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Richtig Sonnen auf der Sonnenbank
Tipps und Hinweise

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Wichtiger Hinweis:
Die nachfolgenden Tipps ersetzen auf keinen Fall eine medizinische Beratung, weil eine Selbstmedikation immer mit Risiko verbunden ist. Auch scheinbar harmlose natürliche Mittel können zu unbeherrschbaren Nebenwirkungen führen. Und wenn es nur eine Kreuzallergie bei Äpfeln ist, um nur ein Beispiel zu nennen.
Beachten Sie auch: Ich gebe meine Tipps aus besten Wissen und Gewissen. In vielen Fällen sind sich aber nicht mal die Experten einig. Das beste Beispiel sind die Ernährungstipps, die sich fast jährlich ändern.

Was bringt das Sonnenbaden auf der Sonnenbank?

Natürlich braune Haut werden Sie sagen. Stimmt! Und braune Haut wirkt ja sooooo gesund. Kann man ja immer und überall lesen. Erst recht bei den Sonnenstudios. In einer Fernsehsendung sagt mal ein Experte, dass es eine gesunde Bräune nicht gebe!

Aber Experten warnen immer öfter, dass einige versprochene Effekte in keiner Weise zutreffen:

  • Angeblich soll ja das Vorbräunen im Sonnenstudio eine gewisse Lichtschwiele aufbauen, die dann in der tatsächlichen Sonne besser vor einem Sonnenbrandschützen soll. In einigen Publikationen haben Hautärzte dem heftig widersprochen, weil das Spektrum der meisten Sonnenbänke nur ungenügend das echte Sonnenlicht nachmacht.
    Wenn Sie in der richtigen Sonne sind, immer den zu Ihren normalen Hauttyp gehörenden Sonnenschutz auswählen und nur die entsprechende Aufenthaltsdauer wählen!

  • Oft wird auch versprochen, dass die Sonnenstudios ein gutes Mittel gegen die Winterdepression sein sollen.
    Wie soll das funktionieren? Die Lichttherapie bei Winterdepression wirkt hauptsächlich über das Auge! Auf der Sonnenbank wird das Auge aber durch eine Brille geschützt und meist macht man instinktiv sogar die Augen fest zu!

  • Nicht alle Sonnenbänke haben so ein Lichtspektrum, dass die Haut in der Lage ist, Vitamin D aufzubauen! Wird leider aber oft versprochen.

  • Und es soll ein Märchen, dass man im Sonnenstudio die Abwehrkräfte stärken kann. Wenn das mit dem Vitamin D nicht klappt, wo soll dann die Stärkung herkommen. Wer sich zu viel UV-Licht zumutet, soll sogar sein Immunsystem schwächen. Die starke Zunahme an Hautkrebsfällen scheint das zu unterstreichen!


Und viele Sonnenanbeter sollten sich sagen lassen: "Ein leichter Braunton der Haut macht sexy." Eine unnatürliche starke Bräune kann oft sogar eher abstoßend wirken.

Bevor es auf die Sonnenbank geht!

Viele Tests in Verbrauchermagazinen haben ergeben, dass das Personal in Sonnenstudios oft nicht die richtige Qualifikation besitzen, um zum entsprechenden Hauttyp auch die richtige Bestrahlungszeit zuwählen. Hinzu kommt, dass die Strahlungsleistung der eigenen Anlagen oft deutlich unterschätz wird:

  • Lassen Sie sich von einer unabhängigen Kosmetikerin oder noch besser einem Hautarzt Ihren Hauttyp bestimmen, damit Sie vor dem Gang zum Sonnenstudio bereits wissen, was Ihre Haut eigentlich nur verträgt.

  • Als Anhaltspunkt kann gelten:
    Der Hauttyp bestimmt die zugehörige Eigenschutzzeit. Eigenschutzzeit ist die Zeitdauer die vergeht, dass sich bei ungeschützter Haut ein Sonnenbrand ausbildet. Welche Hauttypen (auch Phototypen bezeichnet), gibt es:
    1. Typ 1: Helle oder blasse Haut. Viele Sommersprossen. Rötliches oder hellblondes Naturhaar. Eigenschutzzeit nur 5-10 Minuten. Wird fast nie Braun und bekommt fast immer schweren Sonnenbrand:
      Empfohlener Lichtschutzfaktor 20 und höher (insbesondere bei Nase, bzw. dem gesamten Gesicht).

    2. Typ 2: Helle oder hellbraune Haut. Einige Sommersprossen. Blondes bis braunes Naturhaar. Eigenschutzzeit nur 10-20 Minuten. Wird nur schwach Braun und bekommt häufig schweren Sonnenbrand
      Empfohlener Lichtschutzfaktor mindestens 14.

    3. Typ 3: Helle oder hellbraune Haut. Kaum Sommersprossen. Dunkelblondes bis braunes Naturhaar. Eigenschutzzeit nur 20-30 Minuten. Bekommt gute Bräunung und neigt wenig zum Sonnenbrand.
      Empfohlener Lichtschutzfaktor mindestens 8.

    4. Typ 4: Braune bis olivfarbene Haut. Keine Sommersprossen. Dunkles bis schwarzes Naturhaar. Eigenschutzzeit nur ca. 40 Minuten. Bekommt sehr gute dauerhafte Bräunung (wirkt selbst im Winter noch braun) und neigt kaum zum Sonnenbrand.
      Empfohlener Lichtschutzfaktor mindestens 4.



    Übrigens raten Dermatologen, dass Menschen mit hellem Hauttyp generell auf die Sonnenbank verzichten sollten!

  • Beachten Sie, dass bei vielen Verbrauchertests festgestellt wurde, dass Sonnenbänke oft die bis zu 7-fache Strahlungsleistung der Sonne erreicht hatte. Unter dem 3-fache war keine Sonnenbank meines Wissens getestet worden! So etwas muss man bei der Bestrahlungslänge unbedingt berücksichtigen!

  • Kinder und Jugendlich gehören generell nicht in ein Solarium! Die Gefahr, dass die junge Haut irreversible Schäden erleidet, ist m.E. einfach zu hoch. Leider ist die Empfehlung des Bundesamts für Strahlenschutz, Kinder bis 18 Jahre sollten nicht ins Solarium gehen, leider keine verpflichtende Bindung!

  • Ich will keinem Sonnenstudio etwas unterstellen, aber man bezahlt als Kunde nach der Länge der Bestrahlung, nicht nach Ihrer erreichten Bräune. Da es immer wieder schwarze Schafe gibt, seien Sie bitte ganz vorsichtig. Es ist Ihre Gesundheit!

  • Viele Sonnenstudios werben mit satten Rabatten, wenn man das Studio oft genug besucht! Es sollte aber immer der Grundsatz gelten:

  • Mehr als 50 Sonnenbäder im Jahr halten Dermatologen für schädlich! Auch wenn es zu keinem Sonnenbrand kommt! Hier sind natürlich die Sonnenbäder von Urlaub und Strandtagen eingeschlossen!

  • Wer sich gern sonnt, egal ob in der natürlichen Sonne oder auf der Sonnenbank, sollte auf seine Medikamente acht geben und die Vorliebe für das Sonnen seinem Arzt mitteilen! Es gibt eine ganze Reihe Medikamente, welche die Lichtempfindlichkeit der Haut deutlich erhöhen. So vermeiden Sie unnötige Sonnenbrände, denn Sie wissen ja, die Haut merkt sich jeden Sonnenbrand!

  • Wer empfindlich gegen chemische Substanzen ist, sollte Solarien meiden. Denn dort gibt es immer Reste von Desinfektionsmitteln in der Luft und meist auch auf der Sonnenbank!

  • Wer sich für einen Ball in der düsteren Jahreszeit mal mit der Haut etwas aufpeppen will, sollte man so paar Sonnenbäder ruhig mal machen. Es sollte aber nicht zur Gewohnheit werden. Leider gibt es auch schon beim Sonnenbaden Süchtige, die von der Sonnenbank nicht mehr loskommen!

Jetzt geht es auf die Sonnenbank.

Ähnlich, wie in einer Sauna auch, sollte man auf der Sonnenbank einige Dinge beachten:

  • Schmuck, wie Ketten, Ringe u.ä., immer vorher ablegen. Auch wenn man sie ständig trägt, kann es trotzdem zu störenden Flecken kommen. Eine Kette sitzt selten an der gleichen Stelle!

  • Beseitigen Sie vor dem Gebrauch der Sonnenbank jede Art von Kosmetika, Parfüms und Deodorants. Es könnten unangenehme Hautreizungen bis zu allergischen Reaktionen die Folge sein!

  • Man benutzt natürlich vor der Sonnenbank keine Sonnenschutzmittel. Es ist ja nicht sinnvoll, damit sich seine Bestrahlungszeit wieder zu erhöhen.
  • Sie haben gerne Massagen, oder gehen gern in die Sauna? kein Problem, aber beachten Sie, dass dadurch Ihre Haut für Strahlung empfindlicher wird, insbesondere, wenn es unmittelbar vor einem Sonnenbad ist!

  • UV-Licht schädigt leider das Augenlicht sehr stark. Nie ohne Schutzbrille auf die Sonnenbank und auch dabei immer Augen fest geschlossen halten!

  • Benutzen Sie die Sonnenbank nie ohne Handtuch und vermeiden Sie unbedingt den bloßen Kontakt. Da, wenn es sich um eine seriöses Sonnenstudio handelt, nach jedem Gebrauch die Sonnenbank desinfiziert wird, können auch nach dem Abwischen vor der Benutzung noch Reste von Desinfektionsmitteln sein, die dann von der bloßen Haut aufgenommen werden.

  • Wenn Sie aus hygienischen Gründen vorsichtig sein möchten, bringen Sie sich Ihr eigenes Handtuch mit, und benutzen es auch (schon wegen der Möglichen Rückstände an Desinfektionsmittel) nur einmal.

  • Für den Aufbau einer bestimmte Bräune sollte man jeden 2 Tag die Sonnenbank benutzen, damit sich die Bräune langsam aufbauen kann.

  • Zur Erhaltung eines Bräunegrades reichen 1 - 2 Besuche pro Woche. Denke Sie aber immer an die 50 Sonnenbäder pro Jahr!

Nach der Sonnenbank.

Auch hier gibt es einiges zu beachten:

  • Wie nach jedem Sonnenbad sollte man seiner Haut etwas Gutes tun. After-Sun-Produkte können die Haut nach einem Sonnenbad beruhigen und pflegen. Man sollte nicht darauf verzichten!

  • Kommt es nach einem Besuch in einem Solarium zu Entzündungen oder gar Bläschenbildung, sollte unbedingt ein Hautarzt aufgesucht werden. Neben UV-Unverträglichkeit, kann auch eine Unverträglichkeit gegenüber Desinfektionsmitteln sein. Lassen Sie sich in so einem Falle nennen, mit welchem Mittel das Sonnenstudio arbeitet.

Fazit:
Sind Sie tolerant, wenn es um die Bräune der Haut geht. Nicht jeder wird relativ schnell braun, wie es bei mir der Fall ist. Ein paar Sonnenstrahlen und ich habe Farbe. Aber es stört auch nicht, wenn meine Frau ein "vornehme Blässe" hat, denn sie bekommt ein paar Sonnenstrahlen, wird rot, schält sich und wenige Tage danach ist die vornehme Blässe wieder da. Trotzdem finden wir auch im Urlaub immer Kompromisse, was den Aufenthalt in der Sonne anbetrifft!



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