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Bade-Tipps für den sicheren Aufenthalt im Wasser

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Wichtiger Hinweis:
Die nachfolgenden Tipps ersetzen auf keinen Fall eine medizinische Beratung, weil eine Selbstmedikation immer mit Risiko verbunden ist. Auch scheinbar harmlose natürliche Mittel können zu unbeherrschbaren Nebenwirkungen führen. Und wenn es nur eine Kreuzallergie bei Äpfeln ist, um nur ein Beispiel zu nennen.
Beachten Sie auch: Ich gebe meine Tipps aus besten Wissen und Gewissen. In vielen Fällen sind sich aber nicht mal die Experten einig. Das beste Beispiel sind die Ernährungstipps, die sich fast jährlich ändern.

Bei sommerlicher Hitze stürzt man sich gern mal in die Fluten, um sich so richtig abzukühlen. Doch die Vorsicht bleibt oft genug außen vor. Baden, egal ob im Meer, im Baggersee oder im Schwimmbad: Ganz ohne Gefahren geht es nicht ab. Wenn man sie kennt, kann man sie eventuell abwenden:

Der Gang ins Wasser

So schön ein Sprung ins kühle Wasser ist, vorher gilt es einiges zu beachten. Und leider werden diese Selbstverständlichkeiten oft aufs gröbste missachtet.

  • Springen Sie nie in Gewässer, deren Tiefe Sie nicht vorher selbst geprüft haben oder bei denen Sie auf Grund der Bauart in öffentlichen Badeanstalten von einer geprüften Tiefe ausgehen können.
    Die häufigsten Unfälle passieren doch in Baggerseen, weil man die Tiefenverhältnisse nicht kannte. Tragisch ist oft, man kannte vielleicht die Stelle noch vom vorigen Jahr und wusste nicht, dass an diesem See Arbeiten durchgeführt wurden, die sich auf die Tiefe auswirkten.

  • Gehen Sie nie in der Nähe von Brücken und Wehren ins Wasser. In diesen Bereichen entstehen oft Strudel, die auch der Kraft guter Schwimmer spielemd widerstehen.
    Völlig unterschätzt werden Deutschlands Wasserstraßen, egal ob Flüsse (Rhein, Elbe, Weser) oder gar Kanäle. Die von den Schiffen ausgelösten Unterströmungen treten oft noch auf, wenn die Schiffe scheinbar schon weg sind!

  • Der Gang ins Wasser sollte immer nur erfolgen, wenn man sich vorher abgekühlt hat. Auch Personen mit scheinbar stabilen Kreislauf sind nach so einem Sprung schon an Herzschlag gestorben. Die paar Sekunden, um wenigstens den Oberkörper mit etwas Wasser abzukühlen, hat wohl jeder.

  • In Schwimmbädern und Schwimmhallen gehört es einfach zur Hygiene, dass man sich vorher gründlich abduscht. Wenn sich jeder daran halten würde, könnte manches Desinfektionsmittel gespart werden. Vor allem Kinder sollte man anhalten, vorher nochmals auf Toilette zu gehen, damit nicht ins Badewasser uriniert wird.

  • In unbeaufsichtigten Gewässern möglichst nicht allein schwimmen, und dabei möglichst in Ufernähe bleiben. Nie weiter raus schwimmen, als der Badebereich angegeben ist.

  • An unbewachten Meeresabschnitten nicht baden, oder sich vorher bei Einheimischen erkundigen. Oft sieht man gefährliche Unterströmungen nicht, die auch erfahrene Schwimmer so weit rausziehen, dass eine Rückkehr zum Strand nicht mehr möglich ist.


  • Mit vollgeschlagenem Bauch nach üppigen Essen kann man zwar etwas im seichten Wasser planschen, aber in so einem Zustand schwimmt man nicht weit in einen See oder aufs Meer raus.

  • Oft werden auch die Temperaturen unterschätzt und nach starker Unterkühlung schwinden einem oft schnell die Kräfte.


Sie sehen, alles Banalitäten, die zu Tausenden nicht beachtet werden und immer wieder zu schweren Badeunfällen oft mit tödlichem Ausgang führen!

Probleme mit der Blase

Neben den Badeunfällen sind Probleme mit der Blase oft eine der Hauptursachen, wenn man sich nach dem Baden Unwohl fühlt.

  • Die Sauberkeit der Gewässer wird oft unterschätzt. Auch die vielgeprüften öffentlichen Schwimmbäder können noch Keime enthalten.

  • In Tümpeln, Baggerseen und Teichen sieht es weit schlimmer mit Keimen aus. Hier tummeln sich oft auch Tiere im Wasser und schleppen deshalb sogar Kolibakterien ins Wasser.

  • Bei sommerlicher Hitze wird die Temperatur des Wassers oft unterschätzt bzw. dessen Höhe überschätzt. Durch die Unterkühlung zieht sich die Harnblasenregion zusammen und die Keime aus der Darmregion können in die Harnröhre einwandern. Oft sind dann heftig Blasenentzündungen die Folge. Hiervon sind, wegen der viel kürzeren Harnröhre, Frauen bis zu 4 Mal mehr betroffen, als Männer.

  • Deshalb nach dem Baden immer die nassen Badesachen wechseln, denn die Unterkühlung kann auch am Strand noch erfolgen.

  • Wer im Wasser kräftig schwimmt, unterkühlt meist nicht so schnell, als wenn man nur im Wasser ein bisschen planscht. Auch wenn es noch so warm draußen ist: Aufenthalt im Wasser begrenzen. Auf Kinder achten, denn die unterkühlen wesentlich schneller!

  • In einem Punkt sind sich wohl Experten nicht einig:
    Nach dem Baden auf Toilette gehen und die Blase entleeren. Das soll aufsteigende Keime rechtzeitig ausspülen.


Wer nach dem Baden Probleme mit der Blase hat, sollte nicht lange warten. Bei gleichzeitigem Fieber muss man sofort zum Arzt. Tritt kein Fieber auf, ist nach etwas Tee aus Bärentraubenblättern (nur aus der Apotheke) spätestens nach 1- 2 Taben ein Arztbesuch fällig.

Tränende Augen

Nach dem Baden kommt es oft vor, dass die Augen verstärkt tränen, oder gar ein regelrechtes Fremdkörpergefühl im Auge. Die Ursachen können verschieden sein.

  • In Schwimmbädern sind es meist die Desinfektionsmittel, die bei manchen Leuten diese Symptome hervorrufen. Allen voran das all bekannte Chlor

  • In Tümpeln, Baggerseen und Teichen sind es oft die Schwebteichen, die in den Augen diese Reizungen hervorrufen. Kommt es noch zu Rötungen, sollte man sofort zum Augenarzt, weil es sich um eine Bindehautentzündung durch Keime handeln könnte. Nicht reiben oder gar ins andere Auge fassen, nicht das noch Keime weiter verbreitet werden.

  • Da Baden oft mit einem Sonnenbad gekoppelt ist, kann oft auch grelles Sonnenlicht (der UV-Anteil) diesen Effekt hervorrufen. Ist ein ähnlicher Effekt, wie das "Verblitzen" der Augen beim E-Schweißen. Eine gute Sonnenbrille mit UV-Filter schützt.

  • Bei empfindlichen Menschen kann aber auch schon der scharfe Wind die Augen reizen.


Ein erste Hilfe findet man in der Anwendung von künstlichen Tränen aus der Apotheke, auch wenn die Augen schon tränen. Da Augen sehr empfindlich sind, sollte man bei Problemen nicht lange zögern und den Augenarzt aufsuchen.

Haut jucken!

In Tümpeln, Baggerseen und Teichen kommt es oft zu Ekzemen durch Zekarienbefall. Zekarien sind die Larven kleiner Saugwürmer, die sich in die Haut bohren. Da Wasservögel die Zwischenwirte sind, ist besonders dort mit Zekarienbefall zu rechnen, wo es auch viele Wasservögel gibt, insbesondere in der Nähe von Schilf.
Aber auch einige Algen können ähnliche Symptome hervorrufen. Auch dort droht die Gefahr im Bereich des Schilfgürtels besonders. Bei über 23 C vermehren sich leider die Algen sehr stark und können so ein Gewässer regelrecht verseuchen.

Auch wenn die Ekzem meist harmlos sind, können sie ganz schön jucken. Hier helfen entsprechende Salben aus der Apotheke.

Wasser in den Ohren

Beim Baden, oft auch schon beim Duschen, kann es passieren, das Wasser in die Ohren kommt. An Land Kopf schräg halten und mal kräftig auf das Bein hüpfen. hilft meist schon. War man in Tümpeln, Baggerseen und Teichen baden kann man auch mal so genannte "Tauchertropfen" anwenden (Apotheke), die zur Vorbeugung die Gehörgänge desinfizieren.
Auch wenn am Meer mal Salzkristalle oder Sandkörnchen ins Ohr kommen, nur mit Trinkwasser versuchen auszuspülen.

Auf keinen Fall mit Wattestäbchen versuchen die Ohren zu reinigen. Da durch das Wasser meist die Haut aufgequollen ist, werden oft dabei kleine Verletzungen hervorgerufen, die eine ideale Eintrittspforte für Keime sind. Durch Wattestäbchen werden meist mehr Schäden angerichtet, als wenn man das Wasser in aller Ruhe verdunsten lässt. Tipp:
Auch wer stark zur Produktion von Ohrenschmalz neigt, sollte keine Wattestäbchen nehmen, sondern die Entfernung dem Ohrenarzt überlassen.

Fazit:
Mit einigen Vorsichtsmaßnahmen, insbesondere einer gut sitzenden Schwimmbrille und einer gute Sonnenbrille lassen sich einige Gefahren abblocken. Dagegen sollte man Ohrenstöpsel als Schutz beim Baden meiden. Bereitet durch reiben meist mehr Probleme, als dass es hilft.



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