Home Ernährungstipps Fitnesstipps Gesundheitstipps Hoteltipps Wasser Wohlfühlen Kräuterfibel Kochen Sparen


Tricks bei großer Hitze

  Zurück

Wichtiger Hinweis:
Die nachfolgenden Tipps ersetzen auf keinen Fall eine medizinische Beratung, weil eine Selbstmedikation immer mit Risiko verbunden ist. Auch scheinbar harmlose natürliche Mittel können zu unbeherrschbaren Nebenwirkungen führen. Und wenn es nur eine Kreuzallergie bei Äpfeln ist, um nur ein Beispiel zu nennen.
Beachten Sie auch: Ich gebe meine Tipps aus besten Wissen und Gewissen. In vielen Fällen sind sich aber nicht mal die Experten einig. Das beste Beispiel sind die Ernährungstipps, die sich fast jährlich ändern.

So wohl im Urlaub, als auch in der Hitzewelle 2006 in Deutschland, können mit einigen kleinen Tricks die Belastungen minimieren. Die bei großer Hitzewelle auftretende Kreislaufbelastung sollte man nicht unterschätzen. Auf einige Fehler möchte ich hinweisen.

Kopf ungeschützt

Viele Mitteleuropäer laufen aus Gründen des Aussehens im Sommer bei starker Sonneneinstrahlung ohne Kopfdeckung rum und weil man denkt, das Schwitzen am Kopf wird durch die Kopfbedeckung gesteigert. Das Gegenteil ist der Fall. In südlichen Ländern (auch der USA) gehört ein Hut zur Standardausrüstung, wenn man länger in der Sonne unterwegs ist. Eine Überhitzung des Kopfs bringt den gesamten Körper aus dem Tritt, nicht nur beim Sonnenstich. Nicht umsonst soll mal ein berühmter Arzt gesagt haben: "Den Kopf halt kalt, die Füße warm, das macht den besten Doktor arm."
Da ist mehr als ein Körnchen Wahrheit dabei.

Hätten Sie es gewusst?
Der Innenraum eines 15C kühlen Autos erhitzt sich bei Sommertemperaturen von über 30C beim Stehen in der prallen Sonne innerhalb von 10 Minuten auf über 60C!!! Deshalb nie Kinder, ältere Menschen und Tiere in einem Auto auch nur für kürzere Zeit allein lassen.

Bekleidung weglassen

Viele Leute denken, je weniger Kleidung man trägt, desto weniger schwitzt man. Viel freie Haut lässt auch viel Sonne an den Körper und heizt diesen nur unnötig ab. Helle luftige Kleidung, die auch gut Schweiß aufsaugen kann, ist am besten. Dabei hat sich insbesondere Baumwollkleidung bewährt, die eben auch mal die Strahlung der Sonne zurück wirft.
Auch durch Bekleidung geht die UV-Strahlung (zwar gebremst) durch. Die UV-Strahlen blockierende Wäsche verringert auch die Masse der Strahlen, die bis zur Haut kommen.

Eiskalte Getränke

Eiskalte Getränke sind der völlig falsche Weg der Hitzebekämpfung. Man kann sich dabei schwer den Magen verderben. Wenn das Getränk schon eiskalt ist, dann nur in kleinen Schlücken trinken. Eiswürfel weglassen, denn die sind besonders in südlichen Ländern fast immer stark mit Keimen belastet.
Irrglaube ist häufig, dass eiskalte Getränke vor dem Schwitzen helfen. Das Gegenteil ist der Fall! Kommt das eiskalte Getränk in den Magen, reagiert der Körper sofort und startet ein Erwärmungsprogramm, um seinen Magen zuschützen. Durch Aktivierung des Stoffwechsels wird im Körper Wärme produziert, um den Magen zu erwärmen. Dabei wird in der Regel mehr Wärme produziert, als Kälte mit dem Getränk zugeführt wurde, mit dem Resultat, dass die überschüssige Wärme durch zusätzliches Schwitzen wieder abgegeben wird.
Besser ist, gleich temperierten Kräutertee zu trinken.

Kalt Duschen

Für den ersten Augenblick scheint bei starker Erhitzung kaltes Duschen wirklich zu erfrischen, weil die Hauttemperatur kurzzeitig sinkt. Aber ähnlich wie bei eiskalten Getränken wehrt sich der Körper plötzlich, in dem der die Wärmeproduktion steigert und nach dem Duschen bricht man erst recht in Schweiß aus.
Deshalb besser gleich lauwarm duschen, da wird der alte Schweiß entfernt, und man bricht nicht gleich wieder in Scheiß aus.

Durchzug schaffen

Mit Durchzug kann man einen überhitzten Raum tatsächlich in der Temperatur senken. Man sollte aber in dieser sich nicht im Raum befinden. Bei Durchzug tritt eine erhöhte Luftgeschwindigkeit auf, die an ungeschützten Körperteilen zu einer örtlichen Unterkühlung führen kann, erst recht, wenn man geschwitzt hat. Nicht umsonst schützen sich Radrennfahrer durch Jacken und untergesteckte Zeitungen im Trikot beim Bergab fahren vor der unterkühlenden Zugluft. Gerade örtliche Unterkühlung schwächt ganz besonders stark die Immunabwehr. Durchzug ist der Grund für viele Leute, sich eine Sommergrippe einzufangen.

Nasse Tücher aufhängen?

Der Schuss könnte nach hinten losgehen. Warum?
Hintergrund: Um sich Wohlzufühlen bedarf es nicht nur eines bestimmten Temperaturbereichs, sondern auch eine zugehörige optimale Luftfeuchtigkeit.
Jeder wird schon mal bemerkt haben, dass man hohe Temperaturen besser ertragen kann, wenn die Luftfeuchtigkeit gering ist. Das kommt daher, dass trockene Luft den Schweiß besser aufnehmen kann. Die normale Temperaturregelung des Körpers kann funktionieren. Ist die Luftfeuchtigkeit aber hoch, kann der Schweiß wesentlich schlechter verdunsten (und damit den Körper kühlen), weil die feuchte Luft kaum mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann. In der schwülen Luft rinnt der Schweiß, ohne zu kühlen.
Wenn man nun mit den feuchten Tüchern viel Wasser in den Raum bringt, erzeugt man künstlich schwüle Luft. Den Effekt der kurzzeitigen Temperatursenkung erkaufe ich mir mit einer ständigen schwülen Luft.
Die Temperatursenkung durch das Aufhängen von feuchten Tüchern (möglichst mit sehr kaltem Wasser getränkt) ist dann am besten, wenn durch ständige Lüftung die nun sehr feuchte Luft abgeführt werden kann. Also nicht bei geschlossener Tür und Fenster anwenden.

Kühlschranktür offen lassen?

Die ständig offen stehende Kühlschranktür (kalte Luft fließt aus) ist eine ideale Möglichkeit, die Hitze im Raum noch zu steigern. Der Kompressor an der Rückseite läuft im Dauerlauf und erzeugt jede Menge Wärme. Ein Kühlschrank kann nur 15% des verbrauchten elektrischen Stroms in Kälte umsetzen. Aber 85% werden an der Rückseite in Wärme an den Raum abgegeben. Eine gute Heizungsanlage.

Und Sport?

Wer bisher keinen Sport getrieben hat, sollte nicht während einer Hitzeperiode damit anfangen. Wer schon trainiert ist, dem macht auch die Hitze beim Sport nichts aus, wenn er ausreichend genug trinkt.
Die Wärme ist nicht das Problem. Beim Sport im Freien geht die größere Gefahr von der Ozonbelastung aus. Deshalb sollte man sich erkundigen, wann für seinen Ort die höchste Ozonbelastung ist und sollte diese Zeit unbedingt vermeiden!

Extratipp 1:
Klingt banal, aber das wichtigste bei großer Hitze ist das ausreichende Trinken! Nur wer genügend trinkt, kann über die Schweißproduktion seine Körpertemperatur auch wirklich im optimalen Bereich halten und beugt so Kreislaufproblemen vor! Wichtig dabei, über den Tag verteilt gleichmäßig trinken. Lieber pro Stunde ein Glas Wasser trinken, als in einem Zug eine Flasche Wasser hinter zu stürzen!
Allein durch die Atemluft und normale Transpiration verliert der Körper schon beim Schlaf ca. 0,25 l an Flüssigkeit wenn er bei normalen Temperaturen (z.B. im Winter) schläft. Bei den tropischen Temperatur 2006 in Deutschland (oder in warmen Ländern) ohne Klimaanlage schwitzt man im Schlaf noch mehr. Wer dann immer noch am Morgen nur seine normale tasse Kaffee trinkt, geht schon mit einem Flüssigkeitsmangel in den Tag und muss sich nicht wundern, wenn es ihm nicht von Anfang an gut geht! Bei so einem Wetter gleich erst mal nach dem Aufstehen ein Glas Wasser trinken, besser gleich 2.

Extratipp 2:
Kaffee, Tee und Bier regen die Nierentätigkeit an und führen zu einem verstärkten Harnabgang. In großer Hitze nicht unbedingt eine positive Tendenz, da es zu Flüssigkeitsmangel führen kann.
Alkohol hat noch eine ungünstige Wirkung auf den Körper, weil es die Gefäße weit stellt. Dadurch sinkt der Blutdruck bei einigen Menschen gefährlich ab, was zu Ohnmachtsanfällen führen kann. Also in der Hitze Finger weg von Alkohol.

Ventilatoren helfen

Zu stark dimensionierte Ventilatoren haben die gleiche Wirkung wie Durchzug, weil auf der durch Schwitzen feuchten Haut eine starke Unterkühlung stattfindet.

Klimaanlagen helfen

Richtig eingestellte Klimaanlagen helfen tatsächlich, dass der Körper wenig belastet wird. Zu starke Kühlung belastet aber die Immunabwehr und schadet eher. Gehen Sie in einer Pause auch mal aus dem klimatisierten Raum heraus, damit sich der Körper an Temperaturwechsel gewöhnt!



Wohnung ständig lüften!

Na dann lassen wir mal die paar Grad draußen auch noch rein. Wenn die Temperaturen im Freien die 30C Marke überschreitet, kann es nur heißen Fenster zu, wenn die Innentemperatur noch unter 30C liegt. Nur über Nacht oder in den frühen Morgenstunden lüften.
Wichtiger ist aber, die Sonne am Eindringen durch die Fenster hindern. Dabei gilt immer dem Sonnenschutz den Vorzug zugeben, der die Sonne daran hindert, erst die Fensterscheibe zu erreichen. Hinter der Fensterscheibe tritt der so genannte Treibhauseffekt ein, weil Lichtstrahlen beim Durchtreten der Fensterscheibe in Wärmestrahlung umgewandelt werden und so die Temperatur im Zimmer noch erhöhen.

Abkühlung unnötig?

Wenn der Körper überhitzt ist, sollte man sich vor einem Sprung ins erfrischende Nass immer kurz etwas abkühlen, egal ob man kurz duscht, oder nur mal kurz planscht. Nicht jeder Kreislauf verträgt eine ruckartige Abkühlung, auch wenn das Wasser scheinbar schon sehr warm ist. Wer seinen Körper bei Saunagängen an solche Temperaturwechsel gewöhnt hat, ist natürlich klar im Vorteil.

Auto-Klimaanlagen helfen

Auch hier gilt, nicht zu kalt einstellen. Tipps zur Einstellung gibt es Hier!
Vorsicht vor heruntergelassenen Fenstern! Die Zugluft kann schnell zu Unterkühlungen an ungeschützten Körperteilen führen. Gern betroffen der bloße Nacken. Viel Spaß, wenn der Hals steif wird.

Ich hoffe, meine Tipps konnten helfen.



Zurück Zum Seitenanfang
Home Ernährungstipps Fitnesstipps Gesundheitstipps Hoteltipps Wasser Wohlfühlen Kräuterfibel Kochen Sparen