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Lohnen sich die verschiedenen Salzarten?

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Feinschmecker behaupten, Salz, genauer gesagt unser Koch- bzw. Speisesalz, sein nicht gleich Salz. Was gibt es denn da eigentlich für Sorten:

Steinsalz, Siedesalz, Kochsalz, Speisesalz, Meersalz

Steinsalz, Kochsalz und Speisesalz beschreiben eigentlich ein und das selbe: Natriumchlorid (NaCl), das Reaktionsprodukt von Natronlauge und Salzsäure. Ein lebenswichtiger Stoff, ohne den weder Menschen noch die meisten Tiere leben können. Deshalb ist die gemäßigte Zufuhr von Natriumchlorid nicht nur eine Frage des Würzens von Speisen, sondern auch der Zufuhr eines sehr wichtigen Stoffes. Problem allerdings ist, dass dieser oft nur allgemein kurz als Salz bezeichnete Stoff bereits in vielen gekauften Lebensmitteln, insbesondere Fertiggerichten, enthalten ist.

Die unterschiedlichen Namen resultieren aus der Verwendung, bzw. der Gewinnungsart des Salzes.
Kochsalz, Speisesalz: Besagt eigentlich nur, dass dieses Salz für die Ernährung gedacht ist.
Steinsalz: Als Steinsalz bezeichnet man das bergmännisch unter Tage abgebaute Salz, dass oft so rein vorkommt, dass es nach der Förderung nur noch gemahlen und ausgesiebt werden muss, bevor es in die Tüte kommt.
Siedesalz: Dieses Salz wird aus Sole gewonnen, die durch Auflösen von Steinsalz gewonnen wurde, oder aber aus natürlicher Sole stammt. Dabei wird die flüssige Sole durch Wärmezufuhr solange verdickt, bis nur noch das Salz übrig ist.
Gradiersalz: Es ist eine Sonderform des Siedesalzes, weil hier die Sole nur durch die natürliche Verdunstung, in so genannten Gradierwerken, erfolgt.
Meersalz: Im Prinzip auch ein Siedesalz, nur das hier die Sonne in den Salzgärten die Wärme spendet. Meersalz hat allerdings den Vorteil, das bestimmte Verunreinigungen durch andere Salze für den Körper durchaus wünschenswert sind, so zum Beispiel die Jodsalze.

Jodsalz

Jodsalz, streng genommen schreibt man Iodsalz, keine besondere Salzart, sondern bezeichnet nur Sorten von Speisesalz, denen bei der Verarbeitung Iod zugegeben wurde. Hintergrund ist, dass mit der normalen Nahrung nicht mehr in ausreichendem Maße Iod zu sich genommen wird, damit die Schilddrüse ihre wichtigen Hormone produzieren kann. Es sei denn, man isst viel Seefisch oder Seealgen. Das dass die meisten Leute nicht tun, sollten Sie darauf achten immer nur iodiertes Speisesalz zu kaufen.

Salzkörnigkeit

Die Salzkörnigkeit hat einen nicht unerheblichen Einfluss darauf, wie man das Salz schmeckt. Das kommt besonders dann zum Tragen, wenn das Salz nicht ausreichend Zeit hatte sich vollständig aufzulösen, z.B. bei Salaten, würzen einer gebratenen Leber oder dem berühmten Frühstücksei. Je grobkörniger das Salz, umso intensiver kann es die Zunge als salzig empfinden. Beim Besuch eines Salzbergwerkes konnte ich mal den superfeinen Salzstaub probieren, der war so fein, dass ich das Gefühl hatte kein Steinsalz gekostet zu haben. Das ist auch der Grund, warum einige besondere Salzsorten scheinbar so besonders würzig sind. Ist das Salz erst mal längere Zeit aufgelöst, wie z.B. bei einer Suppe, oder dem Salzen von Kartoffelbrei, Pasta oder Reis spielt die Körnigkeit kaum mehr eine Rolle

Falksalt

Falksalt ist ein Salz, das aus Schweden kommt. Es hat sehr große Kristalle, die erst noch etwas zerrieben werden müssen. Es ist immer dann sehr gut einsetzbar, wenn bei Salaten und ähnlichem die Salzkristalle keine Chance mehr haben, sich vollständig aufzulösen. Häufig wird Falksalt aromatisiert angeboten. Da muss man den Einsatz nach dem Aroma ausrichten.

Fleur de Sel

Fleur de Sel ist ein sehr würziges Salz aus der Camargue von Frankreich. Es eignet sich besonders zum Würzen von Fleisch und Fisch. Das besondere an Fleur de Sel ist seine Zusammensetzung. Es enthält eben nicht nur das Salz als Natriumchlorid, sondern enthält auch viel Kalzium- und Magnesiumsulfat (Magnesium wichtig wenn man viel schwitzt), sowie Iod. Deshalb ist es sehr gut für Kindernahrung geeignet, leider eben auch sehr teuer, weil es mit der Hand geerntet wird, sprich noch leicht feucht abgeschöpft wird.

Halen Mon

Halen Mon ist ein Meersalz, dass vor der Küste von Wales aus dem Atlantik gewonnen wird. Der eigenwillige rauchige Geschmack resultiert daraus, dass man das Salz über altem Eichenholz räuchert. Da es sehr grobkörnig ist, kommt der Geschmack am besten mit Gegrilltem und dem Würzen von Eierspeisen zurecht.

Griechisches Meersalz

Griechisches Meersalz ist dahingehend bekannt geworden, dass es mit den verschiedensten Gewürzen gemischt auf den Markt kommt. Auch hier liegt der Vorteil wieder in seiner Grobkörnigkeit und der daraus resultierenden Würzkraft. Es kommt in den verschiedensten Mischungen auf den Markt, mit Petersilie, Pfeffer und so gar exotisch mit Zitronengras.

Himalaja-Salz

Es ranken sich ja regelrecht Legenden ob des gesunden Salzes aus dem Himalaja, das in Pakistan gewonnen wird. Aber Vorsicht, zuviel Salz ist ungesund. Der Vorteil dieses Salzes liegt zwar in seinem hohen Gehalt an Mineralstoffen und Spurenelementen, rechtfertigt aber nicht den hohen Preis. Es schmeckt in der Tat etwas milder, aber das kann man in Gerichten auch mit anderen Salzsorten erreichen, in dem manetwas weniger zusetzt. Für Salate eher die gröberen Sorten verwenden.

Maldan Seesalz

Maldan Seesalz kommt als natürliches Meersalz aus England und wird von Gourmets geschätzt. Das dürfte aber auch daran liegen, dass es sehr grobkörnig auf den Markt kommt. Das dürfte auch einer der Gründe sein, dass es gerade beim Würzen von Fleich, Fisch und Salaten so beliebt ist, weil die Salzkristalle auf der Zunge noch besser zur Wirkung kommen. In einer Suppe oder zum Kochen von Kartoffeln oder Pasta wäre das Salz viel zu schade. Es ist recht knapp und dadurch nicht gerade billig.

Kräutersalz

Es gibt eine ganze Reihe industriell gefertigter Kräutersalze. Allerdings muss man hierzu anmerken, dass diese Mixturen oft recht überteuert sind. Auch ist nicht auszuschließen, dass diese Kräutersalze oft auch noch Geschmacksverstärker enthalten, die für manche Leute (Allergiker) nicht ungefährlich sind.
Meist billiger und sehr einfach sind die Kräutersalze selbst herzustellen. Ca. 3 Teile Salz und 1 Teil getrocknete und zerriebene Kräuter gut mischen und fertig ist das Ganze. Man sollte solche Mischungen allerdings nur in kleinen Gläschen gut verschlossen aufbewahren, damit sich der Kräuterduft nicht verfliegt. Aber es ist noch aus anderem Grund besser Kräutersalze selbst herzustellen. Man kann besser bestimmen, welches Salz man nimmt. Zu bevorzugen sind immer Meersalze und iodierte Speisesalze, wegen der besseren Mineralienzufuhr.

Diätsalz

So genanntes Diätsalz wird im Rahmen einer natriumreduzierten Kost als Kochsalzersatz eingesetzt. Hintergrund ist, dass das Kochsalz in zu großen Mengen bei Bluthochdruck den Blutdruck in die Höhe treiben kann. Deshalb wird Diätsalz z.B. bei der Behandlung von Bluthochdruck eingesetzt. Auch vielen Patienten bei Gelbsucht wird geraten zeitweilig den Kochsalzeinsatz zu reduzieren und Diätsalz zu nehmen. Diätsalz ist chemisch gesehen Kaliumchlorid (im Gegensatz zu Natriumchlorid beim "normalen" Kochsalz, bzw. Speisesalz.



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