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Hörfehler, die schleichende Gefahr

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Wichtiger Hinweis:
Die nachfolgenden Tipps ersetzen auf keinen Fall eine medizinische Beratung, weil eine Selbstmedikation immer mit Risiko verbunden ist. Auch scheinbar harmlose natürliche Mittel können zu unbeherrschbaren Nebenwirkungen führen. Und wenn es nur eine Kreuzallergie bei Äpfeln ist, um nur ein Beispiel zu nennen.
Beachten Sie auch: Ich gebe meine Tipps aus besten Wissen und Gewissen. In vielen Fällen sind sich aber nicht mal die Experten einig. Das beste Beispiel sind die Ernährungstipps, die sich fast jährlich ändern.

Das Problem

Von vielen Leuten unterschätzt werden die Gefahren durch den schleichenden Verlust der Hörfähigkeit. Das Problem für unsere Ohren ist, dass sie von der Natur überhaupt nicht für laute Umgebung ausgelegt wurde. Denn jahrhunderte lang galt es nur die Natur zu belauschen, ohne sich zu viel zu spezialisieren. Deswegen ist unser Gehörsystem recht zart aufgebaut.

Wie sieht aber die Wirklichkeit aus? Es gibt doch meist nur noch in abgelegenen Gebieten einen kaum noch spürbaren Lärmpegel. Ansonsten gibt es mehr oder weniger ein ständige starke bis sehr starke Beschallung. Wer seine Wohnung an einer viel befahrenen Straße hat, kann sogar in der Nacht "ein Lied" davon singen. Nach dem Aufstehen geht sofort der Griff zum Radio oder zum Fernsehgerät (möglichst noch im Bad). Auf dem Weg zur Arbeit ist es das Autogeräusch, das extra noch übertönt wird, weil das Autoradio lauter aufgedreht wird. Selbst in vielen Büros herrscht noch nicht mal Ruhe, da nur modernste PS nur leise sind, von Industriearbeitsplätzen ganz zu schweigen. Wer dann noch in eine Disco geht, weiß aus medizinischer Sicht überhaupt nicht, was er seinem Hörapparat antut.

Der Körper schützt sich dadurch, dass er zeitweise die Hörschwelle senkt, um sich vor zu lautem Lärm zu schützen. Noch ist es erst mal eine zeitweise Schwerhörigkeit. Innerhalb einiger Stunden regeneriert sich das Gehör, so dass die Hörschwelle wieder steigt. Gibt man dem Gehör diese Ruhepause nicht (oder nicht lang genug) kommt es mit der Zeit zu einer ständigen Senkung der Hörschwelle. In diesen Fällen werden meist die feinen Flimmerhaare im Ohr so geschädigt, dass die Regeneration nicht mehr erfolgen kann und die Lärmschwerhörigkeit, genauer Innenohrschwerhörigkeit, beginnt.

Höre ich eben alles leiser!

Diese Meinung ist leider oft anzutreffen. Problem bei der ganzen Sache ist leider, dass sich die Schädigung nicht über das gesamte Frequenzband des Gehörs erstreckt, sondern meist nur auf bestimmte Teile davon. Tragisch dabei ist, dass meist der Hörverlust bei den hohen Tönen, bzw. bei den für die Verständigung wichtigen Frequenzen erfolgt. Das hat schlimme Konsequenzen, weil dadurch wichtige Töne nicht mehr sicher erkannt werden. Aus dem Umgebungslärm kann dann oft nicht mehr der wichtige Teil erkannt werden, gerade weil der Frequenzbereich der normalen menschlichen Stimme oft dabei ist. Aber auch solche Geräusche wie Signalgeräte, Klingeln herannahende Fahrzeuge werden nicht, oder zu spät erkannt, auch mit leider fatalen Folgen. Was nützt der beste Rauchmelder, wenn ich ihn wegen Schwerhörigkeit nicht wahrnehme!

Besonders schlimm ist eigentlich, dass man diesen schleichenden Hörverlust meist nicht mal bemerkt. Wenn man die Piepvögel in der Natur nicht mehr hört denken die meisten Leute doch, durch die Umweltbelastung sich die Vögel verschwunden. Es gibt eigentlich nur 2 Methoden zum Feststellen der Schwerhörigkeit:

  • Am genausten beim Hörtest beim Akustiker.

  • Durch die gestörte Kommunikation mit der Umwelt.

Wann sollte ich zum Hörtest

Wer auf die Anzeichen achtet, merkt an der gestörten Kommunikation mit seinen Mitmenschen, dass man ein Hörproblem hat. Es sind dies:

  • Bei Besprechungen können alle Beteiligten vom Gehör her folgen, nur Sie haben wirklich nicht alle Sachen gehört, weil es Ihnen zu leise war.
  • Wenn Sie öfter die Frage gestellt bekommen, warum Sie das Radio (Fernseher) so laut einstellen. Oder im umgekehrten Fall, dass Sie wegen der geringen Lautstärke der Sendung nicht mehr folgen können.

  • Sie hören schlecht, wenn Sie aus einem anderen Raum, oder von hinten angesprochen werden.

  • In lauter Umgebung, wie Auto, Bus oder Partys haben Sie Schwierigkeiten den Nachbarn zu verstehen, während alle anderen Leute der Unterhaltung folgen können.

  • Problematisch wird es, wenn Sie öfter jemanden bitten müssen etwas zu wiederholen, weil Sie es nicht verstanden haben!

  • Sehr deutlich wird es für Sie, wenn Sie von früher her wissen, dass die Ihnen bekannte Uhr tickt, Sie das Ticken aber nicht mehr hören.

  • Es schwärmt jemand vom schönen Vogelgezwitscher und Sie hören kaum etwas.

  • Sie überhören Telefon und Klingel und werden öfter mal aufgefordert (in der Familie) ans Telefon zu gehen.

  • Sie müssen sich bei Gesprächen mehr auf das eigentliche Hören konzentrieren, als auf die eigentliche Informationsaufnahme.

  • Wenn Sie bereits versuchen bei Gesprächen von den Lippen abzulesen ist es höchste Zeit für einen Hörtest.

  • Genauso ist es, wenn Sie anfangen Gesellschaften zu meiden, weil Sie nichts verstehen.

  • Und hören Sie endlich auf Freunde, Kollegen und Familie, wenn die Sie ab und zu fragen, ob Sie schlecht hören.

  • Hörtest und Hörgerät

    Ist der Hörtest schlimm? Auf keinen Fall. Es tut nicht weh und geht sehr schnell. Die 5 bis 10 Minuten sollte man sich Zeit nehmen. Es geht um Ihre Sicherheit. Viele Leute verbinden mit Schwerhörigkeit noch die Angst vor den alten klobigen Hörgeräten. Die neueren Hörgerätetypen sind wesentlich kleiner und leichter und haben noch einen Vorteil, weil man bei den digitalen Geräten mittlerer weise bestimmte Frequenzen gezielter in der Lautstärke verbessern kann. Damit ist selbst bei Hörgeschädigten in gewissen Grenzen wieder Musikgenuss möglich. Zumindest klingt es nicht mehr so dumpf, wie früher bei alten Hörgeräten. Lassen Sie sich nach einem Hörtest von einem Hörgeräteakustiker beraten. Für fast jedes Ohr und jeden Anlass gibt es den geeigneten Schutz.

    Gehörschutz

    Wer laute Hobbys hat, sollte unbedingt Wert auf einen guten Gehörschutz legen. Bei Schießsport sogar mit Bügelgeräten. Aber wer auch nur immer wieder mal mit Kreissägen, Laubsaugern oder Bohrmaschinen umgeht sollte sich mal ein Packung Gehörschutzwatte, bzw. Ohrstöpsel kaufen. Bei Ohrstöpsel liegt der Packungspreis zwar bei ca. 40 Euro, aber man kann 250 Paar Ohrstöpsel daraus machen, das sind 16 Cent je Paar. Soviel sollte Ihnen Ihr gutes gehör Wert sein!

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