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Radon in Wohnungen

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Wichtiger Hinweis:
Die nachfolgenden Tipps ersetzen auf keinen Fall eine medizinische Beratung, weil eine Selbstmedikation immer mit Risiko verbunden ist. Auch scheinbar harmlose natürliche Mittel können zu unbeherrschbaren Nebenwirkungen führen. Und wenn es nur eine Kreuzallergie bei Äpfeln ist, um nur ein Beispiel zu nennen.
Beachten Sie auch: Ich gebe meine Tipps aus besten Wissen und Gewissen. In vielen Fällen sind sich aber nicht mal die Experten einig. Das beste Beispiel sind die Ernährungstipps, die sich fast jährlich ändern.

Das Problem Radon in Wohnungen ist nicht neu und besteht schon, seit die ersten Menschen sich Wohnraum beschafften, egal ob erste Hütte oder erste Wohnhöhle. Nur kannte man lange Zeit dieses radioaktive Edelgas nicht, das es geruchlos, geschmacklos, nicht sichtbar ist und nur durch spezielle Verfahren nachgewiesen werden kann.

Was ist das Radon

Was viele Menschen nicht wissen, es gibt seit Entstehung der Erde ein natürliche Radioaktivität, weil viele Elemente nicht nur aus einem einzigen stabilen Isotop bestehen, sondern, sondern auch aus instabilen anderen Isotopen. Die instabilen Isotope zerfallen in komplizierten Zerfallreihen unter Ausstrahlung von Radioaktivität, bis sie in ein stabiles Isotop zerfallen und dann bestehen bleiben. Viele dieser instabilen Isotope haben sehr lange Zerfallszeiten (Halbwertszeit - Die Zeit, bis nur noch die Hälfte der ursprünglichen Ausgangsmaterials vorhanden ist), teils Halbwertzeiten von einigen Millionen Jahren. Und der natürliche Zerfallsprozess dieser Isotope kann vom Menschen nicht beeinflusst werden. Diese Radioaktivität hat nichts, aber überhaupt nichts mit der Tätigkeit des Menschen zu tun!
Und das Edelgas Radon gibt es ebenfalls in einer radiaktiven Variante, seit die Elemente und die Erde entstanden sind. Wobei Radon aber auch durch den Zerfall anderer natürlicher radioaktiver Elemente als Zwischenstufe entsteht, quasi nachgeliefert wird.

Wie kommt das Radon nun in die Wohnung

Unsere gesamte natürliche Umwelt besteht nun mal aus einem Gemisch radioaktiver und nichtradioaktiver Stoffe (Elemente). Und jeder Erdboden gast nun mal (je nach Lage und Gesteinsschichten) mehr oder weniger Radon aus. Insbesondere in vielen Quellwässern kommt das Radon gelöst vor, und das nicht zu knapp. Das Erzgebirge in Deutschland ist so eine Gegend, die auch schon vor dem Uranabbau (zu DDR-Zeiten) eine wesentlich höhere natürliche Radioaktivität hatte. Das Radon strömt ja permanent für uns unbemerkbar aus dem Erdboden und kann sich durch kleinste Risse im Fundament oder im Mauerwerk (Eintrittsstelle schlecht abgedichtete Erdversorgungsleitungen) den Weg in den Wohnraum bahnen. Verständlicherweise ist damit natürlich der Keller der Wohnung der am meisten belastetste Ort des Hauses. Von dort zieht das Radon als Gas dann in den gesamten Wohnraum.

Was ist an dem Radon so gefährlich?

Die Eindringtiefe der Strahlung des Radon ist gar nicht mal so hoch. Über die Haut erfolgt kaum eine Schädigung. Das Radon lässt sich nun mal leider nicht aus der Luft rausfiltern. Wenn wir mit der Atmung Radon in die Lunge ziehen, kann die natürliche Radioaktivität des Radon direkt und unmittelbar an der Lunge und dessen Gewebe wirken. Nicht umsonst warnt jetzt die Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass Radon ganz erheblich an den Todesfällen durch Lungenkrebs beteiligt ist. Soll aber nicht als Entschuldigung für Raucher gelten!

Welche Abhilfe gibt es?

Da wir den Zerfallsprozess nicht stoppen können, gibt es nur eine Schutzmöglichkeit: Lüften, Lüften und nochmals lüften. Dabei ist so zu lüften, des wirklich in allen Stuben ein Luftaustausch auftritt. Schwerpunkt der Lüftung ist aber der Keller! Leider ist der Keller oft der Raum, der bisher die wenigste Lüftung erfährt. In stärker belasteten natürlichen Gebieten sollte es sogar eine Zwangsentlüftung der Keller geben. Ein schlecht entlüfteter Hobbykeller kann also durchaus eine starke Gesundheitsgefährdung durch Radon darstellen. Wenn dann auch noch geraucht wird, potenziert sich die Gefahr.

Für Häuslebauer ergibt sich aber eine sehr wichtige Aufgabe: Auf einwandfreie Isolierung der Fundamente achten, damit das Radon erst gar nicht in den Keller ziehen kann. Es geht also nicht nur um ein bisschen Feuchtigkeit. Aber auch hier lauert eine Falle: Wenn der Keller zwar sehr gut isoliert ist, aber durch eine falsch verlegte Leitung Radoneinfließen kann, wirkt die Isolierschicht wie eine Radonfalle.
Und auch dem Projektanten/Architekten kommt eine wichtige Aufgabe zu: In Gegenden mit erhöhter natürlicher Radioaktivität sollte man wirklich prüfen, ob eine Unterkellerung des Hauses sinnvoll ist.

Grund zur Panik?

Auf keinen Fall. Erst die entwickelten neuen Meßmethoden und die moderne Diagnostik haben uns auf die Problematik aufmerksam gemacht. Und mit der richtigen Lüftungstechnik in den Wohnungen ist die Gefahr schon fast nicht mehr vorhanden. Als kleiner Nebeneffekt wirkt auch noch, dass durch das Lüften die unterschätzte Gefahr durch Schimmelpilzsporen verringert wird!

Beachten: Die Dosis macht es! Nicht umsonst sind bestimmte Heilquellen (mit viel gelöstem Radon) sehr gute Heilmittel.

Wo kann man sich informieren?

Erste Ansprechstellen sind die Bau- und Gesundheitsämter. Nachfolgend noch einige Links im Netz:
www.radon-info.de
ARD-Ratgeber

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