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Harmlose Arzneimittel - Verabschieden Sie sich von dieser Vorstellung

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Wichtiger Hinweis:
Die nachfolgenden Tipps ersetzen auf keinen Fall eine medizinische Beratung, weil eine Selbstmedikation immer mit Risiko verbunden ist. Auch scheinbar harmlose natürliche Mittel können zu unbeherrschbaren Nebenwirkungen führen. Und wenn es nur eine Kreuzallergie bei Äpfeln ist, um nur ein Beispiel zu nennen.
Beachten Sie auch: Ich gebe meine Tipps aus besten Wissen und Gewissen. In vielen Fällen sind sich aber nicht mal die Experten einig. Das beste Beispiel sind die Ernährungstipps, die sich fast jährlich ändern.

Harmlose Arzneimittel? Verabschieden Sie sich von dieser Vorstellung. Selbst scheinbar einfach Arzneimittel, die viel auch Kindern verordnet werden, sind nicht harmlos.

Der jüngste Fall einer noch jungen Sportlerin brachte es an den Tag: Von vielen Kinderärzten wird bei hartnäckigem Husten das Mittel Spasmo-Mucosolvan® verschrieben. Wer denkt schon daran, dass man mit dem Mittel nicht nur den Husten bekämpft, sondern auch Doping betreibt, ob bewusst, oder unbewusst ist übrigens den Dopingjägern völlig "Wurst", wie man so schön sagt. Für die zählt nur das Mittel.

Wie kommt es dazu? Das oben genannte Medikament enthält unter anderem Clenbuterol, ein auf der Dopingliste stehendes Mittel. Das Schlimme an der ganzen Sache ist, dass zum Beispiel bei der Produktbeschreibung von Spasmo-Mucosolvan® nicht hingewiesen wird, dass Sportler so ein Mittel erst in Absprache mit zugelassenen Sportärzten, oder überhaupt nicht einnehmen dürfen.

Der jungen Sportlerin ist es zum Verhängnis geworden, dass es bisher keine Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel gibt, die Sportler beeinträchtigen. Da wettert der Bundesinnenminister gegen Dopingsünder und im Verbraucherschutz ist nicht mal geklärt, wie man die jüngsten Sportler vor ungewolltem Doping schützt. Ein für mich nicht nachzuvollziehende Vorgehensweise. Denn Fakt ist, dass in Apotheken bei der Herausgabe dieses Medikaments nicht informieren, dass man damit bereits als Sportler Doping betreibt, wenn auch unbewusst.

Das Arzneimittelgesetz wurde aber in einem Punkt mit Wirkung zum 1. November 2007 novelliert:
6 Abs. 2 regelt, dass Arzneimittel, die Dopingstoffe enthalten, entsprechende Warnhinweise in der Packungsbeilage enthalten müssen. Die Medikamente bzw. Stoffe sind aufgelistet, Clenbuterol ist in der Liste enthalten.
Allerdings hat der Gesetzgeber nicht der Sport - den Arzneimittelherstellern zugebilligt, dass diese Änderungen "schrittweise" umgesetzt werden können: was bereits auf dem Markt ist, darf noch verkauft werden, was neu in den Handel kommt, muss die Warnhinweise enthalten.

Fazit:
Nicht nur als Sportler, sondern auch als Eltern hinterfragen Sie nach jeder Medikamentenverordnung am besten schon den Arzt, aber unerwünschte Nebenreaktionen zu erwarten sind, ob die Fahrtauglichkeit beeinflusst wird (und wenn ja, wie stark) und eben auch, ob das Medikament eventuell unbeabsichtigte Dopingwirkungen haben könnte.

Fallen bei der Ernährung

Am Beispiel einfacher Erdnüsse kann es verfolgen. Für viele Leute eine leckerer Knabberei, die immer häufiger wegen der enthaltenen ungesättigten Fettsäuren in den Erdnüssen empfohlen werden. Aber Erdnüsse sind aber auch ein hoch brisantes Allergikum. Bekannt ist, dass selbst geringste Spuren von Erdnuss zu Schockzuständen führen kann. In den USA sterben jährlich über 100 Menschen weil sie teils völlig unvorbereitet mit einer Erdnussallergie konfrontiert werden.
Auch einige Geschmacksverstärker (vor allem in der chinesischen Küche) können oft starke allergische Wirkungen hervorrufen.

Auch Kräuter sind nicht harmlos!

Wenn es um Naturheilkunde geht und einfache Heilkräuter empfohlen werden, denkt man auch nicht daran, dass das eigentlich auch gefährlich sein kann! Aber jedes noch so harmlose Kräuterchen kann bei einzelnen Personen Probleme machen. Das trifft besonders oft auf das Johanniskraut zu, das gern bei leichten Depressionen helfen soll. Belegt ist aber, dass Johanniskraut besonders bei Einnahme anderer Medikamente, verheerende Wirkungen haben kann. Grund ist, dass unter Einwirkung von Johanniskraut andere Wirkstoffe oft schneller in der Leber abgebaut werden und so die Wirkung der anderen Medikamente regelrecht ausschalten kann. Sogar die Ausschaltung von AIDS-Medikamenten soll schon beobachtet worden sein. Selbst scheinbar harmlose Kräuter, wie Brennnessel oder Löwenzahn können den Abbau von Medikamenten beschleunigen.

Gefährlich wird es, wenn man mit Heilkräutern den Blutdruck senken will, und dann unkontrolliert verordnete Medikamente weglässt. Bei Diabetikern kann das Weglassen von Insulin schnell tödlich enden, nur weil man mal gelesen hat, dass das Kraut XY den Blutzuckern senken soll. Nicht jeden Heilkraut wirkt bei jedem Menschen gleich. Grundsatz: Wer eine kleines Wehwehchen mit eigenen Kräutern bekämpfen will, sollte aber spätestens seinen Arzt oder Apotheker fragen, wenn er selbst ein oder mehrerer andere Medikamente einnehmen muss. Je mehr unterschiedliche Medikamente er einnehmen muss, umso größer die Gefahr von Nebenwirkungen! Das sollte jedem bewusst werden, und nicht nur beim Johanniskraut.

Fazit:
Ich hoffe, meine Tipps konnten Sie etwas aufrütteln, daran zu denken, dass es kaum harmlose Dinge gibt. Man muss immer aufpassen und viele mögliche Wechselwirkungen bedenken.



 

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