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Schuppenflechte - Psoriasis - Meine persönliche Erfahrungen

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Wichtiger Hinweis:
Die nachfolgenden Tipps ersetzen auf keinen Fall eine medizinische Beratung, weil eine Selbstmedikation immer mit Risiko verbunden ist. Auch scheinbar harmlose natürliche Mittel können zu unbeherrschbaren Nebenwirkungen führen. Und wenn es nur eine Kreuzallergie bei Äpfeln ist, um nur ein Beispiel zu nennen.
Beachten Sie auch: Ich gebe meine Tipps aus besten Wissen und Gewissen. In vielen Fällen sind sich aber nicht mal die Experten einig. Das beste Beispiel sind die Ernährungstipps, die sich fast jährlich ändern.

Krankheitsbild

Schuppenflechte ist eine zurzeit nicht heilbare gutartig Hauterkrankung, die meist in Schüben auftritt und sich auf dem ganzen Körper verbreiten kann. Kennzeichnend sind örtlich stark abgegrenzte Hautstellen, die starkgerötet sind und mit silbrig wirkenden Hautschuppen bedeckt sind und oft höllisch jucken können. Deshalb kommt der "Antijuckbehandlung", besonders bei Kindern, eine große Bedetung zu, denn Kratzen kann zu zusätzlichen schweren Entzündungen führen.
Es kann aber nicht nur die äußere Haut befallen werden, sondern auch die Häute der innerern Organe (besonders schwer zu diagnostizieren), der Gelenke, sowie die Schleimhäute und Finger- und Fußnägel. Schuppenflechte
Ganz wichtig ist zu wissen, Schuppenflechte ist nicht ansteckend. Es muss sich also kein Mensch sorgen machen, wenn er einen Hand ergreift, auf der die roten und silbrigen Stelle zu sehen sind.

Schuppenflechte hat, analog der Akne, nichts mit Reinlichkeit zu tun. Ich habe persönlich festgestellt, dass lange heiße Bäder eher zu einer Vergrößerung der betroffenen Hautstellen geführt hat. Deshalb setze ich schon seit langem mehr auf das Duschen, als auf das Wannenbad.

Die Ausbreitung der Schuppenflechte auf der Haut unterliegt starken Schwankungen. Sowohl saisonal, als auch offensichtlich psychisch bedingt, was aber nicht heißen soll, bei den Betroffenen ständen die "Tassen im Oberstübchen nicht in der richtigen Reihenfolge oder hätten sogar einen Sprung". Aber Stress kann schon echte Schübe hervorrufen, davon später mehr.

Im Bild zu sehen, eine Hautstelle am Ellbogen im September. Hier ist der Zustand einer Teilspontanheilung (ohne zusätzliche Behandlung) zusehen. Es gibt fast keine Schuppen mehr, sondern nur noch die rote ledrige Haut.

Ursachen

Die Schuppenflechte selbst wird ausgelöst von einem fehlgesteuerten Angriff des Immunsystems (Autoimmunreaktion) gegen Zellen der obersten Schicht der Häute (Keratinozyten), die sich darauf hin als Reaktion besonders stark vermehren. In der Folge wird die Haut an den betroffenen Stellen besonders dick, regelrecht ledrig und stark schuppig. Man unterscheidet drei Hauptformen der Psoriasis:

  • Psoriasis vulgaris (gewöhnliche Schuppenflechte)
  • Psoriasis pustulosa mit Eiterbläschen
  • Psoriasis-Arthritis, wenn die Gelenke betroffen sind.
  • Leider können in schweren Fällen auch die einzelnen Formen gemischt werden.

Haut richtig pflegen

Wer Schuppenflechte hat, sollte mit Rücksicht auf den Säureschutzmantel der Haut, diese nicht mit scharfen Reinigungsmittlen traktieren.
Ich wasche mich mit einem neutralen Waschmittel, einer Flüssigseife, die auch etwas rückfettet. Welches Mittel ist nun geeignet? Hier mein Vorschlag:
Balea Bath Creme Seife aus dem DM-Markt. Balea Produkte erhalten bei Tests von Öko-Test immer Spitzenbewertungen.
Anschließend creme ich mich ein. Ich verwende einfache Florana-Hautcreme (Hand &Nail mit Aloe Vera) oder Nivea-Hautcreme (im Wechsel).

Wenn durch Kratzen die Haut entzündet ist, sollte man sich dan lieber mit "Avene Cicalfate antibakterieller Wundpflege Creme 40" (Hersteller Pierre Fabre Dermo Kosmetik) oder mit "Aloe Vera Super Gelee" eincremen.

Allerdings kann ich keine Garantie geben, das diese Mittel bei allen anderen Betroffenen helfen werden! Den Zahn muss ich leider vielen Betroffenen ziehen. Denn die Wirkung hängt immer von der konkreten Hautsituation ab. Ich fahre sehr gut damit ab.

Einige persönliche Erfahrungen

Da ich nun schon einige Jahrzehnte an Schuppenflecht leide, kommen doch einige Erfahrungen zusammen:

  • Die Psyche heilt mit!
    Eine provokante These, die bisher weder bewiesen, noch widerlegt wurde. Aber gerade das seelische Befinden hat großen Einfluß auf die Hormonproduktion und das Immunnsystem im Körper und damit indirekt wieder auf die Geschehnisse in der Haut.
    Leichter gesagt als getan, aber man sollte seine Gedanken nicht mehr ständig um das eine Problem der Schuppenflechte kreisen lassen: Die Krankheit akzeptieren, die notwendige Pflege (s.o.) organisieren und dann wieder seinen Hobbys nachgehen. Das stärkt das Selbstbewusstsein und macht unempfindlicher gegen die manchmal neugierigen Blicke.
    Der hat gut reden sagt Ihr. Ja! ich habe das Problem mit der Schuppenflechte. Das Gesicht war mal kurzzeitig so entstellt, dass ich sogar krankgeschrieben wurde. Und dann auch die vielen Kratzer an Armen und Beinen wenn es stark gejuckt hat. Bis zum 30. verschiedenen Präparat hatte ich mitgezählt und bin dann durcheinander gekommen. Und dann?
    Habe ich mich auf mich selbst besonnen. Wenn es besonders stark juckte einfach schwer gearbeitet, dass lenkte ab. Und als ich bemerkte, dass eigentlich keiner wirklich echt meine geschuppte Haut beachtete, wurde ich ruhiger und gelassener. Irgendwann bemerkte ich nicht mal mehr das Jucken, obwohl die geschuppten Stellen noch da waren. Manchmal wurde ich so bequem, dass ich nicht mal mehr alle Stellen behandelte. Hintergrund war allerdings meine Beobachtung, dass bei intensiver Behandlung an einer Stelle zwar die Schuppenflechte fast weg war, dafür kurz darauf eine neue andere Stelle anfing. Ein richtiges Ringelspiel. Als dann am linken Fuß die ganze Außenseite erwischte, hatte ich die Faxen dicke und habe die Stelle einfach nicht mehr behandelt. Und mit der Zeit ließ die Schuppenflechte nach. Weder an den Händen, noch im Gesicht oder an den Beinen (besonders dem Knie) ist kamm mehr etwas zu sehen. HandUnd auch den Ellbogen kann man nicht mehr als schlimm bezeichnen, obwohl er seit einem Jahr fast nur noch einfache Florana-Hautcreme (Hand &Nail mit Aloe Vera) oder Nivea-Hautcreme (im Wechsel) gesehen hat. Wenn ich allerdings mal so richtig unter Stress stehe, wird es am Ellbogen schuppig (dann Einsatz von Psorcutan®Beta), geht aber auch oft von allein wieder weg, manchmal fast über Nacht! Na ja, und der linke Fuß steckt ja doch meist in einer Socke.
    Im Bild ist an den ursprünglich stark betroffenen Händen (Knöchel) kaum noch etwas zu sehen. Da muss man schon mehr als genau hinschauen.

  • UV-Licht und Meersalz helfen?
    Ja und nein! Meine persönlichen Erfahrungen besagen eindeutig:
    • Nur die Summe von Meersalz und UV-Licht (Sonnenstrahlen) bringt ein zeitweiliges Abheilen der Schuppenflechte zustande. Bei Badeurlauben am Mittelmeer (egal ob Spanien, Tunesien oder Türkei) brachte bei einem Aufenthalt länger als eine Woche eine Abklingen der Schuppenflechte nicht nur zustande, sondern es hielt dann auch zu Hause einige Wochen an. Wer die Chance zu einer Badekur am Toten Meer hat, sollte sie nutzen. Die Ostsee mit ihrem zu geringen Salzgehalt brachte trotz Sonnenschein keine spürbare Linderung. Je höher der Salzgehalt des Meeres, umso besser offensichtlich die Wirkung.
    • Nur viel Sonne oder UV-Licht brachte bei mir kaum Wirkung, da ich als regelmäßiger Jogger und Kleingärtner viel in der Sonne unterwegs bin und durch meinen südlichen Hauttyp auch die Sonne gut vertrage.
    • Auch im sonnigen Hochsommer hatte ich schon heftige Schübe.
    • Alleinige Badekuren zu Hause in der Badewanne mit viel teurem Meersalz oder auch Tauchbäder der Ellbogen in einer Schüssel brachten keine Wirkung. War glatt rausgeworfenes Geld!
    • Auch Versuche zu Hause, erst ein Bad in Salzwasser und dann eine UV-Bestrahlung, die Kombination am Meer nach zuahmen ging schief. Das gleichzeitige Einwirken von beiden Komponenten am Meer mit der entsprechenden salzhaltigen Luft lässt sich zu Hause doch nur in professionellen Einrichtungen nachvollziehen.


  • Hinsichtlich der Nahrung konnte ich keinen wesentlichen Einfluß auf die Stärke der Schuppenflechte feststellen. Wenn überhaupt, dann haben bei mir vielleicht die säurereichen Johannisbeeren eine gewisse Schuld, denn ab Mitte bis Ende Juli hatte ich oft die heftigsten Anfälle.

  • Als ich erstmalig Blutdrucksenker nehmen musste, gab es einige Probleme, weil einige Mittel deutliche Schübe bei der Schuppenflechte erzeugten. Erst beim 5. Mittel (Delix und Novasc) fand ich Mittel die wirkten und keinen Einfluß auf die Schuppenflechte hatten.

  • Ein interessante Beobachtung habe ich allerdings mehrfach gemacht: Wenn ich mal eine Erkältung habe, dann ging die Ausbreitung der Schuppenflechte schlagartig zurück und schien völlig abzuheilen. Nach einer langwierigen Bronchitis, die sogar mit Antibiotika behandelt werden musste, brachte mir fast 3 Monate völlige Symptomfreiheit. Ursache in diesen Fällen ist sicherlich, dass das Immunsystem stark beschäftigt war und keine Zeit hatte, die Haut auch noch zu attackieren. Aber deshalb kann man sich nun nicht ständig irgendwelche Infektionen einfangen wollen.

  • Joggen hilft!? Vielleicht bin ich der erste der darüber schreibt, und auch der einzige bei dem es auftritt: Seit ich regelmäßig jogge, sind die heftigen Anfälle von Schuppenflechte deutlich weniger geworden. Kann mich schon nicht mehr erinnern, wann ich die letzte Salbe verschrieben bekommen habe (Auf der Schachtel steht: Zu verbrauchen bis 4/2007). Das kann natürlich 3 Ursachen haben:
    • Die Schuppenflechte lässt mit dem Alter nach, und der Zusammenhang mit meinem spätem Joggingbeginn ist rein zufällig.
    • Das ich dadurch mehr dem Licht und Sonne ausgesetzt werde, kann nicht die Ursache sein, zumindest nicht so lange mein Garten Saison hat. Denn wenn ich im Sommer nicht jogge, bin ich im Garten und damit viel an frischer Luft und Sonne.
    • Wer so ein moderater "Gesundheitsjogger" ist, wie ich es bin, der stärkt wahrscheinlich sein Widerstandskraft und durch Bewegung und viel Licht ergibt sich eine Kombinationswirkung.

    Und schaden kann es auf keinen Fall, wenn man moderat joggt. Auch wenn sich der Erfolg bei der Schuppenflechte nicht einstellt!

  • Auch wenn die vielen verwendeten Mittel den Eindruck hervorrufen solten, mit der herkömmlichen medizinischen Therapeutik ist nicht viel los, sollte sich nicht täuschen lassen. Die Schuppenflechte gehört in die Hände eines erfahrenen Dermatologen (Hautarzt). Die in letzter Zeit entwickelten Präparate helfen deutlich besser, als noch vor viele Jahren.

Was bringt Homöopathie?
Da ich mich mit meiner Schuppenflechte "arrangiert" habe, und sie auch seit Jahren konstant ist, habe ich keine weiteren Behandlungsmethoden mehr gestartet. Zumal ich auch den Vorteil habe, dass ich den Juckreiz nahezu vollständig ausblenden konnte.
Wenn ich aber in den Medien von den teils guten Behandlungserfolgen mittels Homöopathie höre, dann kann ich das gut nachvollziehen. Wenn ich anfangs sagte, "Die Psyche heilt mit", kann man sicher sehr gut nachvollziehen, dass die Homöopathie mit Ihren geringen Wirkstoffgehalten trotzdem wirken kann.
Wer nur mit den Salben des Hautarztes nicht zu Recht kommt, sollte einen erfahrenen Homöopathen aufsuchen. Allerdings muss ich sagen, dass die meisten gesetzlichen Krankenkassen so eine Behandlung nicht bezahlen, sondern nur manche privaten Krankenkassen. bei so einer Behandlung muss man mit 120 Euro Kosten für die Erstuntersuchung und ca. 50 Euro pro Sitzung rechnen. Aber auch hier muss man klar sagen, dass man auch hier Geduld braucht. Wer auf schnelle Erfolge hofft, könnte schnell enttäuscht werden, was auf Grund der psychischen Wirkung auch schnell zu einem herben Rückfall im Krankheitsverlauf führen kann!

Fazit

Ich hatte nicht vor, hier einen Ratgeber für Schuppenflechte zu schffen. Aber wenn ich schon eine Tippsamlung in meiner Homepage habe, wollte ich doch meine Beobachtungen nicht für mich behalten. Ich hoffe, mancher Betroffene konnte etwas aus der Seite mitnehmen. Einige gute Tipps zur Schuppenflechte gibt es hier: www.psoriasis-netz.de und www.psoriasiswelt.de (Kostenlose Information unter 0800-881 2224)

 

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