Home Ernährungstipps Fitnesstipps Gesundheitstipps Hoteltipps Wasser Wohlfühlen Kräuterfibel Kochen Sparen


Die Kartoffel in der Heilung

  Fenster schließen

 

Wichtiger Hinweis:
Die nachfolgenden Tipps ersetzen auf keinen Fall eine medizinische Beratung, weil eine Selbstmedikation immer mit Risiko verbunden ist. Auch scheinbar harmlose natürliche Mittel können zu unbeherrschbaren Nebenwirkungen führen. Und wenn es nur eine Kreuzallergie bei Äpfeln ist, um nur ein Beispiel zu nennen.
Beachten Sie auch: Ich gebe meine Tipps aus besten Wissen und Gewissen. In vielen Fällen sind sich aber nicht mal die Experten einig. Das beste Beispiel sind die Ernährungstipps, die sich fast jährlich ändern.

Kartoffel

Die Kartoffel zählt ja zu unseren Grundnahrungsmitteln und wird kaum mit medizinischer Wirkung in Verbindung gebracht. Selbst als Lieferant von wichtigen Vitaminen und Mineralien wird die Kartoffel unterschätzt und war lange zeit sogar als "Dickmacher" verschrien (zu unrecht). Auch ohne Erkrankungen enthält die Kartoffel viel Gesundes, wie leicht verdauliche Kohlenhydrate in Form von Stärke (die Energiespender) hochwertiges Eiweiß und eine Reihe essentieller Aminosäuren (vor allem Lysin), die als wichtige Aufbaustoffe für Muskeln und Organe dienen, sowie 11 verschiedene Vitamine, insbesondere Vitamin C und Stoffwechselvitamine der B-Gruppe, die für körperliches Wohlbefinden und geistige Leistungsfähigkeit sorgen. Mehr als 15 verschiedene Mineralstoffe (z. B. Kalium zur Schlackenausschwemmung, Eisen, Magnesium, Calcium, Phosphor) runden das Ganze ab. Schon daraus kann man ersehen, dass auf Grund der vielen Inhaltsstoffe auch eine medizinische Wirkung vorliegen muss.

  • Die Kartoffel ist ein sehr gutes Pflegemittel für die Haut. Rohe Kartoffeln schälen und reiben (wer es eilig hat kann auch die Kartoffelscheiben nehmen) und den Brei auf die Haut auftragen und 20 Minuten wirken lassen. Anschließend den Brei mit einem feuchten Tuch abnehmen und mit Wasser nachspülen. Insbesondere in Gesicht und am Dekolletee wird die Haut mit Feuchtigkeit versorgt an glättet kleine Hautfältchen. Bei Augenlidern aber nur Kartoffelscheiben auflegen.

  • Rohe Kartoffelscheiben aufgelegt lindern bei Augenschwellungen und auf die Stirn gelegt können auch bei Kopfschmerzen helfen.

  • Spartipp: Wenn die Kartoffeln vorher gut sauber gebürstet wurden, reicht es auch, wenn man dick geschnittene Kartoffelschalen auflegt. Da muss eben das normale Kartoffelgericht eben 20 Minuten warten.

  • Bei einem Magengeschwür tut es gut, wenn rohen Kartoffelsaft mit Wasser verdünnt zu trinkt. Am besten mit einem Entsafter aus rohen Kartoffeln herstellen.

  • Die Ballaststoffe der Kartoffeln tragen zur Förderung der Verdauung bei.

  • Der Kartoffelbrei hilft bei Magen- und Darmkatarrh. Es wird empfohlen, 2-3 Tage Kartoffelbrei in kleinen Portionen zu sich zu nehmen, dabei aber wenig würzen, insbesondere mit wenig Salz und keine Fettigkeit zugeben.

  • Der Kartoffelbrei hilft bei Magen- und Darmkatarrh. Es wird empfohlen, 2-3 Tage Kartoffelbrei in kleinen Portionen zu sich zu nehmen, dabei aber wenig würzen, insbesondere mit wenig Salz und keine Fettigkeit zugeben.

  • Ein altes Hausrezept hilft bei Stirnhöhlenvereiterung. Kochen Sie Kartoffelschalen und nehmen Sie mit dem heißen Kochwasser ein Gesichtsdampfbad.

  • Eine weitere Möglichkeit ist es, sehr dicke Kartoffelschalen (vorher gut waschen) zu kochen, diese abzusieben und das Wasser zu trinken. Dabei soll das Kartoffelwasser soll nicht gesalzen werden, und es muss basisch sein. Kann man mit Indikatorpapier überprüfen.
    Die Dosierung hängt davon ab, ob das Kartoffelwasser vorbeugend oder heilend angewendet werden soll. Zur Vorbeugung trinkt man jeden Morgen ein Glas auf leeren Magen, während an Gicht Erkrankte 1/2-1 Liter im Laufe des Tages zu sich nehmen sollten.

  • Roher Kartoffelsaft mit Öl vermischt ist ein gutes Mittel bei Verbrennungen (keine offenen Wunden) und Sonnenbrand.

  • Wer häufig unter Sodbrennen leidet, sollte öfter Kartoffeln essen. Der Mineralstoffgehalt neutralisiert etwas die zu starke Magensäure. In akuten Fällen hilft Presssaft (am besten aus der Apotheke), oder ein Stück geschälter rohe Kartoffel sehr intensiv Kauen und dann erst schlucken (Grünen Stellen nie verwenden!).

  • Ein warmer Kartoffelumschlag aus Pellkartoffeln hilft bei einigen Problemen, wie Halsschmerzen, rheumatischen Beschwerden und Sehnenscheidenentzündungen, aber auch bei Hautleiden, Durchblutungsstörungen und Entzündungen bei Bauchschmerzen und Krämpfen und Blasenentzündungen. Hilft aber auch bei Ischias, Rheuma und hartnäckigen Husten.
    Um den Kartoffelumschlag herzustellen, werden 300 g Kartoffeln gekocht und zu einem heißen Brei zerdrückt. Der "Kartoffelbrei" wird dick auf ein trockenes Leinentuch gestrichen. Auf der schmerzenden Stelle liegt der Umschlag bis er abgekühlt ist. In manchen Rezepten wird die Verwendung geschälter Kartoffeln empfohlen.

  • Pflanzentipp: Kartoffelschalen mit Wasser aufgießen und aufkochen. Nach Abkühlen lässt sich die Brühe gut gegen Schildläuse an Pflanzen einsetzen.

Vorsicht vor Vergiftungen

Auch wenn die Kartoffel millionenfach im Haushalt verwendet wird, muss doch auf mögliche Vergiftungen achten. Wie bei allen Nachtschattengewächsen sind auch bei Kartoffeln alle grünen Pflanzenteile, vom Blatt über den Fruchtstand an der Pflanze giftig, weil sie Solanin enthalten. Aber auch die grünen Stellen an der Schale (zuviel Licht) und die Keime (Augen beim Schälen großzügig entfernen) enthalten das Gift. Deshalb beim Kartoffel schälen immer grüne Stellen großzügig wegschneiden, insbesondere wenn die Kartoffelschalen weiter verwendet werden sollen. Wichtig zu wissen, dass das Gift durch kochen nicht zerstört wird und teilweise ins Kochwasser übergeht, wichtig, wenn das Kochwasser (kartoffelschalen) innerlich verwendet werden soll. Auch bei Pellkartoffeln Keime und grüne Stellen immer wegschneiden.

Kartoffelvergiftungen darf man nicht verharmlosen, denn sie können bis zum Tode führen. Einige Stunden nach der Aufnahme bekommt man ein Brennen und Kratzen im Mund-, Hals- und Rachenbereich zustande. Eine rote, trockene und heiße Haut, Übelkeit, Erbrechen und heftige und übel riechende Durchfälle treten auf. Der erbrochene Mageninhalt hat oft eine gallige Färbung. Neben Bewusstseinsstörungen kommen auch Kopfschmerzen, Schweißausbrüche und Augenflimmern vor, manchmal mit optischen Täuschungen verbunden. Krämpfe sind bei dieser Vergiftung nur selten zu erkennen. Der Tod tritt meist bei voll erhaltenem Bewusstsein durch eine Atemlähmung ein.

Es muss sofort ein Notruf abgesetzt und Kontakt mit einer Gift-Notrufzentrale (Verzeichnis nach Bundesländern hier! oder einer örtlichen Notrufzentrale oder des örtlichen Krankenhauses hergestellt werden. Gabe von medizinischer Kohle erst nach Kontakt mit einem Arzt vornehmen und auf keinen Fall eigenmächtig geben!

Der Kartoffeltipp

Bei Feiern werden gern Kartoffelsalate gereicht. Und was passiert mit den Kartoffelschalen? Werden meist weggeworfen. Besser: Kartoffeln gut waschen, mit einem Messer dick schälen und die Kartoffeln für den Salat beiseite legen. Friteuse auf 180 Grad erhitzen und die Kartoffelschalen hinein geben. Wenn sie kross und goldgelb sind, mit einer Schaumkelle herausheben, auf Küchenpapier-Papier abtropfen lassen und in eine Schale geben. Mit Salz, Pfeffer, Paprika, großzügig würzen. Mit Kräuterquarkdip (mit viel Zwiebel und Knoblauch) und einem knackigen Salat servieren.

Fenster schließen Seitenanfang
Home Ernährungstipps Fitnesstipps Gesundheitstipps Hoteltipps Wasser Wohlfühlen Kräuterfibel Kochen Sparen