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Richtig Sonnen und Sonnenschutz

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Wichtiger Hinweis:
Die nachfolgenden Tipps ersetzen auf keinen Fall eine medizinische Beratung, weil eine Selbstmedikation immer mit Risiko verbunden ist. Auch scheinbar harmlose natürliche Mittel können zu unbeherrschbaren Nebenwirkungen führen. Und wenn es nur eine Kreuzallergie bei Äpfeln ist, um nur ein Beispiel zu nennen.
Beachten Sie auch: Ich gebe meine Tipps aus besten Wissen und Gewissen. In vielen Fällen sind sich aber nicht mal die Experten einig. Das beste Beispiel sind die Ernährungstipps, die sich fast jährlich ändern.

Richtig Sonnen

Sonnen ist auf der einen Seite wichtig, weil der Körper mit Hilfe der Sonnenstrahlen Vitamin D bilden kann. Auf der anderen Seite besteht die Gefahr eines Sonnenbrands, der selbst noch nach Jahren zu Hautkrebs führen kann. Und denken Sie beim Thema Sonnen nicht nur an den Sommer. Ein längerer Spaziergang im Winter kann auch zu erheblichen Problemen in Gesicht und Nacken führen. Deshalb sollte man einige Regeln beachten:

  • Eigentlich muss man gar nicht direkt in die Sonne. Der Schatten unter Bäumen und Sonnenschirm reicht in der Regel schon zum sanften Braunwerden aus.
  • Die strahlungsintensive Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr meiden. Dann ist es eh am Wärmsten.

  • Die zulässige Zeit für das Sonnenbaden richtet sich nach dem Hauttyp, des verwendeten Sonnenschutzmittels und der Strahlungsintensität.

  • Gerade die Strahlungsintensität wird beim Sonnenbaden, auch in der Literatur, kaum berücksichtigt. Durch Lichtreflexionen am Wasser oder am hellen Sandstrand kann sich die Strahlenmenge fast verdoppeln. Deshalb an solchen Orten einen Sonnenschutz mit mindestens 2 Stufen höherem Lichtschutzfaktor verwenden!

  • Das "Vorbräunen" im Sonnenstudio schützt nicht vor einem Sonnenbrand! Da im Sonnenstudio nur bestimmte Strahlungsarten verwendet werden, bildet sich nicht die gleiche "Lichtschwiele auf, wie sie beim Bräunen im Sonnenlicht entsteht.

  • Normale Selbstbräuner machen zwar einen Braunton auf der Haut, schützen aber nicht vor den UV-Strahlen! und damit vor Sonnenbrand. Ausnahme Selbstbräuner mit Lichtschutzfaktor. Also Vorsicht.

  • Achtung: Auch durch Glasscheiben wirkt ein erheblicher Teil der UV-Strahlung! Bei längeren Autofahrten auch wenn man kein Kabrio hat, unbedeckt Sonnenschutz auftragen. Auch im Schatten (insbesondere von Bäumen) kann man sich schnell einen Sonnenbrand holen, weil oft Wasser, Sand und Gebäude die Strahlung reflektieren.

  • Sonnenschutzmittel aus dem letzten Jahr können weiter verwendet werden, wenn sie kühl gelagert waren und sich Konsistenz und Geruch nicht verändert haben.

  • Sie haben gerne Massagen, oder gehen gern in die Sauna? kein Problem, aber beachten Sie, dass dadurch Ihre Haut für Strahlung empfindlicher wird, insbesondere, wenn es unmittelbar vor einem Sonnenbad ist!

Der Hauttyp bestimmt die zugehörige Eigenschutzzeit. Eigenschutzzeit ist die Zeitdauer die vergeht, dass sich bei ungeschützter Haut ein Sonnenbrand ausbildet. Welche Hauttypen (auch Phototypen bezeichnet), gibt es:

  1. Typ 1: Helle oder blasse Haut. Viele Sommersprossen. Rötliches oder hellblondes Naturhaar. Eigenschutzzeit nur 5-10 Minuten. Wird fast nie Braun und bekommt fast immer schweren Sonnenbrand:
    Empfohlener Lichtschutzfaktor 20 und höher (insbesondere bei Nase, bzw. dem gesamten Gesicht).

  2. Typ 2: Helle oder hellbraune Haut. Einige Sommersprossen. Blondes bis braunes Naturhaar. Eigenschutzzeit nur 10-20 Minuten. Wird nur schwach Braun und bekommt häufig schweren Sonnenbrand
    Empfohlener Lichtschutzfaktor mindestens 14.

  3. Typ 3: Helle oder hellbraune Haut. Kaum Sommersprossen. Dunkelblondes bis braunes Naturhaar. Eigenschutzzeit nur 20-30 Minuten. Bekommt gute Bräunung und neigt wenig zum Sonnenbrand.
    Empfohlener Lichtschutzfaktor mindestens 8.

  4. Typ 4: Braune bis olivfarbene Haut. Keine Sommersprossen. Dunkles bis schwarzes Naturhaar. Eigenschutzzeit nur ca. 40 Minuten. Bekommt sehr gute dauerhafte Bräunung (wirkt selbst im Winter noch braun) und neigt kaum zum Sonnenbrand.
    Empfohlener Lichtschutzfaktor mindestens 4.


Der Hauttyp bestimmt im westlichen den Lichtschutzfaktor, den man verwenden sollte. Der Lichtschutzfaktor gibt an, um wie viele Male man länger in der Sonne bleiben kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Da die Preisunterschiede zwischen den einzelnen Lichtschutzfaktoren nicht groß sind, lieber zu einem höheren Lichtschutzfaktor greifen. Die Gesundheit ist entscheidend, und nicht wie schnell jemand braun geworden ist.

Zum richtigen Sonnenschutz gehört auch eine geeignete Sonnenbrille. Die Brille sollte einen UV-Filter 400 besitzen! Auch Kontaktfilter sollten einen UV-Blocker besitzen. Wer beim Sonnenbaden liest, kann durch die Reflexionen der weißen Buchseiten seine Netzhaut schwer schädigen. Sonnenbrille deshalb immer beim Optiker kaufen. Da Sonnenbaden die Haut extrem austrocknet immer an die Pflegeemulsion danach denken und nicht nur wenn man einen Sonnebrand bekommen hat.

Richtiger Sonnenschutz

Zum richtigen Auftragen der Sonnenschutzmittel wird in letzter Zeit viel abgeschrieben und altes Material zum Besten gegeben. Aber bei den Sonnenschutzmitteln hat sich einiges getan, was beim Auftragen des Mittels zu beachten ist.

  1. Herkömmliche Sonnenschutzmittel mussten mindestens 20 Minuten vor dem Sonnenbaden aufgetragen werden. Das Wirkprinzip war so, dass das Mittel erst in die Haut einziehen musste, und dort eine Reaktion stattfinden musste, die den Lichtschutz aufbaute. Dieser Typ Sonnenschutzmittel überwiegt noch.
    Nachteil: Wirkt nicht sofort. Vorteil: Wenn nicht 100%ig die Haut bedeckt wurde, zieht das Mittel in kleinem Maße auch in die benachbarte Haut ein.

  2. Neuere Sonnenschutzmittel müssen nicht mehr in die Haut einziehen, sondern haften fest auf der Haut und durch die Inhaltsstoffe werden die Sonnenstrahlen reflektiert und kann nicht bis zur Haut vordringen. Der Sonnenschutz setzt sofort ein.
    Vorteil: Mittel wirkt sofort. Nachteil: Höchste Sorgfalt beim Auftragen des Sonnenschutzmittels notwendig. Selbst bei kleinen Lücken in der Haut, kann sich Punktweise der Sonnenbrand entwickeln! Deshalb vor Gebrauch eines Sonnenschutzmittels unbedingt die Gebrauchsanweisungen lesen.

  3. Aktuelle Studien besagen, man soll das Sonnenschutzmittel dünn auftragen, aber nicht in die Haut einmassieren! Kräftig einmassierte Sonnenschutzmittel zeigten deutlich weniger Wirkung!

  4. Achtung: Die meisten Kleidungsstücke bieten keinen ausreichenden Sonnenschutz! Seide, Jersey und Nylon reduzieren die Sonnenstrahlung nur zu 30%, Baumwolle immerhin zu 70%.

Richtiger Sonnenschutz im Winter

Hüten Sie sich davor, einfach das Sonnenschutz aus dem Sommer auch im Winter bei Frost zu verwenden! Die meisten normalen Sonnenschutzmittel des Sommers enthalten zuviel Wasser und könnten vor allem in der zarten Haut des Gesichts bei Frost Schaden anrichten. Achten Sie darauf, dass das Sonnenschutzmittel, welches Sie bei Minustemperaturen verwenden, auf Basis Öl oder Fett mit geringem Wasseranteil angefertigt wurde. Bei Unklarheit lieber nochmals nachfragen! Die meisten Hersteller bieten spezielle Winterartikel an.
Und achten Sie bei Schnee auf einen sehr hohen UVA- und UVB-Schutz. Durch Reflexionen ist die Strahlenbelastung oft wesentlich höher, als im Sommer.
In großen Höhen verschärft sich dieser Effekt der höheren Strahlenbelstung ebenfalls. Also aufpassen!

Richtiger Sonnenschutz und Medikamente

Wer sich gern sonnt, egal ob in der natürlichen Sonne oder auf der Sonnenbank, sollte auf seine Medikamente acht geben und die Vorliebe für das Sonnen seinem Arzt mitteilen! Es gibt eine ganze Reihe Medikamente, welche die Lichtempfindlichkeit der Haut deutlich erhöhen. So vermeiden Sie unnötige Sonnenbrände, denn Sie wissen ja, die Haut merkt sich jeden Sonnenbrand!

Tipp:
Gesundes Essen kann auch Sonnenschutz bedeuten. Durch die UV-Strahlung entstehen in der Haut freie Radikale, die durch das in Möhren und Tomaten enthaltene Betacarotin und Lycopin wieder deaktiviert werden können. Schon 40 g Tomatenmark täglich gegessen bringen angeblich einen Lichtschutzfaktor von 2 - 3 mit! Da sich Lycopin nur in Fett löst, müssen Tomaten, Tomatensaft und Tomatenmark immer mit etwas Speiseöl zu sich genommen werden.
Sonnenschutz durch Ernährung

Zu viel Sonne schadet!

Experten sind sich wohl schon recht einig. Zu viel Sonnenbaden schadet auf Dauer der Haut, auch wenn es zu keinem Sonnenbrand kommt! Experten raten dazu, nicht mal als 50 Sonnenbäder pro Jahr zu nehmen!

Fazit:
Sind Sie tolerant, wenn es um die Bräune der Haut geht. Nicht jeder wird relativ schnell braun, wie es bei mir der Fall ist. Ein paar Sonnenstrahlen und ich habe Farbe. Aber es stört auch nicht, wenn meine Frau ein "vornehme Blässe" hat, denn sie bekommt ein paar Sonnenstrahlen, wird rot, schält sich und wenige Tage danach ist die vornehme Blässe wieder da. Trotzdem finden wir auch im Urlaub immer Kompromisse, was den Aufenthalt in der Sonne anbetrifft!



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