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Tipps bei Diabetes - Zuckerkrankheit

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Wichtiger Hinweis:
Die nachfolgenden Tipps ersetzen auf keinen Fall eine medizinische Beratung, weil eine Selbstmedikation immer mit Risiko verbunden ist. Auch scheinbar harmlose natürliche Mittel können zu unbeherrschbaren Nebenwirkungen führen. Und wenn es nur eine Kreuzallergie bei Äpfeln ist, um nur ein Beispiel zu nennen.
Beachten Sie auch: Ich gebe meine Tipps aus besten Wissen und Gewissen. In vielen Fällen sind sich aber nicht mal die Experten einig. Das beste Beispiel sind die Ernährungstipps, die sich fast jährlich ändern.

Einige wichtige Regeln sollte man wirklich beachten:

  • Bewegung, Bewegung und nochmals Bewegung, egal ob laufen, walken, Treppen steigen oder mit dem Fahrrad fahren.

  • Fleisch, Fisch, Wurst und Eier nur 1 Mal je Tag. Man vermeidet ein Zuviel an ungesättigten Fettsäuren, die besonders für Diabetiker gefährlich sind.

  • Salz nur sparsam verwenden. Besser mit vielen frischen Kräutern würzen.

  • Bei Fetten und Ölen sollte man ebenfalls sparen, wegen der vielfach ungesättigten Fettsäuren. Bei Ölen solche vorziehen, die viele ungesättigte Fettsäuren haben, wie Raps- oder Olivenöl.

  • Besser das Essen auf 5 kleinere Mahlzeiten verteilen, als auf 3 große Mahlzeiten. Sichert einen gleichmäßigeren Insulinspiegel.

  • Kraftfahrer müssen besonders auf die Gefahr von Unterzuckerung achten, die schnell zu einer Ohnmacht führen kann.

  • Obst und Gemüse sollte zu jeder Mahlzeit gehören, dass kann sogar die notwendige Insulinzufuhr verringern.

  • Auch wenn Diabetiker auf die Anzahl Ihrer Broteinheiten achten müssen, so sollten Sie trotzdem genügend Vollkornprodukte zu sich nehmen. Die Vollkornprodukte sichern unter anderem eine wichtige Zufuhr von pflanzlichen Eiweißen, Vitaminen und Ballaststoffen für den Darm.

  • Zucker, zum Beispiel in Form von Kuchen, ist durchaus erlaubt, bei entsprechender Berechnung. Hüten sollte man sich vor gezuckerten Getränken, die den Insulinspiegel oft schlagartig ansteigen lassen.

  • Und immer daran denken, mindestens 1,5 bis 2 Liter am besten in Form von Wasser je Tag trinken.

  • Blutzuckerspiegel regelmäßig vom Arzt überprüfen lassen, auch wenn man ein eigenes Messgerät hat, um immer eine Vergleichsmöglichkeit zu haben.

Die große Gefahr - Unterzuckerung

Eine immer wieder unterschätzte Gefahr für insulinpflichtige Diabetiker ist die Unterzuckerung. Werden die Anzeichen übersehen, wie Blässe, Zitterigkeit, Heißhunger, Unruhe und Herzklopfen, kann es schnell zu Komplikationen bis hin zum Kollaps kommen. Selbst tödliche Unfälle, weil es aber Steuer passierte, sind schon vorgekommen. Was sind die Ursachen?

  • Es wurde zuviel Insulin gespritzt, oder die Tablette war zu hoch dosiert.

  • Nach der Insulinzufuhr wurde zu lange mit dem Essen gezögert, oder gar eine Mahlzeit ausgelassen.

  • Zu starke körperliche Belastung und / oder zu starker Alkoholgenuss.


Tritt so eine Unterzuckerung ein, sollte ein Diabetiker immer schnell wirkende Kohlenhydrate, wie Kristallzucker oder Traubenzucker (z.B. in Plättchenform) bei sich haben. Auch zuckerhaltige Getränke wie Saft oder Limonade helfen. Aber keine Lightprodukte, die haben oft nur Zuckeraustauschstoffe.

Kommt es gar bis zur Bewußtlosigkeit (Atemwege überprüfen und in stabile Seitenlage bringen), unbedingt den Notruf wählen. Wer zu Unterzuckerungen neigt, sollte immer schnell findbar einen Diabetes-Ausweis bei sich haben!

Optimale Insulineinstellung

Neben der Gefahr der Unterzuckerung, warum ist die richtige Medikamentation so wichtig? Zu viel Blutzucker schädigt das Gefäßsystem nachhaltig. Neben solchen Gefahren wie Erblindung und "Zuckerfuß" haben schlecht eingestellte Diabetiker oft eine 3 Mal so hohe Schlaganfallgefahr als ein Nichtdiabetiker bzw. ein gut eingestellter Diabetiker.

Die Fettfalle

Wer noch unentdeckt unter Diabetes leidet, verliert eine ganze Menge Zucker, der durch den Urin ungenutzt ausgeschieden wird. Dadurch werden auch viele zugeführte Kalorien wieder ausgeschieden.
Wer jetzt wegen seines Diabetes Medikamente einnehmen muss (z.B. Insulin), nutzt diesen bisher verloren gegangenen Zucker wieder besser aus und läuft in die Gefahr stark zu zunehmen! Bei mehr als 5 kg Zunahme unbedingt den Arzt befragen und nicht von allein an der Dosis manipulieren.
Das Phänomen tritt auch auf, wenn ungeeignetes Insulin oder zu hoch dosiertes Insulin verwendet wird.

Diabetes und Autofahren

Autofahrer unter den Diabetikern sollten besondere Aufmerksamkeit walten lassen. Zwar ist durch den Diabetes das Unfallrisiko nicht wesentlich größer als in der übrigen Bevölkerung, aber Diabetiker sind öfter mal von Sehstörungen betroffen. Die größte Gefahr ist aber, dass eine Unterzuckerung nicht erkannt wird, in dessen Folge es leicht zu Bewußtseinsstörungen kommen kann. Besonders wer Insulin spritzen muss kann da schnell mal in eine gefährliche Unterzuckerung geraten.
Stress im Auto ist da garnicht mal die große Gefahr, weil es in der Regel sogar den Blutzucker nach oben treibt und zu einer Überzuckerung führt. Ähnlich wirken Infektionen.
Die Gefahr einer Unterzuckerung besteht hauptsächlich bei:

  • Körperlicher Anstrengung vor der Fahrt. Zum Beispiel das Hin- und Herrennen beim Beladen des Autos, wenn noch schwere Sachen zu bewegen sind.
  • Auslassen einer Mahlzeit, weil man schnell mit dem Auto etwas zu erledigen hat.
  • Alkoholkonsum sollte beim Autofahrer eigentlich nicht die Rolle spielen.

Wichtig allerdings für den Autofahrer ist, dass er die Anzeichen der Unterzuckerung kennt, und auch wirklich sofort reagiert, und nicht mal noch versucht, schnell ans Ziel zu kommen.
Welche Anzeichen gibt es?
  • Seh- und Konzentrationsstörungen
  • Heißhunger
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel und Zittrigkeit
  • Oft auch pelzige Lippen

Bei solchen Anzeichen gleich rechtsranfahren, und wenn möglich sofort Blutzucker messen. Bei Werten um und unter 32 mg/dl sollte man sofort etwas Trauenzucker essen. Anschließend mit einem Apfel und/oder einer Scheibe Brot längerwirkende Kohlenhydrate nachlegen.
Lieber einmal zu viel angehalten haben, als einen Verkehrsunfall zu erleiden. Das verkehrsmedizinische Gutachten ist in so einem durch Zuckerkrankheit bedingten Unfall oft noch das kleinste Übel, besonders wenn so ein Unfall gar auf einer Autobahn passiert.

Deshalb sollten Diabetiker besonders auf Ihre normalen Essenszeiten achten und rechzeitig dazu Pause machen. Aber auch so sollte der Diabetiker alle 2 Stunden eine Ruhepause einlegen, um zuckerbedingte Konzentrationsstörungen von normaler Müdigkeit zu unterscheiden. Deshalb auch Nachtfahrten vermeiden.

Was gehört mit auf die Autofahrt?
Diabetikerausweis, Insulin, Spritzen, Blutzuckerteststreifen und Notfallmedikamente (Glukagon). Und eben auch Apfel (oder anders Obst) und etwas Brot.

Linktipps

Hier finden weitergehende Informationen www.diabetes-gate.de oder Diabetes - Heilen mit Pilzen



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