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Birne und Pappel in der Heilung

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Wichtiger Hinweis:
Die nachfolgenden Tipps ersetzen auf keinen Fall eine medizinische Beratung, weil eine Selbstmedikation immer mit Risiko verbunden ist. Auch scheinbar harmlose natürliche Mittel können zu unbeherrschbaren Nebenwirkungen führen. Und wenn es nur eine Kreuzallergie bei Äpfeln ist, um nur ein Beispiel zu nennen.
Beachten Sie auch: Ich gebe meine Tipps aus besten Wissen und Gewissen. In vielen Fällen sind sich aber nicht mal die Experten einig. Das beste Beispiel sind die Ernährungstipps, die sich fast jährlich ändern.

Birne - Pyrus


Die Birne ist kein ausgesprochenes Heilmittel, und wegen ihres unspektakulären Vitamingehalts an Vitamin C leider sehr unterschätzt. Es stimmt sicherlich, dass selbst die meisten heimischen Gartenfrüchte einen höheren Vitamin C Gehalt haben. Was besonders unterschätzt wird, ist der sehr hohe Gehalt an Folsäure, einem Vitamin aus der Gruppe der B-Vitamine, welches oft auch Vitamin M genannt wird. Sein Mangel kann besonders in der Schwangerschaft sehr gefährlich werden. In der Embryonalentwicklung begünstigt ein Folsäuremangel die Entstehung von Neuralrohrdefekten bei neugeborenen Kindern. Aber auch bei Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, wie zum Beispiel der Arteriosklerose, ist eine ausreichende Versorgung mit Folsäure besonders wichtig, weil an Mangel an Folsäure neben Bluthochdruck und zu hoher Cholesteringehalt des Blutes als wichtiges Negativkriterium gilt.

Aber auch der hohe Kaliumgehalt, der entwässernd wirkt, beeinflusst den Blutdruck oft positiv. Der gute Eisengehalt (Blutbildung) und der Phosphorgehalt (stärkt Nervensystem) runden die wertvollen Inhaltsstoffe ab.

Besonders aber die gute Mischung von Mineralstoffen, Spurenelementen und Ballaststoffen, verbunden mit dem niedrigen Säuregehalt der Früchte, macht die Birne zu einer idealen Schonkostfrucht. Leider hat die Birne, auf Grund ihrer schlechten Lagerfähigkeit, nicht die Bedeutung erlangt, wie die Äpfel. Der fehlende Säuregehalt macht leider reinen Birnensaft und auch reines Birnenkompott nicht ganz so schmackhaft, wie vergleichbarer Apfelsaft.



Rezepte und Anwendungen:
Birnen kann man in ausreichenden Mengen essen, ohne eine Überdosierung zu erreichen. Birnen haben auch nicht mehr Zucker als Äpfel, schmecken wegen des geringen Säuregehalts aber süßer. Ganz besonders Schwangeren sei der Genuss von Birnen empfohlen. 2 bis 3 Stück am Tag sollten es schon sein.

Hinweis:
So gut Birnen auch roh schmecken, für die Obstweinbereitung sind Birnen nur bedingt geeignet (Säuremangel) und sollten entweder durch Verschnitt mit säurereichem Obst oder durch Zusatz von Zitronen oder Weinsteinsäure verarbeitet werden. Auch Birnensäfte werden mit Zitronensäure schmackhafter.

Pappel - Populus nigra

Recht unbekannt als Heilmittel ist die Pappel, genauer gesagt sind es die Pappelknospen. Die Pappelknospen enthalten viele Salicylate, die als schmerzlindernd bekannt sind. Diesen Gehalt macht man sich zu nutze, sowohl in Form von Tees, als auch in Form von Bädern. Angezeigt ist die äußerlich Verwendung der Pappel, wenn man nach Muskelkater oder leichten Zerrungen, Verstauchungen oder Verrenkungen Schmerzen hat. Die innere Verabreichung ist angesagt bei leichten entzündlichen Prozessen, wie Rheuma, Gicht oder Blasenentzündungen. Aber auch bei Blähungen, Sodbrennen, Prostatabeschwerden und Übelkeit kann die Verabreichung als Tee Besserung bringen.

Rezepte und Anwendungen:

  • Warme Bäder, die mit einem Sud von Pappelknospen versetzt werden, wirken nicht nur schmerzlindernd, sondern verbessern auch die Durchblutung und beschleunigen die Heilung. Bei Zerrungen sollte das Bad nicht zu warm sein und erst angewendet werden, wenn vorher die schmerzenden Stellen der Zerrung ausgiebig gekühlt wurde und eventuelle Schwellungen zurückgegangen sind. Für ein Vollbad benötigt man einen Sud von einem halben Liter. Zu diesem Zweck wurden 4 Teelöffel Pappelknospen (frisch oder getrocknet) in einem halben Liter Wasser kalt angesetzt und mindestens 1 bis 2 Stunden stehen gelassen. Dann wird das Ganze aufgekocht, durch ein Sieb gegeben und dem Badewasser beigefügt. Bei so einer Anwendung bitte unbedingt keine Seife oder Waschlotion gleichzeitig benutzen!

  • Man man bereitet den Tee zu, in dem man einem gehäuften Teelöffel Pappelknospen in ein Gefäß gibt und mit 1/4 Liter kochendem Wasser überbrüht. Nach 5 bis 10 Minuten abseihen und warm trinken. 2 bis 3 Tassen pro Tag sind ausreichend.

Hinweis zur Ernte:
Die Pappelblüte ist im März oder April. Da die Pappel zweihäusig ist, müssen Sie die weiblichen Bäume suchen, welche die Blüten ausbilden. Nur dort werden Sie fündig. Allerdings sollte man die Ernte der Pappelknospen den Profis überlassen. Da Pappeln bis zu 30 m hoch werden, kann das zu einer sehr riskanten Angelegenheit werden, zumal Pappelholz recht brüchig ist, wie die Pappeln in meiner Umgebung es zeigen.



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