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Tipps zu Sport im Hochgebirge

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Wichtiger Hinweis:
Die nachfolgenden Tipps ersetzen auf keinen Fall eine medizinische Beratung, weil eine Selbstmedikation immer mit Risiko verbunden ist. Auch scheinbar harmlose natürliche Mittel können zu unbeherrschbaren Nebenwirkungen führen. Und wenn es nur eine Kreuzallergie bei Äpfeln ist, um nur ein Beispiel zu nennen.
Beachten Sie auch: Ich gebe meine Tipps aus besten Wissen und Gewissen. In vielen Fällen sind sich aber nicht mal die Experten einig. Das beste Beispiel sind die Ernährungstipps, die sich fast jährlich ändern.

Wer Sport im Hochgebirge (oberhalb 1500 m) treiben will, egal ob im Winter Ski laufen, oder im Sommer wandern, sollte einige Regeln beachten, weil in der Höhe der Sauerstoffdruck deutlich geringer ist, als in der Ebene. Man muss mehr atmen, um den Sauerstoffbedarf zu decken. Dadurch steigt der Puls und das Herz muss eine größere Leistung bringen. Dieser geringere Sauerstoffdruck hat natürlich nicht nur Einfluss bei Leistungssportlern, sondern sogar in stärkerem Maße auch bei den Gelegenheitssportlern. Diese geminderte Leistungsfähigkeit, wegen des Sauerstoffmangels, wird in der Urlaubseuphorie leider stark unterschätzt und führt immer wieder zu Problemen. Das macht sich nicht nur in Herzkreislaufproblemen bemerkbar, sondern auch in stärkeren Unkonzentriertheiten und Koordinationsproblemen. Dadurch ist man eben mal schneller von der Piste abgekommen (Koordination!), oder hat nicht den sicheren Tritt beim Wandern über Steinpisten. Wer sich zu schnell in großen Höhen sportlich intensiv betätigt, kann sogar unter Übelkeit und Kopfschmerzen leiden. Hier deshalb einige Tipps:

Irrglaube

Der Laie denkt, dass Bewohner von Bayern, Österreich und der Schweiz (Beispiele) automatisch an die Höhe akklimatisiert sind, täuscht sich. Nur wer fast ständig oberhalb 1.500 m lebt, hat Vorteile gegenüber den Flachländern. Und oberhalb 1.500 m leben nun mal relativ wenige Menschen, auch in den genannten Beispielgebieten.

Akklimatisierung notwendig

  • Je höher der Ort liegt, umso mehr Tage sollte man sich zur Akklimatisierung Zeit nehmen, ehe man intensiv Sport treibt.

  • Als Faustformel kann gelten: Je 1.000 Höhenmeter, in der man intensiv Sport treiben will, sollte 1 Tag Gewöhnung stehen.

  • Richtig ist: Seine sportlichen Aktivitäten nur nach und nach in größeren Höhen durchführen. Und dabei auch erst schrittweise die Intensität erhöhen.

  • Unterschätzen Sie nicht die Belastungen. Nicht nach dem Motto handeln, ich rutsche ja nur den Berg runter. Lange Abfahrtspisten sind auch sehr Kraft raubend.



Herz- Kreislaufpatienten

Wer bereits zu Hause Probleme mit Herz oder Kreislauf hat (auch zu hoher Blutdruck hat), sollte sich unbedingt vor Antritt der Reise mit Ihrem Facharzt beraten und ihm genau sagen, in welchen Höhen er sich denn bewegen will. Gilt für jeden Sportler: Deshalb sich vor dem Urlaub genau informieren, wie sieht mein Urlaubsgebiet aus und in welchen Höhen werde ich mich aufhalten.

Aufwärmen und Dehnen nicht vergessen!

Bei sportlicher Betätigung in großen Höhen kommt dem Aufwärmen und Dehnen eine erhöhte Bedeutung zu! Es wird nicht nur die Muskulatur auf die höhere Belastung vorbereitet, sondern auch Herz und Kreislauf werden auf die ungewohnte Belastung in größeren Höhen besser vorbereitet.

Erholung

Wer noch nicht akklimatisiert ist, sollte die ersten Nächte in den niedrigen Höhenlagen verbringen. Die Abfahrtsläufer sollten Ihre Hauptpausen in niedrigen Höhenlagen verbringen.
Häufiger Fehler: Urlaub auf einer hoch gelegenen Hütte buchen und gleich nach Ankunft so richtig intensiv Sport treiben (Abfahrtslauf auf Pisten höchster Schwierigkeit), weil man ja gerade bei Kurzurlaub nur wenige Tage gebucht hat.

Häufiger Fehler

Urlaub auf einer hoch gelegenen Hütte (über 1.500 m) buchen und gleich nach Ankunft so richtig intensiv Sport treiben (Abfahrtslauf auf Pisten höchster Schwierigkeit), weil man ja gerade bei Kurzurlaub nur wenige Tage gebucht hat. In so einem Fall wirklich den ersten Tag nur im Bereich der Hütte leichte Spaziergänge machen und wirklich nur etwas auf den Ski rutschen. Es ist kein verlorener Tag, sondern Sie gewinnen echt an Sicherheit.

Warnung

Auch wer zu Hause schon aktiv Sport treibt, sollte die Probleme der Akklimatisierung nicht unterschätzen, auch wenn aktive Sportler sicher einen besser trainierten Kreislauf besitzen.

Fazit zum Abschluss: Unterschätzen Sie auf keinen Fall den Einfluss großer Höhen!

 

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