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Erdbeeren, Erdbeerblätter und Heu in der Heilung?

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Wichtiger Hinweis:
Die nachfolgenden Tipps ersetzen auf keinen Fall eine medizinische Beratung, weil eine Selbstmedikation immer mit Risiko verbunden ist. Auch scheinbar harmlose natürliche Mittel können zu unbeherrschbaren Nebenwirkungen führen. Und wenn es nur eine Kreuzallergie bei Äpfeln ist, um nur ein Beispiel zu nennen.
Beachten Sie auch: Ich gebe meine Tipps aus besten Wissen und Gewissen. In vielen Fällen sind sich aber nicht mal die Experten einig. Das beste Beispiel sind die Ernährungstipps, die sich fast jährlich ändern.

Erdbeeren - Erdbeerblätter

Erdbeerpflanze beim Blühen
Die Erdbeeren als leckere Früchte sind wohl kaum aus der Küche wegzudenken. Über die vielen Desserts, Früchtedrinks und Kompotte, die man aus Erdbeeren machen kann, will ich hier nicht schreiben. Da gibt es bereits genügend andere Seiten, die Rezepte dazu zeigen.
Ich möchte mal darauf hinweisen, dass auch den Erdbeeren eine gewisse therapeutische Wirkung zukommt. Nicht nur der hohe Vitamin-C-Gehalt von ca. 65 mg pro 100 g Frischware (mehr als die Zitrone) hilft sehr schnell die Frühjahrsmüdigkeit in den Griff zubekommen, sondern natürliches Vitamin C stärkt nachweislich das Immunsystem und beugt so der gefürchteten Sommergrippe vor.


Der hohe Gehalt an Kalium wirkt sich günstig auf den Wasserhaushalt des Körpers aus und ruft bei vielen Leuten die Senkung eines zu hohen Blutdrucks hervor. Aber Vorsicht, deshalb nicht seine Medikamente absetzen!.
Erdbeeren enthalten aber auch viele sekundäre Pflanzenrohstoffe, wie Ferula- und Ellagsäure, die im Ruf stehen, eine krebsvorbeugende Wirkung zu haben.

Aber nicht nur die Erdbeeren sind interessant. Auch die Erdbeerblätter enthalten Gerbstoffe und relativ viel Vitamin C, auch im getrockneten Zustand. Da Gerbstoffe leicht entzündungshemmend und antibakteriell wirken, gibt man getrocknete Erdbeerblätter gern in Hausteemischungen (z.B. mit Apfelschalen und Brombeerblättern) in kleinen Menge zu. Die therapeutische Wirkung der Erdbeerblätter soll allerdings gering sein.

Voraussetzung für eine gute Wirksamkeit ist die Herkunft aus biologischem Anbau. Besonders ausländische Früchte sind oft mit Pestiziden verseucht und schaden der Gesundheit mehr, als die guten Inhaltsstoffe nutzen.

Vorsicht bei Walderdbeeren!
Zwar sind Walderdbeeren sowohl im Geschmack als auch in der Wirkung Zop, bergen aber auch gewisse Risiken, die nicht unterschätzt werden sollten! Nicht nur das man sich beim Pflücken im Wald doch mal schnell eine Zecke aufhalsen kann, ist vor allem die Gefahr durch Eier des Fuchsbandwurms sehr groß. Leider bekommt man die Eier beim normalen kurzen Abspülen meist nicht völlig weg!

Behandlung!
Egal ob Garten- oder Walderdbeere, die Früchte immer mit Stiel pflügen, und diesen erst nach dem Waschen entfernen. Wussten Sie schon? Im botanischen Sinne sind die eigentlichen Erdbeerfrüchte die kleinen Körnchen, die in den Vertiefungen sitzen!

Heu zum Wohlfühlen

Heu
Heukuren und Anwendungen kommen ja immer mehr in Mode. Es gibt immer mehr Anwendungen in Form von Bädern, Kissen, Wickeln und Aufgüssen.

Voraus stellen muss man, dass die Wirksamkeit der Heukuren, nur auf Erfahrungsberichten beruht und wissenschaftlich nicht erwiesen ist.

  • Ungeeignet sind Heukuren bei Verletzungen der Haut, sowie rheumatischen Entzündungen.
  • Alle Heuanwendungen, die mit Nässe und Feuchtigkeit einhergehen, sind meist sogar auch bei Allergikern unproblematisch.
  • Trotzdem rate ich jedem Pollenallergiker, vorher seinen behandelnden Arzt über die voraussichtliche Anwendung zu informieren.
  • Wer allergisch auf Schimmelpilze reagiert, sollte von Heuanwendungen absehen.

Viele Heuanwendungen bringen allerdings aus einem ganz anderem Grund nicht immer Erfolg.

Ist jedes Heu geeignet?

Hier muss ein ganz klares Nein kommen. Offensichtlich geht die Wirkung weniger von dem einfachen Gräsern aus, wie sie besonders Wirtschafts- und Zierrasen zufinden sind, sondern eher von in "mageren" Wiesen viel vorkommenden Kräutern, wie gelber Arnika, Sauerampfer, Waldwitwenblume, Schafgarbe und Gänsefingerkraut um nur einige zu nennen. Gute Heuanwendungen enthalten bis zu 70 verschiedene Kräuterarten. Heu von künstlich gedüngten Wiesen und Intensivweiden (Kühe, Schafe) sind vollkommen ungeeignet.
Wichtig ist auc, dass die Wiese zum richtigen Zeitpunkt geschnitten wurde und das Heu intensiv getrocknet wurde. Zu feuchtes heu bildet Schimmel und ist völlig ungeeignet.

Welche Anwendungen gibt es?

  • Beim Heuwickel bzw. Heublumensack wird das Heu in ein Kissen aus Nesselstoff gesteckt und vor der Anwendung in heißem Wasser eingeweicht, oder das Heu wird im Sack nur kurz befeuchtet und wird dann 20 Minuten gedämpft.
    So vorbereitet wird das Heukissen bei Verspannungen (Nacken, Rücken) oder verkrampften Magen auf die schmerzende Stelle aufgelegt. Zusätzlich wird der gesamte Körper mit einer zusätzlich Decke schön eingepackt. Eine halbe Stunde sollte man so schon liegen. Wenn der Wickel noch warm ist, kann man die Zeit bis 90 Minuten ausdehnen. Neben der Wärme und der Einwirkung der ätherischen Öle der Wiesenkräuter wirkt natürlich auch die Ruhe sehr entspannend.

  • Beim Heubad liegt man in einer mit viel Heu gefüllten Wanne mit warmen Wasser. Besonders wirksam, wenn der ganze Körper verspannt ist.

  • Nicht jedermanns Sache ist eine andere Form des Heubads. In einem warmen Raum wird man direkt mit Heu eingepackt und mit einer Decke gut eingewickelt. Da es ganz schön piekst und auch zu regelrechten Hautreizungen kommen kann, ist so eine Anwendung nicht unbedingt sehr angenehm. Obwohl es die Urform der Heuanwendung ist, denn die positiven Wirkungen wurden ja beim Schlafen im Heu gefunden, wenn man doch mal in der Scheune übernachten musste.


Solche Heuanwendungen sollte man nur in anerkannten Einrichtungen durchführen. Dort weiß man auch, woher das Heu stammt und das es auch chemisch unbehandelt ist. Für die Hausanwendung sollte man die Heukissen in der Apotheke kaufen. Es bringt keinen Vorteil, das Heu in seinem Kleingarten vom Grasschnitt zu gewinnen.

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