Mail-Adressen gehören immer in eine Datenbank, zum Beispiel mit SQL.

6. Einstellung auf Server beachten
Wer E-Mail-Adressen unbedingt in der Form haben will ...@meinehomepage.de sollte auch auf die Einstellung seines Servers achten, wie er mit eingehenden E-Mails umgehen soll.
Am sichersten ist natürlich, wenn der Server so eingestellt wird, dass nur eine exakt adressierte Adresse gespeichert wird, eben halt nur 34utz@meinehomepage.de, zum Beispiel. Alles andere läuft zurück.
Es gibt eben aber auch die ungünstige Einstellung, dass alle eingehenden E-Mails mit der Endung @meinehomepage.de automatisch in der ersten E-Mail-Adresse gespeichert wird. Dann hat der Spammer leichtes Spiel, weil er mit jeder Kombination vor dem @meinehomepage.de einen Treffer anlandet, im einfachsten fall sogar mit 1@meinehomepage.de. Bei der Einstellung kommen dann Spams in großer Zahl.

7. E-Mail-Adresse verschleiern,
so das die E-Mail-Adresse von Spambots nicht ausgelesen werden kann. Wie es geht, sehen Sie auf der nächsten Seite.

E-Mail-Adresse verschleiern

Extra-Tipp:
Ihre E-Mail-Adresse, die in der Homepage steht, wird mit Spam zugeschüttet und haben die "Vervariabelung" durchgeführt und trotzdem geht das Spamvolumen nur leicht zurück? Das liegt nicht an der wirkungslosen "Vervariableung" sondern an der Tatsache, dass einmal ausgelesene E-Mail-Adressen immer wieder beglückt werden und natürlich auch an andere "Spamer" weiterverkauft werden. Am wirkungsvollsten ist die "Verschleierung, wenn man es gleich mit einer neuen E-Mail-Adresse verbindet, wie ich es auch gemacht habe. Und diese E-Mail-Adresse auch für keinen anderen Schriftverkehr verwenden.

Wirksamkeit:

  • 1. Homepage: Seit Anwendung der E-Mailverschleierung und Änderung der E-Mail-Adresse ab 15.03.2004 keine einzige Spammail (mit Stand 10.07.2004) mehr, sonst 70 - 80 Stück/Tag.
  • 2. Homepage: Seit Anwendung der E-Mailverschleierung und Änderung der E-Mail-Adresse ab 15.03.2004 keine einzige Spammail (mit Stand 10.07.2004) mehr, sonst 10 - 20 Stück/Tag.
  • Zu 95% stammen die bei den oben genannten Homepages eingetroffenen Spam - Mails aus dem englischsprachigen Raum. Die 1.Homepage hat enthält eine Reisebeschreibung zu den USA (dadurch viele amerikanische Schlüsselwörter) und erklärt das wesentlich stärkere Aufkommen an Spam.
  • Informationen zur Spamabwehr gibt es hier: www.hidemail.de

 

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