Home Ernährungstipps Fitnesstipps Gesundheitstipps Hoteltipps Wasser Wohlfühlen Kräuterfibel Kochen Sparen


Tipps rund ums Ei

  Zurück

Wichtiger Hinweis:
Die nachfolgenden Tipps ersetzen auf keinen Fall eine medizinische Beratung, weil eine Selbstmedikation immer mit Risiko verbunden ist. Auch scheinbar harmlose natürliche Mittel können zu unbeherrschbaren Nebenwirkungen führen. Und wenn es nur eine Kreuzallergie bei Äpfeln ist, um nur ein Beispiel zu nennen.
Beachten Sie auch: Ich gebe meine Tipps aus besten Wissen und Gewissen. In vielen Fällen sind sich aber nicht mal die Experten einig. Das beste Beispiel sind die Ernährungstipps, die sich fast jährlich ändern.

Die Haltung bestimmt den Geschmack

Egal ob weiß oder braun (Resultat der Hühnerrasse) im Geschmack gibt es tatsächlich keinen deutlich spürbaren Unterschied, wenn die Hühner unter gleichen Haltungs- und Fütterungsbedingungen leben. Als Jugendlicher konnte ich das ständig feststellen, denn meine Eltern hatten auf unserem Grundstück ein paar Hühner gehalten.
Wohl gibt es aber deutliche Unterschiede im Geschmack, die aus der Fütterung resultieren. Ich konnte die Unterschiede damals im Geschmack schon feststellen, ob sich um Sommereier oder Wintereier handelte. Nicht nur ich konnte feststellen, dass die Sommereier doch wesentlich angenehmer schmeckten, wenn unsere Hennen eben auch frisches Gras, mal paar Gemüserester picken oder auch einen Regenwurm picken konnten. Die frischen Bestandteile des Futters schlagen sich nun mal in der Qualität der Eier nieder, insbesondere in seinem Vitamin- und Nährstoffgehalt. Auch in negativer Richtung, als damals ein Bekannter seiner Hennen mit Fischmehl zufütterte. Schmeckten nicht angenehm, die produzierten Eier.
Wenn Sie also viel Geld für Bio-Eier ausgeben, dann erkundigen Sie, was denn die Hennen so zu fressen bekommen. Denn ob die Hennen in einer Halle auf dem Boden ihre Körner aufpicken, oder unter freiem Himmel in einem zu engen Gatter ohne Gras ihre Körner aufpicken, macht nicht viel Unterschied. Wohl aber, wenn es freilaufende Hennen sind, die auch Grashalme picken können und mal sich einige Würmer erscharren!

Deshalb sind für mich die Haltungsformen, wie sie in Deutschland für mich definiert werden, nicht klar genug

  • 0 = Ökologische Erzeugung
    Die Eier unterliegen strengen Anforderungen hinsichtlich der artgerechten Hennenhaltung und Fütterung (Futter aus ökologischem Anbau) und müssen mit dem Zusatz DE- XXX- Öko-Kontrollstelleversehen sein. Im eingestreuten Stall dürfen höchstens 6 Hennen pro m² leben, die Auslauffläche im Freien musst mindestens 4 m² pro Henne betragen.

  • 1 = Freilandhaltung (Freiland)
    Je Henne stehen mindestens 4 m² Auslauffläche an mindestens 6 Stunden im Freien zur Verfügung.

  • 2 = Bodenhaltung (Boden)
    Es dürfen höchstens 7 Hennen pro m² Stellbodenfläche oder 9 Hennen pro m² Nutzfläche gehalten werden.

  • 3 = Käfighaltung (Käfig)
    Ab Juli 1999 ist Käfighaltung nur noch mit mindestens 0,690 m² Bodenfläche möglich. Vom 1.1.2009 bis 31.12.2011 ist nur noch die Boden-, Freiland- oder Kleinvolierenhaltung mit mindestens 0,8 m² (ab 2 kg Gewicht der Hennen: 0,9 m²) Bodenfläche pro Henne erlaubt. Ab 1.1.2012 wird in Deutschland die Käfighaltung ganz verboten sein.

Legedatum

Wegen möglicher Salmonelleninfektionen müssen seit 1993 die Eierverpackungen mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum (auf 28 Tage begrenzt) versehen sein - Klasse A - frisch. Ab dem 22. Tag nach dem Legen dürfen Hühnereier nur noch als Klasse B in den Verkehr gebracht werden (im allgemeinen nur noch für die Nahrungsmittelindustrie.

Außerdem müssen entweder auf der Eierschale oder auf der Verpackung das Legedatum vermerkt sein oder aber ein Hinweis, ab welchem Tag und Monat mit der Kühlung (+ 5 C bis + 8 C) begonnen werden muss.

Gewichtsklassen der Eier

S    (klein) unter 53 Gramm
M   (mittel) 53 bis unter 63 Gramm
L   (groß) 63 bis unter 73 Gramm
XL  (extra gross) über 73 Gramm

Herkunft der Eier

Am Aufdruck der Eier kann man ersehen, woher die Eier stammen.

  • AT=Österreich, BE=Belgien, C=Tschechien, CY=Zypern, DE=Deutschland, DK=Dänemark, EE=Estland, ES=Spanien, FI=Finnland, FR=Frankreich, GR=Griechenland, HU=Ungarn, IE=Irland, IT=Italien, LT=Litauen, LU=Luxemburg, LV=Lettland, MT=Malta, NL=Niederlande, PL=Polen, PT=Portugal, SE=Schweden, SK=Slowakei, SL=Slowenien, UK=Großbrittanien

  • 01=Schleswig-Holstein, 02=Hamburg, 03=Niedersachsen, 04=Bremen, 05=Nordrhein-Westfalem, 06=Hessen, 07=Rheinland-Pfalz, 08=Baden-Württemberg, 09=Bayern, 10=Saarland, 11=Berlin, 12=Brandenburg, 13=Mecklenburg-Vorpommern, 14=Sachsen, 15=Sachsen-Anhalt, 16=Thüringen

  • An Hand der weiteren Nummern kann man dann sogar den Legebetrieb und die Stallnummer herausfinden, was hier etwas zu weit geht.

Sonstige Bezeichnungen

Bei den sonstigen Bezeichnungen muss man vorsichtig sein, denn die können recht willkürlich gewählt werden, wie z.B. Bauerneier oder frische Landeier und sollte man hinterfragen.
Unter so genannten Omega DHA-Eier versteht man Eier, die mit Futterzusätzen (z.B. Meeresalgen) gefüttert wurden und 15 % weniger Cholesterin als normale Eier haben sollen.

Wie viele Eier sollte man essen?

Gerade in diesem Bereich überschlagen sich die Studien. Von nicht mehr als 2 - 3 Eiern pro Woche (einschließlich der versteckten Eier in Fertiggerichten oder Kuchen usw.) bis hin zur Meinung, dass es keine Begrenzung gibt, weil angeblich das überschüssiges Cholesterin vom Körper wieder ausgeschieden wird.
Fakt ist, das Eier viel Cholesterin enthalten und man schon aus Gründen der Energiezufuhr und der Eiweißzufuhr seinen Konsum von Eiern nicht übertreiben sollte. Auch gesunde Lebensmittel können, wenn zu viel gegessen, auch Schaden anrichten. Das sollte jeder Beachten!
Aber man muss auch sagen, dass das Hühnerei auch gleich eine schwere Waffe gegen zuviel Cholesterinaufnahme mitliefert. Das in Eiern enthaltene Lecithin behindert die Aufnahme des schädlichen Cholesterins. Wer also zu Feiertagen, insbesondere Ostern, mal paar Eier mehr isst, braucht deshalb kein schlechtes Gewissen zu haben. Zumal das Eiweiß des Eies wertvoller und besser verdaulich ist, als das von Fleisch oder Milch.

Was viele nicht wissen

Es gibt einige Sachen rund ums Ei, die nicht so bekannt sind:

  • Wer Eier mit einem Silberlöffel isst, wird häufig bemerken, dass der Löffel dunkel, teilweise sogar schwarz wird, und beim Essen ein unangenehmer Geschmack auf der Zunge entsteht.
    Ursachen ist, das beim Erhitzen von Eiern Schwefelwasserstoff gebildet wird, der sich mit dem Silber des Löffels zu Silbersulfid verbindet und zu diesen unangenehmen Begleiterscheinungen führen kann, wenn der Schwefelwasserstoff nicht vollständig entweichen kann.
    Entwarnung: Die gebildete Menge an Schwefelwasserstoff ist so gering, dass auch beim Kochen größerer Mengen von Eiern Gesundheitsgefahren auftreten können. Übrigens ist es wesentlich der Schwefelwasserstoff, der verfaulten Eiern seinen typischen Geruch verleiht.

  • Wer viele Ballaststoffe isst, kann damit rechnen, dass viel Cholesterin von den nicht vollständig verdauten Rückständen gebunden wird, und so nicht vom Körper verwertet werden kann. Ein Tipp, wer gerne Eier isst, und trotzdem sich keinen Gefährdungen aussetzen will.

Wie frisch sind Eier wirklich?

Der Frischetest zu Hause bringt es oft erst an den Tag, wie frisch so ein Ei wirklich ist. Dazu gibt es 2 Möglichkeiten.

  • Aufschlagtest:
    Ei in einen Teller aufschlagen. Ist das Eidotter noch schön gewölbt und Eiklar noch richtig gallertartig, dann sind die Eier frisch.
    Ist das Eidotter so richtig flach und das Eiklar schon wässrig, dann sind die Eier schon älteren Datums.

  • Schwimmtest:
    Frische Eier bleiben in einem Glas Wasser am Boden liegen. Ab 6 - 8 Tagen Alter beginnt das Ei sich im Glas aufzurichten. Ab ca. 20 Tagen Alter schwimmt das Ei dann bereits oben und sollte dann nur noch gut gegart genossen werden.

Welches Ei wann essen?

Auch Eier benötigen eine gewisse zeit zum "reifen". Es ist nicht unbedingt das nestwarme Ei, dass am besten schmeckt.
Erst nach 2 - 3 Tagen entwickeln Eier das beste Aroma und sind dann besonders gut für Kuchen, zum Braten, zum Pochieren und zum Schlagen von Eischnee geeignet.
Sehr frische Eier lassen sich meist nicht gut schälen, auch wenn sie richtig abgeschreckt wurden. Fürs Frühstücksei also nicht die frischesten Eier verwenden.

Weitere Tipps rund ums Ei

Hier einige weiter Hinweise zur Verarbeitung und Aufbewahrung:

  • Eier vor dem Ausblasen immer an der Mundseite gut mit warmen Wasser (mit Spülmittel) abwischen. Die Schale schützt zwar den Inhalt des Eies, aber auf der Oberflächen können sich viele Krankheitserreger befinden. Besser ist es, einen Blasebalg zu benutzen!

  • Geht einmal ein Ei zu Bruch, sollte es nicht lange an der frischen Luft sein, sondern schnell in den Kühlschrank (bei 5C ca. 2 Tage) oder besser gleich verarbeiten!

  • Da sowohl Eiklar, als auch Eigelb, schnell Gerüche anziehen, immer gut abgedeckt in den Kühlschrank stellen.

  • Eier, die aufgeschlagen in den Kühlschrank kommen, sollte man nur noch stark erhitzt genießen, um die Salmonellengefahr auszuschließen!





Zurück
Seitenanfang
Home Ernährungstipps Fitnesstipps Gesundheitstipps Hoteltipps Wasser Wohlfühlen Kräuterfibel Kochen Sparen