Home Ernährungstipps Fitnesstipps Gesundheitstipps Hoteltipps Wasser Wohlfühlen Kräuterfibel Kochen Sparen


Umgang mit Wald- und Wiesenpilzen

  Zurück

 

Wichtiger Hinweis:
Die nachfolgenden Tipps ersetzen auf keinen Fall eine medizinische Beratung, weil eine Selbstmedikation immer mit Risiko verbunden ist. Auch scheinbar harmlose natürliche Mittel können zu unbeherrschbaren Nebenwirkungen führen. Und wenn es nur eine Kreuzallergie bei Äpfeln ist, um nur ein Beispiel zu nennen.
Beachten Sie auch: Ich gebe meine Tipps aus besten Wissen und Gewissen. In vielen Fällen sind sich aber nicht mal die Experten einig. Das beste Beispiel sind die Ernährungstipps, die sich fast jährlich ändern.

Wieder gingen einige Meldungen von Pilzvergiftungen durch die Presse. Deshalb hier einige wichtige Hinweise zum Umgang mit Pilzen, um Pilzvergiftungen zu verhindern:

  • Pilze sammeln:
    • Sammeln Sie nur Pilze, die Sie zweifelsfrei identifizieren können.

    • Ein Pilzbuch mit Abbildung ist zwar hilfreich, sollte aber in der Anfangsphase immer mit einem Gang beim Pilzberater enden. Noch besser sind geführte Pilzwanderungen.

    • Noch ungeeigneter zum Pilze sammeln sind einzelne Fotografien. Pilze kommen oft in kleinen Abweichungen in der Natur vor, die man gut kennen muss. Ganz besonders trifft das auf Blätterpilze zu.

    • Sammeln Sie nie Pilze, die in der Nähe von Fahrstraßen gefunden werden. Pilze nehmen besonders schnell Schadstoffe auf und speichern sie.
      Deshalb Vorsicht beim Kauf von "fliegenden Händlern", denn Sie wissen nicht, wo er die Pilze her hat.

    • Es hat sich durchgesetzt, dass Pilze generell nur noch abgeschnitten werden, um die Pilzgeflechte zu schonen (also nicht mehr herausdrehen). Um die Pilze möglichst sicher bestimmen zu können, aber unbedingt sehr tief abschneiden.

    • Legen Sie sich vorher die Notrufnummern von Giftinformationszentren und Pilzberatern zurecht, bevor Sie die Pilzwanderung starten. Im Fall der Fälle muss man dann bei einer Pilzvergiftung nicht hektisch nach den Notrufnummer suchen.
  • Pilze kaufen:
    Beim Kauf von Pilzen achten Sie auf die Art des Händlers. Vorsicht ist immer geboten, wenn Sie nur am Waldrand von einem "fliegenden Händler" kaufen, die es Sommer/Herbst insbesondere entlang der Straßen durch die Lüneburger Heide gibt. Bewahren Sie immer einen Schuss Misstrauen.

  • Pilze aufbewahren:
    Sie kommen am Sammeltag nicht mehr zum Pilze essen? Einen Tag kann man Pilze kühl und trocken aufbewahren! Zum Konservieren von Pilzen (siehe Text Ende) die Verarbeitung noch am Sammeltag starten.
    Eine bereits zubereitete Pilzmahlzeit kann man unter Einhaltung der hygienischen Verhältnisse wie alle anderen Mahlzeiten nochmals aufwärmen.

  • Pilze aufheben:
    Bei Kulturpilzen braucht man es nicht, aber bei selbst gesammelten Pilzen sollte man immer mindestens 2 - 3 Exemplare für ca. 2 Tage aufbewahren, damit man bei eventuellem Unwohlsein an Hand der Proben schnell eine Pilzvergiftung ausschließen oder auch bestätigen kann.

  • Alkohol meiden:
    Zu Wald- und Wiesenpilzen sollten Sie nie bei der Pilzmahlzeit Alkohol trinken. Auch bei ungiftigen Pilzen können sich Beschwerden einstellen, die einer Pilzvergiftung ähneln.

  • Unwohlsein nach Pilzgerichten:
    Treten bis zu 2 Tagen nach einem Wildpilzgericht Beschwerden auf, immer zum Arzt und ihn auf den Genuss von Wildpilzen hinweisen. Zum Arztbesuch dann immer die aufbewahrten Pilzproben mitnehmen, eventuell auch Erbrochenes oder Stuhl.

  • Wie oft Pilze essen:
    Essen Sie nicht mehr als 200 g Pilze je Mahlzeit, auch bei Kulturpilzen, weil Pilze schwerverdaulich sind. Wegen möglicher Schadstoffbelastung sollte man nicht mehr als 2 Wildpilzmahlzeiten die Woche zu sich nehmen.

  • Pilze trocknen:
    Sie haben sehr viele Pilze gefunden? Besonders Rotkappen, Steinpilze, Maronen und Pfifferlinge eignen sich besonders gut zum Trocken. Dazu Pilze wie üblich putzen, in Streifen schneiden und auf dünnen Bindfaden aufziehen und am trockenen und luftigen Ort aufhängen. Wer sich das Auffädeln sparen will, muss die Pilze aber öfter wenden! Getrocknete Pilze im Schraubverschlussglas aufbewahren.

  • Pilze einfrieren:
    Sie haben sehr viele Pilze gefunden? Fast alle Pilzarten lassen sich gut einfrieren. Pilze putzen, in Stücken schneiden und gut blanchieren. Pilze schnell abkühlen und in Gefrierschalen oder Gefrierbeuteln schnell Schockfrosten.

Zurück Seitenanfang
Home Ernährungstipps Fitnesstipps Gesundheitstipps Hoteltipps Wasser Wohlfühlen Kräuterfibel Kochen Sparen