Home Ernährungstipps Fitnesstipps Gesundheitstipps Hoteltipps Wasser Wohlfühlen Kräuterfibel Kochen Sparen


Brombeeren und Himbeeren in der Heilung

  Zurück

 

Wichtiger Hinweis:
Die nachfolgenden Tipps ersetzen auf keinen Fall eine medizinische Beratung, weil eine Selbstmedikation immer mit Risiko verbunden ist. Auch scheinbar harmlose natürliche Mittel können zu unbeherrschbaren Nebenwirkungen führen. Und wenn es nur eine Kreuzallergie bei Äpfeln ist, um nur ein Beispiel zu nennen.
Beachten Sie auch: Ich gebe meine Tipps aus besten Wissen und Gewissen. In vielen Fällen sind sich aber nicht mal die Experten einig. Das beste Beispiel sind die Ernährungstipps, die sich fast jährlich ändern.

Brombeeren (Rubus fruticosus agg.)

Brombeerpflanze
Die Brombeeren (im Bild Blüte und noch unreife Früchte) stammen aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Die Brombeeren werden natürlich hauptsächlich wegen ihrer wohlschmeckenden Früchte geschätzt. Sind aber auch wegen ihres hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalts für die Gesundheit als so genannte Zufuhrsdroge wertvoll, besonders wenn sie roh frisch gegessen werden. Die Früchte werden aber auch häufig in der Küche zu Marmelade, Gelee, Kompott oder Saft verarbeitet. Aus dem Saft der Früchte lassen sich Wein und Schnaps herstellen. Allerdings ist die Weinbereitung wegen des geringen Säuregehalts sehr problematisch und benötigt etwas Erfahrung.

Wichtig bei der Ernte: Brombeeren reifen nicht nach. Die Früchte müssen sich gut von der Pflanze lösen (nur die schwarze Farbe ist kein Zeichen der Reife!), dann sind reif geschmacklich am wertvollsten. Muss man die Früchte regelrecht abzerren, lässt der Geschmack sehr zu wünschen übrig.
Haltbarmachung:
Brombeeren eignen sich nur bedingt zum Einkochen. Der Farbstoff geht nach dem Einkochen fast vollständig in den Saft über und hinterlässt sehr unansehliche Früchte (mit geschlossenen Augen essen). Aus diesem Grund sind Brombeeren leider auch im Rumtopf nur ein Notbehelf. Auch an eingefrorenen Früchten hat man nicht viel Freude, wenn man den Zeitpunkt verpasst. Auch hier werden die Früchte schnell unansehnlich.

Brombeerblätter:
Insbesondere die Brombeerblätter werden als Tee heilkundlich in wenigen Fällen benutzt. Gesammelt und anschließend getrocknet werden die Triebspitzen und Blätter der jungen Triebe von Mai bis September.
Fermentation:
Aus geschmacklich und visuellen Gründen werden Brombeerblätter für Tee oft fermentiert. Dazu lässt man die Blätter 24 Stunden welken. Die angewelkten Blätter werden mit einem Nudelholz gerollt und mit etwas Wasser vorsichtig angefeuchtet. Diese Masse gibt man in ein Leinensäckchen und lässt sie 48 Stunden an einem warmen Ort gären. Danach die Masse schnell und gut trocknen, damit keine Schimmelbildung eintritt. In gut schließendem Gefäß den Tee aufbewahren. Die Fermentation verbessert nicht die heilkundliche Verwendung.
  • Brombeertee
    gegen Durchfall. E Teelöffel Brombeerblätter (getr.) und 1 Teelöffel Kamille mit einem 1/4 l Wasser überbrühen und 10 Minuten köcheln lassen. Nach abseihen warm verwenden.

  • Bei Heiserkeit, Halsschmerzen und bedingt auch bei Zahnfleischentzündungen hilft Gurgeln bzw. Spülen mit lauwarmen Brombeersaft oder mit o.g. Tee.

  • Bei Husten den Brombeersaft trinken. Menge spielt nicht die Rolle, aber 3 mal 1 Glas pro Tag sind ausreichend.

  • Die blutreinigende bzw. Blutzucker senkende Wirkung ist wissenschaftlich nicht belegt und kann nur als unterstützende Therapie wirken.



Haustee:
Bei der Zubereitung des Haustees aus Brombeerblättern braucht man den Tee nur überbrühen und 5 Minuten ziehen lassen. Dadurch lösen sich weniger Gerbstoffe aus den Blättern und der Tee schmeckt angenehmer. Bei der heilkundlichen Verwendung wird deshalb der Tee 10 Minuten gekocht, damit sich die Gerbstoffe lösen, weil die Gerbstoffe die heilende Wirkung haben!

Vorsicht bei Wildfrüchten!
Wildfrüchte sind oft mit Eiern des gefährlichen Fuchsbandwurms verseucht, die sich leider auch durch intensives abwaschen nicht immer beseitigen lassen. Wildfrüchte deshalb nur zu Gelee, Marmeladen und abgekochten Saft verarbeiten!

Himbeere (Rubus idaeus)

Himbeerpflanze
Himbeeren gehören zu den Rosengewächse (Rosaceae). Die Brombeeren werden natürlich hauptsächlich wegen ihrer wohlschmeckenden Früchte geschätzt. Sind aber auch wegen ihres hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalts (Vitamin C 25 mg) für die Gesundheit als so genannte Zufuhrsdroge wertvoll, besonders wenn sie roh frisch gegessen werden. Die Früchte werden aber auch häufig in der Küche zu Marmelade, Gelee, Kompott oder Saft verarbeitet. Wenn man nicht alle Früchte frisch essen kann, dann ist Einfrieren die beste Verarbeitungsart, weil vor allem die wertvollen Vitamine erhalten bleiben. Für mich zählen die Himbeeren zu den wohlschmeckensten Früchten überhaupt.
Meine Spezialität:
Die eingefrorenen Himbeeren leicht mit Zucker überstreuen und wenn sie gerade nicht mehr gefroren sind in eine Sektschale geben und mit Sekt auffüllen. Eine wahre Köstlichkeit.


Die Verwendung der Himbeeren zu heilkundlichen Zwecken ist ähnlich wie bei den Brombeeren. Jedoch ist die Wirkung weit geringer. Zusätzlich ergeben sich folgende Anwendungen:

  • Himbeertee
    bei Bauchbeschwerden. Ein Teelöffel Himbeerblätter (getr.) und 1 Teelöffel Kamille mit einem 1/4 l Wasser überbrühen und 10 Minuten köcheln lassen. Nach abseihen warm verwenden.

  • Die heilende bei Krebserkrankungen (wegen des Gehalts der Himbeeren an Anthocyane und Ellagsäure) ist keines Falls erwiesen.


Himbeerblätter sollte man eigentlich nur noch zu Geschmackszwecken in Haustees verwenden. Dabei sollte man z.B. ein Verhältnis von 7 Teilen Brombeerblätter zu 3 Teilen Himbeerblätter wählen.

Vorsicht bei Wildfrüchten!
Wildfrüchte sind oft mit Eiern des gefährlichen Fuchsbandwurms verseucht, die sich leider auch durch intensives abwaschen nicht immer beseitigen lassen. Wildfrüchte deshalb nur zu Gelee, Marmeladen und abgekochten Saft verarbeiten!

Zurück Seitenanfang
Home Ernährungstipps Fitnesstipps Gesundheitstipps Hoteltipps Wasser Wohlfühlen Kräuterfibel Kochen Sparen