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Spitzwegerich und Meerrettich in der Heilung

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Wichtiger Hinweis:
Die nachfolgenden Tipps ersetzen auf keinen Fall eine medizinische Beratung, weil eine Selbstmedikation immer mit Risiko verbunden ist. Auch scheinbar harmlose natürliche Mittel können zu unbeherrschbaren Nebenwirkungen führen. Und wenn es nur eine Kreuzallergie bei Äpfeln ist, um nur ein Beispiel zu nennen.
Beachten Sie auch: Ich gebe meine Tipps aus besten Wissen und Gewissen. In vielen Fällen sind sich aber nicht mal die Experten einig. Das beste Beispiel sind die Ernährungstipps, die sich fast jährlich ändern.

Spitzwegerich - Plantago lanceolata

SpitzwegerichDen Spitzwegerich hat bestimmt schon jeder auf einer Wiese stehen sehen, mit seinen lanzettenförmige Blättern und den ganz unscheinbaren Blütenköpfen. Beim Sammeln muss man etwas Obacht geben, damit man ihn nicht mit dem breiten und mittlerem Wegerich (mehr Gartenunkraut, zumindest bei mir) verwechselt, die zwar auch etwas therapeutisch wirken, aber bei weitem nicht wie der Spitzwegerich. Gesammelt werden die Blätter (nicht drücken) im Zeitraum Juni bis September und anschließend gleich im Schatten gut getrocknet.

  • Die Inhaltsstoffe wie Kieselsäure Glykoside, Flavone machen den Spitzwegerich zu einer wertvolle Heilpflanze.

  • Der frische Presssaft wurde früher bei schlecht heilenden Wunden und Stichen von Wespen, Bienen und Skorpionen eingesetzt.

  • Als Tee wird Spitzwegerich insbesondere als blutreinigendes und harntreibendes (zusammen mit Zinnkraut) Mittel verwendet.

  • Spitzwegerich wirkt aber auch appetitanregend, krampflösend und entzündungshemmend. Deshalb die breite Palette der Anwendung bei Appetitlosigkeit, Blähungen, kolikartigen Beschwerden, sowie bei Katarrhen der Luft und Atemwege (hier ist der gekaufte Spitzwegerichsaft oder -sirup besser, insbesondere bei Kindern).



Anwendung als Tee: 3 Teelöffel in eine Tasse geben und kochendes Wasser aufschütten, gleich warm trinken, ca. 3 Tassen je Tag.

Spitzwegsaft 2 stündlich einen Esslöffel.

Bei Mückenstichen:
Für ein Mückenstichpflaster einige Blätter pflücken und zu einer dichten Kugel kneten. Den dabei austretenden Saft auf dem Mückenstich verteilen.

Meerrettich - Cochlearia armoracia

MeerrettichDen Meerrettich kennen die meisten Leute nur als weiße Masse im Glas der scharf ist und sehr gut zu fettigen Speisen passt. Damit jeder mal die Pflanze sieht, habe ich sie gleich mal im Bild gezeigt. Man findet den Meerrettich noch verwildert an Fluss- und Bachläufen, aber in großem Maße wird die nur verwendete Meerrettichwurzel in Gärten und auf Feldern angebaut. Neben den Vitaminen und Mineralstoffen, sind es vor allem die Senföle, die nicht nur den scharfen Geschmack ausmachen, sondern auch die therapeutische Wirkung hervorrufen.

Die appetitanregende und Verdauung fördernde Wirkung ist ja besonders in der Küche schon ständig praktiziert. Gerade weil die Verdauungsdrüsen angeregt werden, passt Meerrettich eben sehr gut zu fette Fleischgerichten, aber auch zu feinem Fisch.
Weniger bekannt sein dürfte, dass die Senföle des Meerrettichs im Körper eine stark desinfizierende Wirkung haben. Dabei werden sogar Bakterien, Viren und Pilze abgetötet. Und dass nicht nur im Darm, sondern mit dem Blutstrom werden die Senföle sogar bis in Organe wie Lunge und Blase getragen und entfalten dort ihre Wirkung. Ein Apothekerzeitung berichtete neulich sogar, dass die Wirkung so stark ist, dass Harnwegsinfekte mit frischem Meerrettich (oder konzentrierten Tabletten aus Meerrettich) besser geheilt werden können, als mit Antibiotika, mit dem Vorteil, das Meerrettich keine Resistenzen bei Bakterien hervorrufen. Allerdings nie Antibiotika ohne Rückfrage beim Arzt weglassen oder nicht mehr weiter einnehmen! Das kann gefährlich werden. Auf alle Fälle hält viel frischer Meerrettich Ihr Immunsystem fit und sollte eigentlich täglich auf den Tisch kommen, je frischer, desto besser.

Auf Grund der o.g. Wirkungen ist Meerrettich auch bei Katarrhen der Atemwege sehr gut einsetzbar.
Äußerlich angewendet wirkt Meerrettich bei entzündlichen Prozessen und bei Nackenschmerzen.

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