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Sprossen und Keime - Keimlinge selbst erzeugen

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Keimlinge und Sprossen - Was ist das eigentlich?

Sprossen und Keime (auch Keimlinge genannt) werden aus den Samen und Körnern von Soja, Weizen, Radieschen, Kichererbsen, Linsen oder Sonnenblumen gezogen. Nicht essbar, weil sie das giftige Solanin enthalten, sind die Keime Kartoffeln oder Tomaten. Auch Keime von Bohnen sind ungeeignet. Je nach Sorten werden die Keime der Samen nach 3 bis 5 Tagen geerntet.
Je nach Keimart können die Keime und Sprossen verschiedene Geschmacksrichtungen haben, von nussig über süßlich bis scharf und brennend scharf.

Keimlinge und Sprossen - Die Inhaltsstoffe

Die Samen und Körner vieler Pflanzen enthalten jede Menge Vitamine (besonders A und C), Mineral- und Ballaststoffe (Kalzium, Magnesium, Phosphor, Zink und Eisen) die sie den jungen Pflänzchen für das gute Gedeihen mitgeben. In den Keimen und Sprossen liegen sie dabei in einer besser und leichter verdaulicheren Form für den menschlichen Körper vor, als es in den Körnern ist. Die kalorienarmen Keime und Sprossen können im Gehalt mit dem Gemüse oder Obst locker mithalten, betreffen Sie sogar teilweise. Allerdings muss man bei der Bewertung von Sprossen und Keimlingen beachten, dass so eine Packung oft gewichtsmäßig nicht groß ist, und damit natürlich auch die tatsächlich Menge an Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffe mit einer richtigen Portion Gemüse nicht mithalten kann.
Wichtig ist allerdings die Frische der Sprossen und Keime. Älter als 2 Tage sollten sie nicht sein, selbst wenn sie im Kühlschrank aufbewahrt werden, was unbedingt angeraten werden muss. Denn Keimlinge und Sprossen können leicht verderben. In der Kaufhalle achten Sie unbedingt auf das Verbrauchsdatum und bei angerissen Packungen lassen Sie Ihre Nase entscheiden. Sobald es muffig riecht, muss es entsorgt werden.

Keimlinge und Sprossen - Wie verwenden?

Keimlinge und Sprossen müssen vor ihrer Verwendung immer gut abgespült werden.
Je nach der Geschmacksrichtung der Keimlinge und Sprossen werden sie als Ersatz oder Ergänzung von Küchenkräutern verwendet. Man kann sie in Suppen, Aufläufen, Salaten oder Gemüsepfannen verwenden (sogar in selbstgebackenem Brot möglich). Hier nimmt man die eher schärferen Sprossen von Radieschen oder Senf. Aber auch in Müslis oder zum Verfeinern von Joghurt oder Milchspeisen kann man Sprossen verwenden, wobei hier eher die süßlicheren Sorten wie Mungo oder Weizen oder die nussigen Sonnenblumen verwendet werden. Sprossen von Erbsen, Kichererbsen oder Sojabohnen müssen vorher blanchiert, besser sogar 3 Minuten gekocht werden, damit sie besser verdaulich sind.

Wenn Sie unbekannte Keime und Sprossen kaufen, informieren Sie sich vorher, damit Sie keine Verdauungsstörungen bekommen. Die Verwendung x-beliebiger Körner und Samen ist nicht ratsam. Nicht alles was grünt, muss unbedingt schmecken und was noch wichtiger ist, bekömmlich sein!

Keimlinge und Sprossen - Selbst herstellen?

Keimlinge und Sprossen kann man natürlich in jeder guten Kaufhalle oder Feinkostladen kaufen. Oft genug ist das Angebot begrenzt, da meist immer nur 1 bis 2 verschiene Sorten am Lager sind. Da macht es natürlich Sinn, sich die Keimlinge und Sprossen selbst herzustellen, was nicht schwierig ist und auch wenig Material braucht. Nur ohne etwas Arbeit geht es nicht.

Keimgut:
Das Saatgut muss man sich in Reformhäusern oder speziellen Sämereien besorgen. Aber Vorsicht! Es muss speziell für die Anzucht von Sprossen und Keimlingen geeignet sein. Das "normale" Saatgut, dass für die Freilandaussaat angeboten wird, ist meist chemisch vorbehandelt und damit ungeeignet ist. Auch sind die Kleinpackungen dieses Saatguts viel zu teuer, wenn man mal den Preis so eines kleinen Tütchens Radieschensamens im normalen Baumarkt betrachtet.

Saatgefäß:
Als Saatgefäß kann ein normales Einmachglas dienen, wie es in jedem Haushalt vorhanden ist, z.B. auch ein geleertes Konservenglas. Komfortabler sind die im Handel angebotenen Saatgefäße. Beides ist gleich gut zu handhaben.

Technik: Die Saatkörner ca. 3 cm hoch in des Glas einfüllen und mit kaltem Wasser auffüllen und einige Stunden quellen lassen. Danach die Saatkörner auf ein Sieb geben und mehrmals gut durchspülen.
Jetzt die Saatkörner wieder in das ausgespülte Glas geben und mit Gaze verschließen. Danach Glas kurz auf den Kopf stellen, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann. Es darf kein Wasser im Glas stehen. Jetzt das Glas an einen warmen hellen Ort stellen. Wenn Sie jetzt noch jeden Tag die Körner 2 bis 3 mal mit Wasser durchspülen, werden Sie in 3 - 5 Tagen die Sprossen ernten können, je nach Wärme. Da meistens ein Glas nicht lange reicht, ist das Ganze eine aufwendige und Platz benötigende Angelegenheit, bei der auch noch viel Wasser benötigt wird.

Keimlinge und Sprossen - Die wichtigsten Sorten

Wie bereits eingangs gesagt, kann man viele Körner zur Anzucht von Sprossen verwenden. Im folgenden möchte ich einige Sorten nennen, ohne vollständig sein zu wollen:
Art
 
Quelldauer
(h) 
Keimdauer
(d) 
Geschmack
 
Verwendungsvorschlag
 
Radieschen 2 - 4 3 - 5 scharf in Salaten, Quark, Kräuterbutter oder als Brotbelag
Rettich 2 - 4 3 - 5 scharf in Salaten, Quark, Kräuterbutter oder als Brotbelag
Senf 3 - 4 3 - 5 sehr scharf Dips, Bratkartoffeln
Soja 3 - 5 3 - 5 herb in Suppen
Sonnenblume 6 - 9 3 - 5 nussig in Obstsalaten, Desserts, Müslis oder Füllungen für Pfannekuchen
Kichererbsen 6 - 9 3 - 5 nussig in Reis- und Getreidegerichte, Gemüsesalaten, Suppen, Pfannengerichte
Mungobohne 7 - 9 3 - 5 leicht süßlich in Salaten, Suppen, Frühlingsrollen und Gemüsepfanne
Weizen 7 - 9 3 - 5 süßlich in Obstsalaten, Aufläufen und als Brotbelag



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