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Birke und Edeleberesche in der Heilung

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Wichtiger Hinweis:
Die nachfolgenden Tipps ersetzen auf keinen Fall eine medizinische Beratung, weil eine Selbstmedikation immer mit Risiko verbunden ist. Auch scheinbar harmlose natürliche Mittel können zu unbeherrschbaren Nebenwirkungen führen. Und wenn es nur eine Kreuzallergie bei Äpfeln ist, um nur ein Beispiel zu nennen.
Beachten Sie auch: Ich gebe meine Tipps aus besten Wissen und Gewissen. In vielen Fällen sind sich aber nicht mal die Experten einig. Das beste Beispiel sind die Ernährungstipps, die sich fast jährlich ändern.

Birke - Betula Alba

Die Birke
Die Birke ist wohl einer der am weitesten verbreiteten Bäumen von auch von Nichtbotanikern an der weißen Rinde schnell zu erkennen. Man findet sie vor allem in lichten Wäldern, an Wegrändern und besonders auf torfigen und sandigem Boden. Auffällig bei der Birke sind die langstieligen hellgrünen, meist klebrigen Blätter.

Leider zählt die Birke nicht nur wegen der Inhaltsstoffe ihrer Blätter zu den wertvollen Heilpflanzen, sondern sie ist mit ihren Blütenpollen im Frühjahr (meist April) leider auch der Baum, der mit einer Vielzahl sehr aggressiver Pollen mehr als unangenehm auffällt. Ich merke es selbst am eigenen Leibe, dass die Pollen (offensichtlich durch Umwelteinflüsse), noch wesentlich aggressiver werden. Deshalb wird die Birke immer mehr aus dem Stadtbild entfernt und durch Bäume mit weniger aggressiven Pollen ersetzt. Obwohl es nicht viel Zweck haben wird, denn Birkenpollen können sehr weit fliegen.



Birkenblätter
Sammelobjekt und Inhaltsstoffe:
Bei der Birke werden 2 wesentliche Stoffe gesammelt:

  • Birkensaft:
    Die Gewinnung des Birkensafts ist nicht ganz einfach und sollte nur Profis vorbehalten sein. Grundsätzlich ist die Anwendung analog wie bei den Blättern. Der Birkensaft wird aber vorwiegend zu Haarwässern und in kleinen Mengen durch Vergärung in eine Art Schaumwein angewendet.

  • Birkenblätter:
    Gesammelt werden die Birkenblätter mit Stiel. Beste Sammelzeit sind die Monate Mai bis Juli. Nach dem Sammeln die Blätter in dünner Schicht ausbreiten und ohne direktem Sonnenlicht trocken und dabei das Wenden der Blätter nicht vergessen.
    Als Inhaltsstoffe sind verschiedene ätherische Öle, Flavonglykoside und Gerbstoffe bedeutend. Der Vitamin C-Gehalt spielt dabei nicht die große Rolle in der Vitaminversorgung.



Rezepte und Anwendungen:

  • Hauptanwendungsgebiet der Birkenblätter ist die Ausnutzung der Harn treibenden Wirkung, wenn es durch Unterfunktionen von Nieren, Leber und Herz zu Ödemen und Wasseransammlungen im Körper kommt.

  • Die Harn treibende Wirkung der Birkenblätter kann auch bei Vorhandensein von Nierensteinen unterstützend wirken, wenn durch Trinkkuren kleine Nierensteine zum Abgang gebracht werden sollen. Nach meinen Erfahrungen am besten viel Wasser trinken (3-4 Liter) je Tag und den Birkenblättertee als Treibmittel einsetzen. Viel Hüpfen und Joggen nicht vergessen. So Purzeln die Steine am besten heraus. Nach 2 Monaten aber spätestens wieder auf normale Trinkmenge von 2 Litern je Tag zurückgehen.

  • Birkenblättertee wird gern zur Unterstützung von Frühjahrskuren eingesetzt, wenn es um die Entfernung von Schlackenstoffen geht. Soll besonders bei unreiner Haut wirksam sein.

  • Auch bei Rheuma, Gicht und Gelenkschwellungen soll der Birkenblättertee sehr unterstützend sein.



Rezept:
Geben Sie 3 bis 4 Esslöffel der zerschnittenen Birkenblätter in einen Topf mit ca. einem halben Liter Wasser und langsam zum Sieden bringen. Nach dem Abkühlen dem Tee eine Messerspitze Natron zufügen und als Ration über den Tag verteilt trinken.

Die Eberesche (Vogelbeere) - Sorbus aucuparia

Die Eberesche, der Vogelbeerbaum, ist sowohl im Berg- als auch im Flachland weit verbreitet. Oft findet man die Bäume auch an Landstraßen. In Gärten und Plantagen angebaut findet man die Edeleberesche.

Eberesche Unterschiede:
Die Blätter der Edeleberesche sind nur an den Spitzen "gezahnt". Am meisten schmeckt man den Unterschied. Die roten Früchte der Eberesche schmecken sauer zusammenziehend, während die Früchte der Edeleberesche größer sind und angenehmsäuerlich schmecken. Hier wurde der Säuregehalt weggezüchtet.
Früchte der Eberesche

Entbittern:
Die Früchte der Eberesche sind nicht unbedingt direkt giftig, was viele Leute noch glauben, aber in größeren Mengen roh verzehrt, kann es zu erheblichen Problemen kommen. Die in den Früchten enthaltenen Parasorbinsäure greift die Verdauungsorgane an und kann zu Erbrechen, Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfällen, Nierenschädigung und zu Hautausschlägen führen. Um die Früchte genießbar zu machen, muss man:

  • Die Früchte gut kochen lange genug kochen, weil dann die Parasorbinsäure zur gut verträglichen Sorbinsäure abgebaut werden. Leider geht durch diesen Kochvorgang der vorher sehr hohe Vitamin-C-Gehalt sehr stark zurück.

  • Man kann aber auch die Früchte vor der Verarbeitung etwa 12-24 Stunden in eine Essiglösung legen, mit 3 Esslöffel. Essig auf einen l Wasser. In saurem Wasser löst sich die Parasorbinsäure besonders gut. Man muss dann nicht sehr lange Kochen.

Anwendung:
Die Anwendung sollte sich hauptsächlich auf die Verwendung der Früchte beschränken. Aber auch den Blättern werden die gleichen Heilwirkungen, wie den Früchten zugeschrieben.

Nach dem Entbittern geben die Früchte eine hervorragende Grundlage für Saft, Gelee und Marmelade ab. Dabei lassen sich die Früchte sehr gut mit Birnen und Pfirsichen verarbeiten, die von Haus aus etwas zu Säure arm sind. Aber auch zu Obstspeisen und Kuchenfüllungen lassen sich die Früchte verarbeiten.
Mein Geheim-Rezept: 1 kg Vogelbeeren und 1 kg Birnen (klein geschnitten) mit einem 1 kg Gelierzucker (2:1) und einem Tütchen Zitronensäure einem großen Topf sprudelnd kochen lassen. Mit dem Pürierstab die Masse zu einem grobem Püree hacken und kochend heiß in Gläser abfüllen. Ergibt einen köstlichen Brotaufstrich!

Gesundheitlich kann man den Mus aus Früchten bei Durchfall verwenden. Während der Saft bei Erkrankungen der Niere, bei Diabetes, Rheumatismus, Störungen des Harnsäurestoffwechsels, der Harnsäureausscheidung, und zur Auflösung von Harnsäureablagerungen angewendet werden kann. Dazu 1 bis 2 Gläser über den Tag verteilt trinken.
Auch wenn ein ganzer Teil des Vitamin C beim kochen verloren geht, ist der Gehalt des Safts immer noch wesentlich größer, als bei einigen Langzeit gelagerten Äpfeln aus dem Supermarkt. Der Saft hilft deshalb besonders gut bei Erkältungen. Aber auch wer unter Rheuma und Gicht leidet, sollte öfter zu den Früchten der Eberesche greifen.

Tipp:
Gut gewaschen lassen sich die Früchte auch einfrieren und später zu Saft, Marmelade, Gelee oder Konfitüre verarbeiten.


Wer dennoch die Blätter der Eberesche einsetzen möchte, sollte 3 bis 4 Esslöffel der getrockneten Blätter mit einem halben Liter Wasser kalt ansetzen und zum Kochen bringen und 5 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen. Tee abgekühlt über den Tag verteilt trinken. Der Tee lässt sich gut bei Husten, Bronchitis und Magenverstimmungen einsetzen.



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