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Bärlauch und Petersilie in der Heilung

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Wichtiger Hinweis:
Die nachfolgenden Tipps ersetzen auf keinen Fall eine medizinische Beratung, weil eine Selbstmedikation immer mit Risiko verbunden ist. Auch scheinbar harmlose natürliche Mittel können zu unbeherrschbaren Nebenwirkungen führen. Und wenn es nur eine Kreuzallergie bei Äpfeln ist, um nur ein Beispiel zu nennen.
Beachten Sie auch: Ich gebe meine Tipps aus besten Wissen und Gewissen. In vielen Fällen sind sich aber nicht mal die Experten einig. Das beste Beispiel sind die Ernährungstipps, die sich fast jährlich ändern.

Bärlauch - Alium ursinum

Bärlauch
Vor Jahren nur einem kleinem Publikum bekannt, hat es der Bärlauch zu einem größerem Beliebtheitsgrad gefunden. Geschmackliche Gründe dürften dafür den Ausschlag gegeben haben. Die Pflanze wächst in feuchten Laubwäldern und bedeckt oft ganze Flecken und strömt einen typischen Knoblauchgeruch aus. Besonders jung und frisch geerntet ist der Bärlauch eine Delikatesse in einem frischen Salat. So klein geerntet sollte er nur aus Kulturbeständen geerntet werden. Warum, siehe später. Wobei der Bärlauch auch mit normalem Schnitt- oder Kopfsalat, aber auch mit Rapünzchen oder Löwenzahnblättern gemischt werden kann. Wichtig ist nur, damit alle Inhaltsstoffe gut vom Körper genutzt werden können, dass der Salat immer einen guten Schuss Pflanzenöl erhält.


  • Sowohl von den Vitaminen, als auch von den ätherischen Ölen, Fermenten und Schwefelverbindungen liegt beim Bärlauch eine ähnlichen Zusammensetzung vor, wie beim Knoblauch, nur in etwas geringeren Konzentrationen, wodurch der Bärlauch auch milder wirkt.

  • Die Anwendung erfolgt deswegen ähnlich wie beim Knoblauch, so Darmkatarrhen, Durchfällen, Verdauungsbeschwerden, Appetitlosigkeit, sowie unterstützend bei der Senkung eines hohen Blutdrucks oder bei Wurmkuren. Aber bitte nur das Kraut abschneiden, und nicht die Zwiebeln ausgraben!

  • Bärlauch senkt nach neusten Erkenntnissen auch den Cholesterinspiegel. Allerdings gehen hier die Meinungen der Experten stark auseinander.

  • Das Kraut kann auch abschnitten und an einem trockenen schattigen Platz getrocknet werden. Der daraus gewonnene Tee wird bei ähnlichen Beschwerden, wie oben genannt eingesetzt, ist aber bei weitem nicht so wirksam wie das frische Kraut, weil die Wirksamkeit stark nachlässt. Als Tee einen Teelöffel mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen und ziehen lassen. Warm trinken.

  • Ähnlich wie beim Trocknen verliert der Bärlauch auch beim Kochen stark an Wirksamkeit. Deshalb bei heißen Gerichten den Bärlauch erst kurz vor dem Servieren zufügen und auf keinen Fall gar Einkochen. Hinsichtlich des Einfrierens liegen mir noch keine Informationen vor.

  • Die beste Erntezeit sind April und Mai, während man ab Juni die Bestände schonen sollte, damit die restlichen Pflanzen blühen und später ihre Samen ausbreiten können. Blätter vorsichtig so abschneiden, dass möglichst noch ein Blatt an der Pflanze verbleibt.

  • Sobald der Bärlauch voll blüht verliert er deutlich an Geschmack. Schon deshalb sollte der blühende Bärlauch, so wie im Foto nicht mehr gepflückt werden. Im Foto ganz recht die kleinen Pflänzchen ist Bärlauch, der sich von der Blüte im Vorjehr selbst ausgesät hatte.


Im Gegensatz zum Knoblauch hat man nach dem Genuss von Bärlauch keine so genannte "Knoblauch-Fahne", auch wenn der Bärlauch deutlich nach Knoblauch schmeckt und riecht.



Vergiftungsgefahr!
Wird der Bärlauch in der freien Natur geerntet, besteht eine sehr hohe Verwechslungsgefahr mit dem Maiglöckchen und der Herbstzeitlose, die für Unkundige ähnlich aussehende Blätter haben, wie der Bärlauch.

Maiglöckchen und die Herbstzeitlose sind in allen Pflanzenteilen hochgiftig. Vergiftungen können sogar tödlich enden!

Wenn die Pflanzen erst blühen, kann auch der Laie die Unterschiede besser erkennen. So kann man die Pflanzen unterscheiden:

  • Die Blätter des Bärlauchs sind lang gestielt und kommen einzeln, wenn auch dicht nebeneinander aus dem Boden. Maiglöckchen haben meist 2 oder 3 Grundblätter an kurzen Stielen, und die Herbstzeitlose bildet mehrere Blätter an einem Stängel aus. Deshalb Vorsicht bei sehr jungen Pflanzen!

  • Die Blätter des Bärlauchs knicken leicht ab, Maiglöckchen und Herbstzeitlose hingegen haben sehr biegsame, fast "gummiartige" Blätter. Die Blätter des Bärlauchs lassen sich sehr leicht verreiben, die von Herbstzeitlose und Maiglöckchen dagegen schwer bis gar nicht. Wer also weiß, wie sich das Zerreiben des Bärlauchs anfühlt, kann kaum einen Fehler machen.

  • Oben genannte Merkmale beim Zerreiben besser einprägen, als der der Hinweis, dass die zerriebenen Blätter stark nach Knoblauch riechen. Hat man den Geruch erst mal am Finger kann man nicht mehr unterscheiden, ob man ein anderes Blatt "erschnüffelt". Also Vorsicht mit dem Merkmal Geruch!

  • Während Maiglöckchen eigentlich mehr an trockenen Standorten vorkommen, lieben Bärlauch und Herbstzeitlose feuchtere Standorte. Aber die Blätter der Herbstzeitlosen haben auf der Rückseite nicht die deutlichen Rippen des Bärlauchs.

  • In der Blütezeit lässt sich insbesondere das Maiglöckchen an der Blütenform (Glocken, keine Sterne) leicht vom Bärlauch unterscheiden. Die Herbstzeitlose hat mehr eine Einzelblüte, während der Bärlauch eine richtige Dolde (kugelförmig) ausbildet.

  • Der Stielansatz des Maiglöckchens ist rötlich, der des Bärlauchs nicht.

  • Aber auch beim Anbau im Garten lauern Gefahren. Wer in seinem Blumenbeet Maiglöckchen hat, muss aufpassen das die sich nicht durch Samen oder Rhizome (Wurzelausläufer - werden gern von Wühlmäusen im Garten "verschleppt".) bis in seine Bärlauchplantage verirren.

Weitere Gesundheitsgefahr:
Bei Ernte in freier Natur besteht durch die Höhe der Pflanzen (15 - bis 45 cm) die große Gefahr, dass sich an den Blättern des Bärlauchs Eier des sehr gefährlichen Fuchsbandwurms befinden. Leider lassen sich die Eier fast nie vollständig abwaschen. Deshalb Bärlauch aus der Natur immer einige Minuten bei mindestens 70C blanchieren, um die Eier abzutöten. Ohne blanchieren nur Ware verwenden, die aus Fuchsbandwurm freien Wäldern stammen (Erfragen beim Forstamt).!

Petersilie

Petersilie
Petersilie ist als Würzkraut in der Küche nicht mehr wegzudenken. Kaum ein Gericht, das nicht mit Petersilie (auch Peterle genannt) dekoriert wird. Leider kann man allzu oft sehen, dass die Petersilie achtlos liegengelassen wird. Leider völlig zu unrecht. Auf 100 g bezogen gibt es kaum ein Gemüse oder Obst, das mit der Petersilie beim Vitamin A und C - Gehalt mithalten kann. Aber auch die Verdauungstätigkeit wird durch die Petersilie deutlich verbessert, schon deshalb gehört die Petersilie auf den Essenstisch. Aber auch die vielen enthaltenen ätherischen Öle und Mineralstoffe solten Anlass für Sie sein, diese Garnitur in nächster zeit nicht mehr auf dem Teller liegen zu lassen. Petersilie steigert aber auch die Harnausscheidung, was auch das Hauptaugenmerk der medizinischen Wirkung ist.


  • Frisch als Würzkraut dient es als Zufuhrdroge hinsichtlich Vitamins A und C.

  • Zur Steigerung der Harnausscheidung (z.B. bei wassersüchtigen Ansammlung in den Beinen) werden 3 Esslöffel der getrockneten Blätter oder der Wurzeln mit 3 Tassen kochendem Wasser übergossen. Anschließend 10 Minuten ziehen lassen und dann abfiltern. Diese Menge verteilt über den Tag trinken.

  • Petersilienzubereitungen (Tee) sollten nur in Abstimmung mit dem Arzt genommen werden. Schwangere sollten unbedingt ganz darauf verzichten.

  • Auch bei Nierenentzündungen können Petersilienzubereitungen sinnvoll sein.

Petersilienwein:
Diese Petersilienzubereitung soll ein wahres Lebenselexier sein. Bei dem Inhaltsstoffe, wie oben genannt, sicher kein Wunder. Neben den Nieren profitieren auch Herz und Kreislauf davon.
Dazu hackt man eine Hand voll Petersilienstengel schön klein. Zusätzlich wird eine Petersilienwurzel gut gewaschen und ebenfalls klein gehackt. Diese Masse mit Esslöffeln Essig (Weinessig ist am besten) und ganz wenig Wasser kurz aufkochen und anschließend eine Flasche Weißwein und je nach Geschmack 3 bis 5 Esslöffel Honig zugeben. Die Masse kurz Aufkochen und dann mit geschlossenem Deckel 5 bis 10 Minuten ziehen lassen. Sich oft bildender Schaum abnehmen und und den Sud abfiltern und in einer Flasche kühlstellen. Davon täglich 2 Mal ein Likörglas voll trinken. Wünsche guten Appetit.

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