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Tipps bei Pollenallergie (Heuschupfen)

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Wichtiger Hinweis:
Die nachfolgenden Tipps ersetzen auf keinen Fall eine medizinische Beratung, weil eine Selbstmedikation immer mit Risiko verbunden ist. Auch scheinbar harmlose natürliche Mittel können zu unbeherrschbaren Nebenwirkungen führen. Und wenn es nur eine Kreuzallergie bei Äpfeln ist, um nur ein Beispiel zu nennen.
Beachten Sie auch: Ich gebe meine Tipps aus besten Wissen und Gewissen. In vielen Fällen sind sich aber nicht mal die Experten einig. Das beste Beispiel sind die Ernährungstipps, die sich fast jährlich ändern.

Tagebuch eines Pollenallergikers:
Hier berichtet jemand regelmäßig, wie sich seine extreme Pollenallergie (gegenüber mehr als 20 Pollenarten empfindlich) entwickelt. Er hat bereits 2 Hypersensibilisierungen hinter sich. Vielleicht ergeben sich sich daraus auch Tipps für Sie, zumal man schön mitbekommt wann Pollen sehr aktiv sind.
Tagebuch eines Allergikers

Blühende HaselDie Pollenallergie, landläufig als Heuschupfen bezeichnet, ist eine Sonderform der Allergie (Unverträglichkeit). Aus bisher noch ungeklärter Ursache richtet sich das Immunsystem gegen die an sich "harmlosen" Pollen bestimmter Pflanzenarten. Im Frühjahr sind es die Blütenpollen der Baumarten, wie Hasel (siehe Foto), Erle, Pappel, Weide, Ulme, Eiche, Birke (besonders allergisch) und Buche (Obstbäume sind gering allergisch) und im weiteren Verlauf des Jahres sind es dann Pflanzen, wie Ampfer, Roggen, Wegerich und Beifuss. Zwar keine Pollen, aber nicht minder allergisch sind oft Schimmelstäube, wie sie besonders im Garten auf Obst und Gemüse vorkommen, Tierhaare und Hausstaub (oft Kot der Hausstaubmilbe). Viele Leute, die denken ich habe öfter Schnupfen, weil ich so empfindlich bin. Dabei haben sie eigentlich schon eine Allergie, denn Experten schätzen, dass ca. ein Drittel der Bevölkerung bereits allergisch ist!

Wie erkenne ich die Pollenallergie?

  • In der Anfangsphase der Ausbildung der Pollenallergie ist es gar nicht mal so einfach, den Heuschupfen von einem normalen Erkältungsschnupfen zu unterscheiden, gerade im Frühling, wenn man sich wegen der vielen Wetterwechsel schnell eine Erkältung zuziehen kann.

  • Aufmerken sollte man, wenn man immer wieder zu gleichen Zeiten den Schnupfen bekommt. Bei Verdacht, sollte man sich diese Termine notieren. Spezialisten können dann auf die Pollen schließen. Ganz wichtig, wenn man gleich gegen mehrere Pollenarten allergisch ist.

  • Neben dem typischen "laufen" der Nase und den Niesattacken, können sich die Symptome auch nur im Brennen und Tränenfluss der Augen (oft stark gerötet) bemerkbar machen.

  • Ganz schwierig ist die Erkennung, wenn der Heuschnupfen nur mit heftigen Kopfschmerzen einhergeht, was gar nicht so selten ist. Wegen häufiger Kopfschmerzattacken war ich zwar in Behandlung, aber nichts half so recht. Nur durch einen Zufall (Tipp eines befreundeten Röntgenarztes) wurde der Prick-Test veranlasst, der eine breitbandige Pollenallergie bestätigte.

  • Verschleiert werden können Heuschnupfenanfälle auch durch Pollenflug, der wegen heftiger Winde Pollen aus ganz anderen Regionen heranträgt.

  • Bei Verdacht kann der Arzt den so genannten Prick-Test durchführen. Ein Lösungstropfen mit vermuteten Pollen wird auf die Haut (Innenseite Unterarm) aufgetragen und anschließend die Haut mit einer Lanzette kurz angeritzt (ist schmerzlos). Je nach Schwere der Pollenallergie kann es bereits nach 5 Minuten zu Rötungen an den Stellen (Juckreiz) oder gar Quaddelbildung kommen.

  • Oder aber, es wird Blut abgenommen und in Speziallabors werden Antikörper im Blut gesucht und die Höhe der Konzentration bestimmt. Dadurch kann man besser den Grad der allergischen Belastung bestimmen (1 bis 5).

  • Neu: Seit einiger Zeit gibt es in der Apotheke einen Schnelltest (30 Minuten) der Milenia Biotec GmbH. Die wichtigsten 9 Allergene werden mit einer Wahrscheinlichkeit von ca. 93 % Wahrscheinlichkeit erkannt. Infos unter:
    www.allergie-selbsttest.de.
  • Behandlungsmöglichkeiten

    Da die genauen Ursachen der Pollenallergie noch nicht endgültig geklärt sind, ist auch eine echte Heilung meines Wissens noch nicht erfolgt. Bisher kann man eigentlich nur so richtig die Symptome lindern, aber meist nicht vollständig abstellen. Ich kann nur raten:
    Wenn Sie eine Pollenallergie vermuten, gehen Sie zu einem erfahrenen Allergologen und lassen Sie sich ausführlich beraten und behandeln. Eine nicht behandelte Pollenallergie kann in ein Asthma umschlagen, das noch zusätzlich wesentlich größere Probleme bereiten kann.
    Diesen eindringlichen Rat kann nur jedem mit auf den Weg geben. Selbst herum doktern (mit paar Tabletten aus der Apotheke) oder gar nach Vogel Straußmanier alles ignorieren, geht oft nicht lange gut, denn Sie quälen sich nur selbst.

    Die Behandlungsmethode richtet sich natürlich nach dem Grad der Allergie und sollte man immer einem Arzt überlassen. Deshalb sind Prick-Test (gegen was ist man allergisch) und Blutuntersuchung (welchen Grad hat man) besonders wichtig. Günstig dabei ist, dass diese Untersuchungen von allen gesetzlichen Kassen auch bezahlt werden, und bis auf den Picks vielleicht beim Blut abnehmen völlig schmerzlos sind.

    • Allgemeinbehandlung:
      Wer das "Glück" hat, nur gegen eine Pollenart allergisch zu sein, die vielleicht gar noch in einem eng begrenzten Zeitraum fliegt, der kommt wirklich mit ein paar Tabletten (Augentropfen) und einigen Vorsichtsmaßnahmen (siehe weiter unten) davon.

    • Hypersensibilisierung - Impfung:
      Bei mehr als einem Allergen als Ursache, oder einem länger andauernden Pollenflug, ist die Hypersensibilisierung eigentlich die erste Wahl und wird auch von allen gesetzlichen Kassen anstandslos bezahlt, obwohl sehr teuer.
      Es gibt dabei verschiedene Varianten. Bei mir ging es wie folgt ab:
      • Blutprobe entnommen und an eine Spezialfirma geschickt, welche die wichtigsten Allergene bestimmt, gegen die hypersensibilisiert werden soll (d.h. unempfindlich). Bei "Breitbandallergikern", wie ich, kann man nicht gegen alle Allergene unempfindlich machen. Damit der "Impfstoff" im Herbst bereitsteht, muss das rechtzeitig genug schon im Sommer passieren. Dieser so genannte Impfstoff wird gezielt für die einzelne Person zusammengestellt.

      • Im Herbst erfolgte dann die erste Impfung, die immer im Abstand von einer Woche wiederholt wird, insgesamt 7 Mal (es gibt auch Schnellimpfungen mit 3 Mal). Mit dieser Impfung soll der Körper langsam an das Allergen gewöhnt werden. Die Impfungen müssen beendet sein, bis es zum natürlichen Vorkommen der Pollen kommt. Da bei mildem Wetter bereits Mitte bis Ende Januar die ersten Haselpollen fliegen können

      • Fliegt das Erstallergen sehr spät, wegen zu kühler Witterung, kann nochmals nachgeimpft werden, da meist immer etwas Impfstoff übrig ist. Dadurch wird die Wirksamkeit noch erhöht.

      • Im zweiten und dritten Jahr wurde die Prozedur wiederholt.

      • Der Impfvorgang geht zwar schnell, man muss aber eine halbe Stunde unter ärztlicher Beobachtung bleiben, um bei einem möglichen allergischen Schock sofort eingreifen zu können. Da mit jeder Impfung die Dosis erhöht wird, kann es bei den Impfungen 6 und 7 schon mal vorkommen, dass die Einstichstelle leicht anschwillt und stärker juckt. Am Tag der Impfung sollte man keinen Sport mehr treiben und keine körperlich schweren Arbeiten durchführen.

      • Neue Impfmöglichkeit 1
        Es gibt jetzt aber auch die Schnellimpfkur, bei der innerhalb von 4 Wochen mit 7 Spritzen die Hypersensibilisierung durchgeführt wird. Ich persönlich habe noch keine Erfahrungen damit, habe aber schon viel gutes darüber gehört.

      • Neue Impfmöglichkeit 2
        Es gibt jetzt aber auch die Möglichkeit der Schluckimpfung, bei der die Hypersensibilisierung innerhalb von 2 bis 3 Monaten erfolgt. Dabei werden Tropfen unter die Zunge gegeben. Ist zwar ein Ersatz, wer ungern gespritzt wird, soll aber bei weitem nicht so wirksam sein, wie eine Spritzenkur.

      • Neue Impfmöglichkeit 3
        Seit November 2006 gibt es die neu zugelassene Impftablette "Grazax". Dabei wird eine Tablette unter die Zunge gelegt, die sich dann allmählich auflöst. Die Behandlung erstreckt sich über 3 Jahre, die Wirkung soll aber schon nach einem Monat einsetzen. Leider ist diese Version nur für Gräser-Pollen geeignet. Wie wirksam diese Variante ist, wird sich erst nach dieser Pollensaison zeigen können.



      Hinweis:
      Welche der oben genannten Behandlungsformen für Ihre Pollenallergie am geeignetsten ist, muss ein erfahrener Arzt herausfinden. Soweit ich weiß, werden diese Behandlungsmöglichkeiten auch von den gesetzlichen Kassen übernommen, zu mindest war es bei meinen Spritzenkuren so.

      Eigene Erfahrungen
      Bei mir wurde es das erste Mal Anfang der Neunziger Jahre gemacht, mit durchschlagendem Erfolg. Schon im ersten Jahr konnte ich unter einer blühenden Birke schlafen, obwohl die Birke mit Grad 5 die höchste Belastung hat, ohne Schnupfen, tränender Augen oder gar Kopfschmerzen. Interessant die Feststellung, dass selbst Pollen, gegen die ich überhaupt nicht mitimpft werden konnte, kaum noch allergene Wirkung zeigt. Ab 2001 ließ die Wirkung deutlich nach, weshalb eine 2. Impfserie gestartet wurde. Diese war zwar nicht ganz so wirksam, aber trotzdem super wichtig. Denn immer am ersten Tag des Pollenfluges bekomme ich einen Schnupfenanfall, der am folgenden Tag völlig verschwunden ist, und für diese Pollenart auch meist nicht mehr wieder kommt, es sei denn, durch den Wind werden Pollen es weit entfernt liegenden. Es waren 4 Tage, je einer für die Hasel, die Birke, den Beifuss und Getreide.
      Eine Reduzierung der tierischen Eiweißzufuhr habe ich ausprobiert, brachte aber keinerlei Besserung. Berichte in einigen Homepages hatten dazu geraten. Mehr dazu später.

      Alternative Behandlungsmethoden

      Es wird ja immer wieder nach alternativen Behandlungsmöglichkeiten gesucht. Hierzu einige Hinweis:

      • Akupunktur:
        Soll ebenfalls sehr wirksam sein, habe ich aber noch nicht ausprobiert. Wird wohl auch nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Kenne auch noch keinen, der die Wirksamkeit mir persönlich bestätigte.

      • Homöopathie
        Seit einem Jahr im Gespräch ist die Adhadota-Pflanze (indisches Lungenkraut). Soll besonders bei Hausstaub- und Pollenallergie helfen. Gibt es als Extrakt sowohl als Tablettenform, als auch als homöopatische Tropfen (z.B. "Allergin" von der Firma Klosterfrau für ca. 10 Euro in der Apotheke). Bei den Tropfen soll die Dosierung bei 3 bis 6 Mal am Tag jeweils 10 Tropfen betragen. Ein Bekannter probiert zurzeit das Mittel aus und will mich über die Wirkung bei ihm informieren. Später also mehr.

      • Brottrunk:
        Immer wieder hört man Pressemeldungen, dass Patienten nach regelmäßiger Einnahme des Brottrunkes deutliche Linderungen erfahren haben. Hier habe ich keine Erfahrungen.

      • Verzicht auf tierisches Eiweiß???
        In einigen Homepages wird propagiert, dass tierisches Eiweiß Allergien (auch Pollenallergien) fördern sollen. Ganz besonders wird dabei gegen die Milch vorgegangen, die regelrecht als Gift bezeichnet wird. Mit verlässlichen Studien ist so etwas leider nicht untersetzt.

        Es scheint eher das Gegenteil der Fall zu sein: Tests in den USA haben ergeben, dass Joghurt bei Gräserpollenallergikern Linderung verschafft. Allerdings halte ich die angegebene Menge von einem halben Liter Joghurt für recht bedenklich hoch, den unabhängig von Allergien sollte man die Eiweißzufuhr für den Körper nicht zu hoch halten. Und bei fettreichem Joghutz kommt noch ein ausgesprochens Kalorienproblem dazu, dass mit Süßung durch Zucker noch verstärkt wird.
        Auch wird zurzeit untersucht, ob nicht die Kolostralmilch (Vormilch oder Erstmilch bis 48 Stunden nach dem Kalben) der Kühe den Kälbern einen lebenslangen Pollenschutz mitgibt und ob diese Substanzen für den Menschen von Nutzen sein könnte.
        Hinweis in diesem Fall: Die Kuhmilchunverträglichkeit beruht auf dem Fehlen eines Enzyms im Körper und hat nichts mit der Überempfindlichkeit gegen die pflanzlichen Eiweißstoffe der Pollen zu tun. Von Veganern kam an mich schon oft der Hinweis, dass das Eiweiß der Milch an den Allergien schuld seien. ??? Wenn man diesen Faden weiter spinnt, dann müssten ja die pflanzlichen Eiweße in der Nahrung erst recht Allergien fördern! Also Vorsicht vor diesen Meinungen!

      • Zwiebeln
        Rohe Zwiebeln sollen ein leichtes Antihistaminikum sein, weil das Flavonoid Quercetin die Ausschüttung des Histamins behindert. Wer Zwiebeln verträgt, und auch seiner Umgebung den Zwiebelduft zumuten kann, sollte es versuchen.


      Die letzten beiden Tipps zur alternativen Behandlung habe ich in einem Bericht der ARD gefunden. Wer den Tipp im Original nachlesen möchte, klick hier!

      Außer der Akupunktur kann man alle aufgeführten Möglichkeiten recht einfach selbst ausprobieren, ohne in ausgesprochen gesundheitliche Gefahren zu laufen. Selbst wenn es persönlich nicht gegen die Pollenallergie hilft, dienen solche Mittel wie Brottrunk, Zwiebel oder Joghurt sicher der Gesundheitsvorsorge und sind kein rausgeworfenes Geld.

      Erste Hilfe

      Oft treten allergische Reaktionen recht plötzlich auf, weil man die Vorboten nicht so beachtet hat. Dann helfen Antihistaminika mit den Wirkstoffen "Loratadin" oder "Mizolastin", wenn es um Nasentropfen bzw. Tabletten geht, oder "Levosetrizin" wenn es um Beschwerden bei den Augen geht.
      Ich persönlich habe aber festgestellt, dass bei Tabletten die Zeit meist zu lange ist, ehe die Wirkung einsetzt. Tabletten setzt man schon etwas als Vorbeugung ein, wenn man weiß, dass man raus in die Pollen muss, aber eine Hypersensibilisierung noch nicht möglich ist, oder der Zeitpunkt verpasst wurde.
      Bei der Anzahl der vielen Mittel, die freiverkäuflich in der Apotheke zu haben sind, muss man sich vom Apotheker beraten lassen, weil oft Nebenwirkungen zu beachten sind. Erst wenn man "sein" Mittel gefunden hat, sollte man an einen Kauf im Internet denken.

      Vorsicht Wechselwirkungen!

      Antiheuschnupfenmittel (Antihistaminika) beziehen ihre Wirkung daraus, dass sie das bei einer Allergie vom Körper ausgeschiedenes Histamin blockieren. Moderne Antihistaminika machen nicht mehr so müde, wie noch früher. Problem ist nur, dass viele andere Präparate, wie Schlafmittel und Erkältungsmittel, ebenfalls Antihistaminika enthalten. Nimmt man zum Antiheuschnupfenmittel noch zusätzlich ein Erkältungsmittel ein, kann es zu einer sehr heftigen Wirkungsverstärkung kommen, die dann wirklich stark müde machen und bis zur völligen Fahruntauglichkeit führen kann! Auch Medikamente gegen Reizhusten, starke Schmerzen, Parkinson und Muskelverspannungen können zu einer Wirkungsverstärkung führen. Nehmen Sie neben diesen Antihistaminika andere Arzneimittel ein, sollten Sie Ihren Arzt, aber spätestens Ihren Apotheker vorher befragen. Auch bei nichtrezeptpflichtigen Mitteln! Bei erstmaliger Behandlung sollten Sie sich gezielt beobachten, ob Sie eine Verminderung der Reaktionsfähigkeit an sich beobachten. So etwas kann nicht nur für Sie, sondern auch für andere, lebensgefährlich werden.
      Ein alternative Möglichkeit der Behandlung besteht darin, dass man keine Tabletten nimmt, sondern die nur vor Ort wirkenden Mittel, wie Nasenspray oder Augentropfen. Hier muss man vor und Nachteile abwägen.

      Vorbeugungsmöglichkeiten?

      • Vorbeugung 1:
        Viele Experten meinen, die starke Zunahme der Allergien beruht darauf, dass Kinder kaum noch mit Keimen in Berührung kommen und zu wenige Infektionen durchmachen würden. Das mag wohl möglich sein. Aber Ausnahmen bestätigen die Regel. Ich bin ab dem 6. Lebensjahr im ländlichen Bereich aufgewachsen, mit Kaninchen, Hühnern und vielen Besuchen auf einem Bauernhof. Später habe ich einen Garten selbst bearbeitet. Trotzdem hat sich bei mir eine breitbandige Pollenallergie eingestellt.

      • Vorbeugung 2: Experten wollen beobachtet haben, dass Kinder die Wurmbefall hatten, später in ihrem Leben seltener an Pollenallergien zu leiden haben. Studien dazu sollen allerdings erst beginnen, also Vorsicht.

      Pollenallergie und Sport?

      Zum Glück kein Problem. Im Gegenteil, selbst bei Sport im Freien wird die Atmung verbessert und gestärkt. Das wirkt sich sogar dann aus, wenn man in der Hauptpollenzeit sportlich aktiv ist. Ich habe nämlich selbst die Erfahrung gemacht, dass ich beim Joggen während des Pollenflugs der Birken weniger Probleme hatte (Nase lief weniger), als wenn ich zu Hause in der geschlossenen "Bude" gehockt habe. Ähnliche Erfahrungen habe ich schon von anderen Läufern gehört. Ich sage dann immer, mein Körper muss der abgeforderten Leistung mehr Aufmerksamkeit widmen, als auch noch die "Nase laufen" zu lassen. Aber das muss jeder individuell ausprobieren. Nur von vornherein den Heuschnupfen als Sport hinderlich zu bezeichnen, ist leider eine glatte Ausrede. Da dürfte ich mit meinen nachgewiesenen 18 Allergenen überhaupt nicht aus dem Haus gehen. Ich bin aber ein erfahrener Ganzjahresjogger. Lesen Sie hier meine Joggingtipps:
      Zu den Joggingtipps!

      Das Kreuz mit der Kreuzallergie

      Pollenallergiker haben oft das "zweifelhafte Glück" gleich an einer Kreuzallergie zu leiden. D.H. sie sind nicht nur allergisch gegen die Pollen in der Luft, sondern reagieren auch allergisch auf bestimmte Stoffe (meist Eiweißstoffe) in der Nahrung. Eine typische Kombination ist die Pollenallergie gegen Birkenpollen und gleichzeitig auch gegen das Essen von Äpfeln und/oder Nüssen. Obwohl ich sehr breitbandiger und starker Pollenallergiker bin, konnte ich noch keine vollen Symptome einer ausgebildeten Kreuzallergie feststellen.
      In diesem Zusammenhang dürfte eine Meldung aus dem ARD-Teletext ganz interessant sein, die die Apfelallergiker betrifft: Es wurde in Studien festgestellt, das Apfelallergiker bei neuen modernen Apfelsorten oft dramatisch stärker reagieren, als bei alten Apfelsorten, bei denen sie oft kaum oder gar nicht reagieren. Die Ursache wurde in den Polyphenolen gefunden, die ältere Apfelsorten noch im Fruchtfleisch besitzen. Die Polyphenole haben die Eigenschaften, die Allergie auslösenden Eiweißstoffe zu blockieren! Bei modernen Sorten wurden diese Polyphenole herausgezüchtet, weil die Polyphenole die Äpfel geschmacklich säuerlich und leicht bitterlich machen. Das deckt sich mit meinen Erfahrungen, denn Äpfel aus dem eigenen Garten (angepflanzt noch zu DDR-Zeiten Ende der 70er Jahre) kann ich in großen Mengen verspeisen, während ich bei gekauften Äpfeln schon mal öfter ein Kratzen im Hals hatte. Könnte eine Erklärung sein.
      Falls Sie also erst seit kurzem Apfelallergiker sind, versuchen sie es mal mit alten Sorten von einem Bio-Bauern.



      Tipps und Tricks

      Hier ein paar Hinweise, wie man sich den Heuschnupfen erleichtern kann:

      • Wer nur ein kurzzeitiges Allergen hat, der fährt einfach die 2 - 3 Wochen in Urlaub (über 1.500 m Höhe kommen kaum noch Pollen vor, oder an der Küste oder auf Inseln oder gar im tiefen Süden oder hohen Norden). Leider müssen die "Kohlen", der Chef muss mitspielen und der Lebenspartner sollte nicht auch noch Heuschupfen mit anderen Allergenen haben. Wer hat schon soviel Urlaub.

      • In letzter Zeit ist viel zu lesen, dass Zink die Häufigkeit der Niesattacken mindern kann, wenn im Körper ein Zinkmangel vorliegt. Da ich früher davon schon mal gehört habe, hatte ich es voriges Jahr einmal probiert und vor der Birkenblüte jeden Tag eine Zinktablette genommen, um meinen einen Tag Niesanfall auch noch zu verhindern. War leider nicht erfolgreich. Neuerdings empfohlen wird Curazink aus der Apotheke, weil dort das Zink am körpereigenen Eiweißstoff Histidin andockt.

      • Wenn der für Sie zutreffende Pollenflug beginnt, Fenster immer geschlossen halten und nur zu schwachen Pollenflugzeiten lüften, in der Regel morgens zwischen 6 und 8 Uhr (Stadt) und 19 bis 24 Uhr in ländlichen Gebieten. Ganz besonders beim Schlafzimmer aufpassen.

      • Kleidung, mit der man an der frischen Luft war, auf keinen Fall mit ins Schlafzimmer nehmen, damit sie wenigstens eine ruhige Nacht haben.

      • Wer beim Schlafen trotzdem Probleme mit Niesattacken bekommt, sollte mal bei den Experten vom Schlaflabor vorbeischauen. Die Geräte zur Bekämpfung der Schlaf-Apnoe (z.B. Fa. Weimann) haben 2 ntegrierte Filter, die die Pollen ganz super in der Nacht von der Nase fernhalten. Man kann sogar mit geöffneten Fenstern schlafen!

      • War der Pollenflug im Freien stark, sofort nach betreten der Wohnung Haare waschen, weil viele Pollen in den Haaren meist unsichtbar hängen bleiben.

      • Laut einer Schweizer Studie soll die Selbsthypnose helfen, dass das Immunsystem nicht mehr so stark auf Pollen reagiert. Kurse soll es bei den Volkshochschulen und Krankenkassen geben.

      • Auch wenn ich nach meiner Hyposensibilisierung noch einen schweren Schnupfenanfall habe (erster Tag nach Pollenflugbeginn), dann greife ich zu CromoHexal Kombi (Nasenspray und Augentropfen) und / oder zu Lorano, einer Tablette.

      • Ich hoffe, meine Tipps konnten helfen.



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