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Sind Obst und Gemüse immer gesund?

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Wichtiger Hinweis:
Die nachfolgenden Tipps ersetzen auf keinen Fall eine medizinische Beratung, weil eine Selbstmedikation immer mit Risiko verbunden ist. Auch scheinbar harmlose natürliche Mittel können zu unbeherrschbaren Nebenwirkungen führen. Und wenn es nur eine Kreuzallergie bei Äpfeln ist, um nur ein Beispiel zu nennen.
Beachten Sie auch: Ich gebe meine Tipps aus besten Wissen und Gewissen. In vielen Fällen sind sich aber nicht mal die Experten einig. Das beste Beispiel sind die Ernährungstipps, die sich fast jährlich ändern.

Eine provokative Frage! Es mehren sich Medienberichte und Werbung die die gesundmachende Wirkung in Frage stellen. Was ist dran?

Obst und Gemüse sind gesund!

Dieser Grundsatz sei erst mal vorangestellt! In einer gesunden Ernährung darf Obst und Gemüse einfach nicht fehlen, sonst sind Mangelerkrankungen der verschiedensten Arten vorprogrammiert. Seien es im Extremfall gar Skorbut, bei einem extremen Vitamin C Mangel oder Beri Beri bei Vitamin B1 Mangel.

Bei einem völligen Verzicht von Obst und Gemüse fehlen nicht nur Vitamine, sondern auch viele Mineralien und Ballaststoffe, die sich nicht nur mit ein Paar Vitaminpillen ersetzen lassen!

Wo bestehen denn die Probleme?

Nicht das Obst oder das Gemüse selbst sind oft an Problemen schuld, sondern die Verarbeitungs- und Genussweise. Hier einige Beispiele:

  • Obst hat viele gesunde Inhaltsstoffe, enthält aber auch, je nach Sorte, viele Fruchtsäuren. Und bei denen liegt das Problem. Wenn säurereiches Obst gegessen wird, bleibt es nicht aus, dass beim Zubeißen das Obstfleisch an die Zähne kommt. Dabei beginnt sofort der Angriff auf den Zahnschmelz. Je länger die Einwirkzeit, umso weicher wird der Zahnschmelz. Fünfmal am Tag Obst essen heißt auch 5 Mal Angriff auf den Zahnschmelz.

  • Das Problem wird noch verstärkt, wenn man das Obst nicht konzentriert ißt, sondern immer Häppchenweise über einen längeren Zeitraum, denn dann gibt es auch eine lange Einwirkzeit.

  • Neben dem Problemstoff Fruchtsäure enthält Obst noch einen anderen Problemstoff: Zucker. Wobei ich hier noch nicht mal die Kalorien bewerte. Zucker bleibt an den Zähnen haften. Die immer im Mund vorhandenen Bakterien zersetzen den Zucker. Dabei entstehen leider Säuren und schon passiert das Gleich wie bei den Fruchtsäuren.

  • Der berühmte Apfel, der die Zähne reinigt, schadet leider mit seinen hinterlassenen Fruchtsäuren und Fruchtzucker mehr, als der Reinigungseffekt bringt.

  • Von vielen Leuten völlig unterschätzt werden Fruchtsäfte und Limonaden. Die enthalten nämlich jede Menge Fruchtsäure und Zucker. Der Begriff ohne Zuckerzusatz täuscht dabei noch, da Fruchtsäfte selbst natürlichen Zucker enthalten. Wer dann solche Fruchtsäfte schön verteilt über den Tag trinkt, denn man soll ja bis zu 2 Liter pro Tag trinken, der startet einen Dauerangriff mittels Säure auf die Zähne.

  • Passen Sie auf Babys und Kleinkinder auf! Es ist eine Unsitte geworden, diesen Personenkreis schon mit der Nuckelflasche durch zuckerhaltige Getränke die Gesundheit zu ruinieren. Es ist nicht nur, dass durch die leeren Zuckerkalorien die Kinder zum dick werden neigen, sondern oft sind die Milchzähne schon stark geschädigt, ehe das Kind anfängt richtig zu kauen!

  • Wer dann noch denkt, dann putze ich mir schnell unmittelbar nach dem Obst essen, oder dem Trinken, die Zähne, der ruiniert seine Zähne erst recht. Durch die Fruchtsäuren wird der Zahnschmelz weich und wer dann gar noch eine zu harte Zahnbürste verwendet, der putzt den schützenden Zahnschmelz weg, der Anfang vom Ende des Zahns!

  • Eine böse Falle sind auch die beliebten Süßigkeiten und Schokoladen, die ja auch jede Menge Zucker enthalten, der genauso wirkt, wie beim Obst.

  • Jeden Vorteil muss man mit einem Nachteil oft erkaufen. Die ach so gesunde heiße Zitrone bei Erkältungen setzt unseren Zähnen stark zu, da heiße Zitronensäure natürlich noch aggressiver ist.


Wie kommt man nun aus dieser Zwickmühle heraus? Denn wer möchte schon auf Obst verzichten? Einige einfache Regeln helfen:
  • Obst konzentriert essen.

  • Fruchtsäfte und Limonaden sind etwas für den Geschmack und sollte man wie eine Mahlzeit behandeln und konzentriert zu sich nehmen. Zum Durst löschen Wasser, Mineralwasser und ungesüßte Tees verwenden. Tee hilft besonders gut, wenn er warm ist, dann löst sich der Zucker besonders gut. Die berühmte Tasse Kaffee (oder Tee) nach dem Dessert (hat ja Zucker) hat schon Ihren Sinn, wenn kein Zucker drin ist.

  • Käse schließt den Magen, so heißt es. Er neutralisiert aber auch einen großen Teil der Fruchtsäuren.

  • Aber auch der eigene Speichel hilft, denn der Speichel neutralisiert ebenfalls die Fruchtsäuren und führt den Zähnen verlorene Mineralien wieder zu. Zuckerfreie Zahnpflegekaugummis fördern die Speichelbildung und stellen deshalb einen guten Schutz dar.

  • Wenn der Speichel seine Arbeit getan hat, kann man dann nach ca. 30 Minuten die Zähne putzen. Möglichst Fluorid-Zahncreme mit vielen Mineralien verwenden.


Wer sich seine Zähne ruiniert, ruiniert sich leider oft auch die Gesundheit. Angegriffene Zähne können sich bis zum Herzinfarkt ausweiten, denn diese Gefahr wird vielfach unterschätzt.

Probleme mit der Verdauung 1

Fruchtzucker (Fructose) in Früchten, Fruchtsäften und Fertiggerichten ruft leider oft Beschwerden hervor, wo keiner genau weis wie sie zustande kommen. Man unterscheidet 2 Formen

  • Fructose-Intoleranz
    Eine Erkrankung die schon im frühsten Kindesalter beginnt und bei der Fructose auch in Spuren nicht im Essen sein darf. Ist aber recht selten.

  • Fructose-Unverträglichkeit
    Spuren von Fructose bereiten noch keine Probleme, aber mit zunehmenden Gehalt können Beschwerden auftreten. Die Beschwerden entwickeln sich meist erst langsam oder können sogar im Alter wieder nachlassen. Tritt oft nicht auf, wenn gleichzeitig Glukose in der Nahrung ist. Deshalb werden oft bestimmte Früchte noch vertragen, weil sie gleichzeitig viel Glukose enthalten. Da das oft von Sorte zu Sorte und sogar mit dem Reifegrad schwankt, muss man sich auf seine persönliche Intuition verlassen.

Fehlt ein bestimmtes Enzym (oder ist nicht genügend vorhanden), gelangt der Fruchtzucker bis in den Dickdarm wird dort erst von immer vorhandenen Bakterien zersetzt. Die dabei entstehenden Gase und Flüssigkeiten (U.a. auch Alkohol, der vom Körper aufgenommen wird!) können erhebliche Blähungen bis hin zum Durchfall erzeugen. Diese Gase können durchaus sogar den Kreislauf belasten. Der Betroffene merkt irgendwann sehr schnell, dass ihm bestimmte Früchte nicht bekommen. Aber oft genug denkt er auch in die falsche Richtung. Vielen Diät und "Light"-Produkten wird statt normalem Zucker Fruktose zugemischt, nur um werben zu können, dass man keinen Kristallzucker verwendet! Braucht sich keiner zu wundern, wenn er von solchen Produkten Blähungen bekommt und im Traum nicht daran denkt, dass von diesen Produkten seine Beschwerden kommen.

Eine böse Falle ist dabei Sorbitol! Sorbitol, ein Zuckeraustauschstoff, kommt in viele Light- und Diätprodukten, kalorienreduzierten Bonbons und Süßwaren (auch für Diabetiker) und sogar Trockenfrüchten und Säften vor. Ja sogar in einigen Medikamenten und einigen Bieren wird Sorbitol eingesetzt. Bösartig deshalb, weil Sorbitol vom Körper in Fructose umgewandelt wird und schon bekommt der oben genannte Personenkreis seine Probleme, als ob er Fructose direkt gegessen hätte! Deshalb haben viele Diabetiker oft Darmprobleme!

Was gegen die Fructose tun?

Das schlechteste was man tun könnte, ganz auf Obst zu verzichten. Viele Vitamine, Mineralien und sekundäre Pflanzenrohstoffe würden uns entgehen. Deshalb kann man doch mit einigen Maßnahmen gegensteuern:

  • Aufnahme von Fructose verhindern. Zweifelhafte Diät- und Lightprodukte reduzieren. Zutatenlisten studieren und die Produkte wählen, die wenig oder keine Fructose enthalten. Wenn schon Fructose, dann lieber aus frischen Früchten.

  • Mit Traubenzucker die Aufnahme von Fructose in den Körper verbessern, denn dadurch gelangt er ja nicht in den Dickdarm. Früchte (am besten zerschnitten) mit Traubenzucker bestreuen, oder ins Kompott geben.

  • Bei Glukosearmen Früchten reicht oft auch schon etwas Kristallzucker. Denn Kristallzucker ist nichts anderes als eine Verbindung zwischen Glucose und Fructose im Verhältnis 1:1. Die im Körper freiwerdende Glukose reicht oft schon aus, dass die im Überschuss vorhanden Fructose fast vollständig aufgenommen wird. Das erklärt, warum viele Leute frische Früchte nicht vertragen, aber gezuckertes Kompott.

  • Konsequent testen, welches Obst Sie vertragen. Ein paar Tage Obacht geben, dass Sie nur eine Obstsorte zu sich nehmen (auf versteckte Säfte, Multi-Säfte achten). Wenn es keine nennenswerten Beschwerden gibt, wissen Sie welches Obst Sie essen können. Man muss nicht alle Obstsorten verwenden!

  • Nicht zu spät Obst essen, damit eventuell doch mal auftretende Blähungen raus sind, wenn Sie zu Bett gehen.

Probleme mit der Verdauung 2

Neben Fruchtzucker (Fructose) bereiten oft unverdauliche Kohlenhydrate Probleme.

  • Jedes Böhnchen ein Tönchen. Linsen bringen den Ar... zum Grinsen. Wer kennt Sie nicht die Sprüche. Hier hilft nur wirklich gut abkochen oder eben verzichten. Man muss nicht alle Gemüsesorten verwenden.

  • Auch Kohlgemüse ist für viele Leute schwer verdaulich. Meist hilft hier, wenn man durch Kochen die Kohlenhydrate bekömmlicher macht. Es muss nicht alles Rohkost sein.

  • In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass auch verarbeitete (abgekochte) Produkte wertvoller sein kann, als die entsprechende Rohkost. Die besten Beispiele sind die Tomate und die Möhre. Der Körper kann das gesundheitsfördernde Lycopin der gekochten Tomaten besser verarbeiten, als bei den rohen Tomaten. Analog ist es beim Carotin der Möhren. Dafür ist bei beiden im abgekochten Zustand der Vitamin C Gehalt deutlich vermindert.



Fazit:
Mit Obst und Gemüse ist es wie mit den Tabletten: Richtig angewendet können sie helfen. Falsch angewendet kommt es zu echten Komplikationen mit vielen Nebenwirkungen.



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