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Richtige Blutdruckmessung
Senkung des Blutdrucks

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Wichtiger Hinweis:
Die nachfolgenden Tipps ersetzen auf keinen Fall eine medizinische Beratung, weil eine Selbstmedikation immer mit Risiko verbunden ist. Auch scheinbar harmlose natürliche Mittel können zu unbeherrschbaren Nebenwirkungen führen. Und wenn es nur eine Kreuzallergie bei Äpfeln ist, um nur ein Beispiel zu nennen.
Beachten Sie auch: Ich gebe meine Tipps aus besten Wissen und Gewissen. In vielen Fällen sind sich aber nicht mal die Experten einig. Das beste Beispiel sind die Ernährungstipps, die sich fast jährlich ändern.

Die Blutdruckmessung

Blutdruckmesser
Damit der gesamte Körper für die richtige Funktion mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden kann, ist das Herz die gesamte Zeit damit beschäftigt, Blut durch unseren Körper zu pumpen. Das Herz stößt dabei mit Kraft das Blut in den Kreislauf, der dabei erzeugte Druck presst das Blut durch unsere Adern. Die Höhe des dabei entstehenden Drucks ist der systolische Blutdruck, bei Blutsruckangaben immer der erste Wert. Diese Druckwelle verteilt sich durch den gesamten Kreislauf und kann an den verschiedensten Stellen gemessen werden, am Gebräuchlisten sind dabei der Oberarm, der Oberschenkel und das Handgelenk. Nach Erschlaffen des Herzmuskels wird kein weiteres Blut mehr in den Kreislauf gedrückt. Die Druckwelle sinkt auf ein unteres Niveau, der einem Dauerdruck in den Adern entspricht, der diastolische Blutdruck, bei Blutdruckangaben immer der zweite Wert. Der gesammte Ablauf der Blutdruckregulation ist ein sehr komplizierter Prozess. Wer mehr wissen möchte schaut hier: Wikipedia. Gerade wegen der Kompliziertheit der Vorgänge, ist es wichtig, den Blutdruckwert zu kennen.
Es gibt eine Vielzahl von Blutdruckmessern, wobei man grundsätzlich die so genannte mechanische Messung (unter Mithilfe von Stethoskop, wie bei Ärzten) und die digitale Messung (meist als Handgelenkmessgerät) unterscheidet. Da die mechanische Messung ein geschultes Gehör verlangt, sollte es ausgebildeten Leuten vorbehalten sein. Deshalb einige Tipps zur häuslichen Messung mit digitalen Geräten:

  • Kaufen Sie sich ein Blutdruckmessgerät immer im Fachhandel (u.a. Apotheke), weil Sie dort geprüfte Geräte bekommen können. Lassen Sie sich das Gerät wirklich gut vorführen, und machen Sie schon dort eine Probemessung. Wichtig dabei, dass das Gerät eine passende Manschette hat, was für den Messvorgang entscheidend ist.

  • Ich beziehe mit bei der Erläuterung auf die digitalen Handgelenksmessgeräte.

  • Sie sollten sich angewöhnen, in bestimmte Zeitabständen Ihren Blutdruckmesser mit in die Arztpraxis zu nehmen, um eine Parallelmessung zu haben. Nicht etwa, um den Arzt zu kontrollieren, sondern um festzustellen, ob Ihr Blutdruckmesser auch wirklich noch in Ordnung ist.

  • Grundsätzlich sollten nur Messwerte verglichen werden, die zu gleichen Tageszeiten gemacht wurden. Der Blutdruck schwankt im Laufe des Tages recht erheblich.

  • Gewöhnen Sie sich an, meist immer zur gleichen Tageszeit die Messung zu und dabei 2 Messungen im Abstand von 5 Minuten zu machen. Die beste Zeit ist immer die, wenn Sie sonst auch immer bei Ihrem behandelnde Arzt sind. Das hilft dem Arzt bei seiner Einschätzung.

  • Schreiben Sie sich die Messwerte für Ihren Arzt auf, auch wenn viele Messgeräte bereits einen Datenspeicher haben, denn wenn Batterie leer, Messdaten meist auch verschwunden.

  • Lassen Sie Ihren Körper vor einer Messung immer zur Ruhe kommen. Also nicht gestresst von Arbeit kommen, und sofort Blutdruck messen. Auch wenn Sie schon einige Zeit nur leichte Tätigkeiten gemacht haben, vor der Messung immer mindestens 5 Minute ruhig sitzen bleiben. Wird leider auch in Arztpraxen oft falsch gemacht. Meine Hausärztin misst erst, wenn ich bereits einige Zeit gesessen habe, oft sogar erst am Ende des Gesprächs!

  • Aufrecht sitzend dann den Arm dabei so halten, dass der Blutdruckmesser in etwa in Herzhöhe ist und den Arm ruhig halten (siehe Bild oben). Häufigster Messfehler ist, dass die Hand zu tief ist.

  • Dann am Gerät den Messknopf auslösen (steht bei mir Power drauf). Die Manschette pumpt sich auf und nach dem letzten Ton den Messwert ablesen.

  • Neben Uhrzeit ganz oben wird systolische Blutdruck (bei mir Bild unten) mit 88 (mm Hg), der diastolische Blutdruck mit 56 (mm Hg) und der Puls mit 61 (Schläge/Minute) abgelesen. Hinweis: Die Werte sind deshalb sehr niedrig, weil ich vormittags zum Joggen war, und nach dem ausgiebigen Mittagessen vom Sonntag, ein Nickerchen gemacht hatte, und die Messung unmittelbar nach dem Aufwachen durchgeführt hatte. Dieser Wert ist nicht repräsentativ und kann selbstverständlich nicht verwendet werden.

Tipps zur Blutdrucksenkung

Messwert
Hinsichtlich des "normalen Blutdruck gibt es selbst unter den Medizinern keine Einheitlichkeit. Bei Werten von 120:80 spricht man noch von optimal (wer schon einen Schlaganfall hatte ist sogar 115:75 noch besser), bei Werten von 140:90 als noch normal. Liegen die Werte über 140 oder/und 90, dann spricht man nun schon von Hypertonie und sollte seinen Blutdruck regelmäßig von einem Arzt prüfen lassen, der dann auch entscheidet, welche therapeutischen Maßnahmen notwendig sind. Selbst Medikation ist gefährlich und sollte unbedingt unterbleiben! Deshalb gehe ich hier auch nicht auf irgendwelche Blutdruckmedikamente ein. Möchte aber betonen, dass jeder Patient wissen sollte, dass es kaum Blutdrucksenker gibt, die absolut frei von Nebenwirkungen sind. In so einem Fall nicht eigenmächtig Einnahme abbrechen, sondern immer erst mit dem Arzt sprechen. Aus der Vielzahl von Möglichkeiten findet er garantiert ein besser geeignetes Mittel. Allgemein bekannt ist sicher, dass sich einige Blutdrucksenker deutlich auf die Potenz des Mannes auswirken können, aber nicht müssen. In dem Fall mit dem Arzt sprechen und anderes Mittel ausprobieren. Ich sage wirklich ausprobieren, denn nicht jeder Körper reagiert gleich. Eigenes Beispiel: Erst das 5. Blutdruckmittel bei mir war geeignet, weil die anderen 4 Mittel meine bestehende leichte Schuppenflechte deutlich verschlimmern ließ. Nur nicht aufgeben und mit dem Arzt sprechen!

Unabhängig von der Medikation kann man einige Dinge tun, die den Blutdruck sinken lassen. Diese Maßnahmen aber immer mit dem Arzt absprechen:

  • An erster Stelle steht regelmäßige sportliche Betätigung im Ausdauerbereich, dabei liegt die Betonung auf regelmäßig und nicht auf extremer Belastung!!!!! Eigenes Beispiel: Früher musste ich 3 Mittel nehmen (Delix 5 mg, Norvasc 10 mg und Bisomerck 10 auch 10 mg pro Tag). Seit ich regelmäßig jogge und Fahrrad fahre haben sich die Werte deutlich nach unten verbessert. Bisomerck konnte ich nach Rücksprache mit dem Arzt völlig weglassen, und das schon seit Jahren!.

  • Warum ist das so? Weil hoher Blutdruck oft auch durch unelestische Blutbahnen begünstigt wird. Sport trainiert aber das Gefäßsystem, weil es sich bei Sport gut den Belastungen anpasst.

  • Studien zeigen deutlich den Zusammenhang zwischen zu hohem Körpergewicht und Bluthochdruck. Jeder 2. Hypertoniker ist zu dick. Und 10 kg Abnahme führt meist zu einer Senkung des Blutdrucks um 10 bis 15 mm Hg! Abnehmen heißt nicht Hungern und körperliche Aktivität unterstützt die Abnahme und kann auch Wandern oder Walking sein.

  • Ständiger Stress treibt den Blutdruck in die Höhe. Kommen Sie mal wütend und geschafft nach Hause und messen Sie den Blutdruck. Oft werden Sie sich erschrecken. Allerdings ist es natürlich schwer in der modernen Berufswelt Stress zu vermeiden. Aber Entspannungsmethoden können hier helfen. Übrigens baut sportliche Aktivität Stress ab!

  • Immer noch in aller Munde ist, dass man salzarm essen sollte. Wer regelmäßig Blutdruck messen kann, sollte mal probieren, ob es überhaupt wirkt. Denn Mediziner bestätigen, dass die Blutdrucksenkung bei weitem nicht bei zutrifft.

  • Regelmäßiger Alkoholkonsum kann den Blutdruck in die Höhe treiben, weil gewisse Zentren im Gehirn stimuliert werden. Nicht immer ist das täglich Glas Rotwein, das die Gefäße schützen soll, wirklich gut.

  • Mediterrane Kost mit vielen ungesättigten Fettsäuren (Fisch, Oliven- oder Rapsöl und viel Gemüse) können den Blutdruck deutlich senken. Denn mit dem Sport hatte ich auch meine Ernährung etwas umgestellt, ohne irgendwelche Diät-Programme durchzuziehen. Ist sicher mit für die oben genannten Verbesserungen verantwortlich.

  • Ein Mangel an Vitamin D soll eventuell auch an einem Bluthochdruck schuld sein. Da der Körper das Vitamin D aus der UVB-Strahlung der Sonne aufbaut, kann ein regelmäßiges Sonnenbad den Vitamin D Mangel ausgleichen und den Blutdruck senken. So weit hergeholt ist das nicht, da ich schon seit Jahren aus regelmäßigen Blutdruckmessungen weiß, dass ab Mitte April mein Blutdruck deutlich niedriger ist, als im Winterhalbjahr. Kann natürlich mit meinen jetzt häufigeren Aufenthalt im Garten, und damit auch der Sonne erklärt werden.
    Vor ausgiebigen Sonnenbädern im Winterhalbjahr (Sonnenbank) sei jedoch gewarnt, damit Sie sich nicht die Hautverbrennen (Hautkrebsgefahr. Das mehr an Sonnenlicht könnte auch die Ursache sein, warum man in den Mittelmeerländern weniger Probleme mit Blutdruck und Kreislauf hat, wegen der besseren Versorgung mit Sonnenlicht. Es muss also überhaupt nicht an der tollen mediterranen Ernährung liegen.

  • Ziehen Sie sich ausreichend warm an! Dieser Fakt wird vielfach völlig unterschätzt. Wer ständig bibbert und friert, bei dem ziehen sich die Blutgefässe zusammen, was zu einem Blutdruck anstieg führt.

  • Misteltee kann den Blutdruck senken und soll gegen Arterienverkalkung helfen. Anwendung aber nur in Absprache mit dem Arzt.

Die Fettfalle Blutdruckmittel

Blutdruckmittel auf Basis Betablocker haben oft einige Nebenwirkungen, die nicht im Beipackzettel stehen: Sie regen den Appetit an, bremsen sogar den Fettstoffwechsel und den Energieverbrauch. Dadurch kann man schnell erheblich im Gewicht zulegen. Aber nicht wegen ein paar Kilos Zunahme einfach die Medikamente absetzen, oder reduzieren. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über das Problem.
Neben der Reduzierung der Fettverbrennung und des Energiestoffwechsels machen diese Präparate oft müde, und der Patient neigt dazu, sich weniger zu bewegen, was den Fettabbau weiter reduziert. Ebenfalls mit Arzt sprechen und eventuell auf ACE-Hemmer ausweichen!



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