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Wärme und Kälte mit Heilkissen - Wie anwenden?

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Wichtiger Hinweis:
Die nachfolgenden Tipps ersetzen auf keinen Fall eine medizinische Beratung, weil eine Selbstmedikation immer mit Risiko verbunden ist. Auch scheinbar harmlose natürliche Mittel können zu unbeherrschbaren Nebenwirkungen führen. Und wenn es nur eine Kreuzallergie bei Äpfeln ist, um nur ein Beispiel zu nennen.
Beachten Sie auch: Ich gebe meine Tipps aus besten Wissen und Gewissen. In vielen Fällen sind sich aber nicht mal die Experten einig. Das beste Beispiel sind die Ernährungstipps, die sich fast jährlich ändern.

Wärmflasche und Infrarotlicht als angenehme Wärmebehandlung sind ja bekannt. Aber wie wendet man eigentlich Heilkissen an, die seit einiger Zeit wieder populär werden:

Bekannt ist sicher, dass Wärme unserem Körper gut tut, sei es, um uns in Form der gute Wärmflasche im Bett die Füße zu wärmen, oder aber auch Beschwerden bestimmter Art zu lindern. Die Wärme löst z.B. Verspannungen, egal ob bei Verletzungen oder dem Bauchkneipen bei Magen- und Darmproblemen und kann so Schmerzen lindern oder gar ganz beseitigen.

Auch wenn die Gummiwärmflasche ein großer Forschritt gegenüber der starren gusseisernen Wärmflasche war, gibt es doch noch einige Einschränkungen. Gerade bei Anwendungen im Kopf- und Nackenbereich sind die Wärmflaschen recht unangenehm, zumal der Gummi auch meist noch unangenehm riecht. Auch hält das Wasser nicht allzu lange die Wärme und wird dann in der Folge sogar recht unangenehm.

Meist eine bessere Alternative sind so genannte Körnerkissen.. Diese Kissen sind mit speziellen, gereinigten und getrockneten Körnern gefüllt, wie Roggen, Weizen, Dinkel oder Hirse, oder mit Materialien wie Kirsch- oder Traubenkernen.
Solche Körnerkissen werden am besten Backofen bei 40 bis maximal 50C langsam erwärmt. Eine Erwärmung in der Mikrowelle kann auch erfolgen, bedarf aber einer besonderen Sorgfalt. Mit zu hohen Heizstufen können durch unterschiedliche Erwärmung nicht nur die Körner zerstören werden, sondern durch ungleichmäßige Erwärmung des Kissens ist es sogar beim unvorsichtigem Auflegen zu Verbrennungen gekommen. Auch sollen sogar schon Schwelbrände in der Mikrowelle entstanden sein. Wenn schon mit der Mikrowelle, dann mit niedriger Heizstufe und lieber mit längerer Aufwärmzeit. Wichtig: Kräuter- und Duftkissen nie erwärmen!

Der größte Vorteil dieser Körnerkissen ist, dass die Wärme sehr gleichmäßig über einen langen Zeitraum abgegeben wird, und auch nach dem Abkühlen werden sie nicht unangenehm kühl. Dieser Vorteil wird vor allem bei Verspannungen im Nackenbereich wirksam, wenn man vor dem zu Bett gehen das Körnerkissen aufwärmt und anschließend als Kopfkissen benutzt. Auch nach dem Abkühlen wird das Kissen im Wärmeverhalten nicht unangenehm und man kann auf so einem Kissen die Nacht durchschlafen, was mit einer Wärmflasche nie möglich wäre.

Was man für Formen und Farben verwendet ist eigentlich egal. Je nötiger es ist, dass sich das Körnerkissen an den Körper anpassen muss, desto kleiner sollten die Kerne sein.
Für Wärme- und Kälteanwendungen sind Kissen mit Rapssamenkörnern, oder Kirschkern- und Traubenkernfüllungen wegen der besseren Thermospeicherkapazität am besten.

Das beste Einsatzgebiet der Heilkissen - Kühlung:
Entzündungen, vor allem im Sportbereich müssen sehr oft durch Kühlung gelindert werden (PECH-Regel). Solche Heilkissen können sehr gut auch als Kältespeicher dienen. Man muss sie nur eine Zeit lang in den Kühlschrank oder den Gefrierschrank legen. Besonders gut geeignet sind Traubenkernkissen, weil sie sich, neben den hervorragenden Thermoeigenschaften, auf Grund der Größe der Kerne sehr gut auf schmerzende Gelenke auflegen lassen und sich dabei gut anschmiegen lassen. Besser als die oft sehr steifen Kühlgels. Obwohl die Kühlung genauso gut funktioniert, hat man beim Kissen trotzdem das Gefühl, dass es nicht so kühl ist wie die steifen Kühlgels.

Zur Anwendung als Kühlpackung stecken Sie das Kissen in eine luftdichte festere Plastiktüte (damit keine Feuchtigkeit in das Heilkissen einzieht) und legen es dann in den Kühl- oder Gefrierschrank. Da sich bei Kühlung immer etwas Feuchtigkeit niederschlagen kann, muss man die Kissen nach dem Gebrauch gut lüften.

Kräuter- und Duftkissen:
Oft werden den Heilkissen auch Kräuter mit Aromenstoffen beigemischt. Es werden Zusätze wie Lavendel, Hopfen oder Melisse beigemischt! So sollen diese Kissen neben der Wärmewirkung auch eine beruhigende und den Schlaf fördernde Wirkung ausstrahlen. Bei Erkältungen mit Husten und Schnupfen schwören viele auf die Wirkung von Heilkissen mit Pfefferminzbeigabe.
Aber Vorsicht! Solche Heilkissen mit Zusätzen sind nichts für Säuglinge, Kleinkinder und Allergiker!
Trotz aufwendiger Reinigung können immer noch feine Schwebstoffe an den Kernen hängen, die einem Allergiker des Vergnügen arg vermiesen kann. Ich als Pollenallergiker benutze deshalb Heilkissen generell nicht im Kopfbereich.

Pflegetipps:
Da Heilkissen aus organischem Material bestehen, muss man sehr stark auf die Feuchtigkeit achten. Nichts ist gefährlicher, als wenn sich Schimmel in so einem Heilkissen breit macht. Gefährlich auch für Nichtallergiker!
Deshalb solche Kissen immer sehr trocken lagern und immer mal wieder aufschütteln, damit Luft an alle Stellen des Kissens kommt. Immer wieder mal, auch bei Nichtgebrauch, im Backofen oder der prallen Sonne trocknen.

Fazit:
Heilkissen richtig angewendet können ein wichtiges Mitteln sein, um einige Wehwehchen im Alltag zu behandeln. Allerdings ist bei Allergikern, Säuglingen und Kleinkindern etwas Vorsicht geboten!



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