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Richtiges Verhalten bei Unfällen

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Bei Unfällen, speziell bei Verkehrsunfällen, kann man vieles falsch machen, dass später nicht nur Unannehmlichkeiten bereiten kann, sondern auch ins Geld gehen kann. Deshalb hier meine Tipps:

Ruhe bewahren!

Leichter gesagt als getan. Sicher muss man nach vielen Unfällen schnell handeln, aber wer kopflos handelt macht oft erst recht etwas falsch. Nach dem Unfall wirklich erst mal tief Luft holen und sich die Dinge aktiv ins Gedächtnis rufen, die man machen muss. Dann muss man sich die Übersicht verschaffen, was überhaupt passiert ist, mit dem Schwerpunkt: Gibt es Verletzte? Denn danach richten sich oft weitere Maßnahmen.

Unfallstelle sichern

Wenn es schon zu einem Unfall gekommen ist, lautet der erste Grundsatz: Unfallstelle sichern! Oft kommt es nach Bagatelleunfällen erst zu schweren Unfällen, weil nachfolgende Fahrzeuge in die Unfallstelle krachen. Das gilt auch, wenn Sie allein am Unfallort sind. Es hilft dem Verletzten nicht, wenn jemand in die Unfallstelle kracht. Es geht also nicht nur um den eigenen Schutz!

Bei Verletzten

Wichtig ist, sich erst mal einen Überblick über die Anzahl und der Schwere der Verletzungen vertraut zu machen. Wenn abzusehen ist, dass ein Arzt gebraucht wird, erst den Notruf absetzen dann Hilfemaßnahmen starten. Aber auch hier gibt es durchaus Ausnahmen. Wenn durch beim Unfall ein Feuer ausgebrochen und / Oder gar Explosionsgefahr droht, dann wirklich erst den Verunfallten aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich bringen.
Ist der Notruf abgesetzt die erste Hilfemaßnahmen einleiten. Auch dabei wieder an die Sicherheit denken. Wenn Sie einschätzen, der Verletze kann problemlos transportiert werden, dann den Verletzten möglichst runter von der Fahrbahn zu holen, bei Vorhanden sein von Absperrungen, bis hinter die Absperrung.
Wiederbelebungsmaßnahmen solange durchführen, bis ein Arzt den Tod festgestellt hat!

Polizei rufen!

Wenn es Verletzte gibt, auch scheinbar nur sehr leicht Verletze, immer die Polizei rufen. Aber auch bei scheinbaren Bagatelleunfällen kann das Polizeirufen sehr nützlich sein, weil damit eine bessere Dokumentation gewährleistet ist, was später bei der Schadensabwicklung sehr wichtig sein kann und echt Kohle kosten kann.
Hinweis: Aufpassen müssen Sie in Österreich, denn das werden Gebühren fällig, wenn die Polizei bei einem Bagatelleunfall gerufen wird.

Zeugen sichern!

Schon beim ersten Aussteigen nach einem Unfall kurz das Umfeld mustern, ob den Unfall Zeugen mitbekommen haben. Dabei sollte man die Zeugen auffordern, sich bei den Erste Hilfemaßnahmen zu beteiligen. Das hat den Vorteil, das die Zeugen am Unfallort verbleiben und später auch ihren Beobachtungen zu Protokoll geben können. In jedem Fall sollte man versuchen, Namen und Telefonnummern von Zeugen festzuhalten. Es ist immer hilfreich, sich Auffälligkeiten von Zeugen einzuprägen. Im Zweifelsfall kann es in einer Anzeige später gut sein zu sagen, die Dame mit dem grünen Mantel und dem roten Hut möchte sich doch mal bei der Polizei melden. Ich weiß, es ist nicht leicht, sich alles zu merken. Deshalb den nächsten Punkt beachten:

Unfall dokumentieren

Über das Sichern von Zeugen wurde schon etwas gesagt. Ideal ist, wenn man mit einer Kamera die Bedingungen am Unfallort aus mehreren Blickwinkeln aufnehmen kann. So eine billige Wegwerfkamera im Auto zu haben ist da eine kleine, aber sehr nützlich Investition. Unabhängig von der Polizei sollte man sich selbst eine detaillierte Unfallskizze machen und geschätzte (abschreiten) Entfernungen eintragen. Schauen Sie ruhig auch mal, wenn möglich, auf die Aufzeichnungen der Polizei. Auch Beamte können sich irren. Aber was dort einmal dokumentiert ist, kann nachträglich kaum mehr geändert werden.

Zur Dokumentationspflicht gehört natürlich, dass alle am Unfall direkt oder indirekt betroffenen Personen namentlich mit Anschrift und Telefonnummer erfasst werden. Ganz besonders wichtig bei Bagatellunfällen, wenn man auf die Polizei verzichtet. Der Fahrer muss nicht auch der Halter sein! In jedem Fall versuchen die Versicherungsdaten der Unfallbeteiligten (Versichertennummer) vollständig zu erfassen.

Keine Zahlungen und Zugeständnisse.

Am Unfallort gilt es in einem Punkt immer die Klappe zu halten. Und wenn der Unfall noch so scheinbar sonnenklar war, kein Schuldzugeständnis, weder gegenüber der Polizei noch den Unfallbeteiligten. Zum Problem in Deutschland werden zurzeit mit Absicht herbeigeführte Unfälle wegen Versicherungsbetruges. Da ist ein Schuldeingeständnis nicht gerade hilfreich, die wahren Ursachen zu ermitteln. Im Zweifelsfall immer einen Rechtsanwalt hinzuziehen.

Auch bei der Polizei kein Verwarngeld direkt vor Ort bezahlen. Das kommt einem Schuldeingeständnis gleich. Es ist schwierig, ein gezahltes Bußgeld zurück zu holen.

Versicherungen informieren!

Gewöhnen Sie sich an, jeden Unfall Ihrer Versicherung zu melden, auch dann, wenn Sie der Meinung sind, Sie waren nicht schuldhaft. Wenn die Gegenseite einen cleveren Rechtsanwalt hat, kann es für Sie noch zum schuldhaftverursachten Haftpflichtfall werden. Dann kommen Sie in Erklärungsnöte, weil der Unfall nicht binnen einer Woche ihrer Versicherung gemeldet wurde!

Rechtsrat holen!

Ist die Schuldfrage nicht eindeutig zu klären, unbedingt Rechtsrat einholen. Nicht alle Bestimmungen sind für den Laien verständlich. Eine falsch geklärte Schuldfrage kostet im Endeffekt oft große Summen, da ist man schnell mal im 4-stelligen Bereich. Auch sollte man nicht vorschnell bei Kaskofällen die Versicherung beauftragen, den Unfall zu regulieren. Immer erst nachrechnen lassen, ob man nicht mit dem Selbstbezahlen seinen guten Kfz-Rabatt rechnet.

Fazit

Bei Unfällen lauern viele Fallen, bei denen man sehr schnell viel Geld lassen kann. Sollten Ihnen Fehler bei meinen Tipps auffallen, bitte ich um einen Hinweis. Danke. Kontakt



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