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Tattoo - Tipps zur Anfertigung und Pflege

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Wichtiger Hinweis:
Die nachfolgenden Tipps ersetzen auf keinen Fall eine medizinische Beratung, weil eine Selbstmedikation immer mit Risiko verbunden ist. Auch scheinbar harmlose natürliche Mittel können zu unbeherrschbaren Nebenwirkungen führen. Und wenn es nur eine Kreuzallergie bei Äpfeln ist, um nur ein Beispiel zu nennen.
Beachten Sie auch: Ich gebe meine Tipps aus besten Wissen und Gewissen. In vielen Fällen sind sich aber nicht mal die Experten einig. Das beste Beispiel sind die Ernährungstipps, die sich fast jährlich ändern.

Seit das Stechen von Tattoos (früher altmodisch als Tätowierung bezeichnet) aus der verruchten Ecke raus ist, kennt der Boom noch kein Ende. Auch wenn Experten voraussagen, dass in ca. 10 Jahren nicht genug Lasergeräte vorhanden sein werden, um Tattoos wieder zu entfernen!

Tattoo gut vorbereiten!

Ein Tattoo ist relativ einfach gestochen, aber schwer wieder zu entfernen. Deshalb hier ein paar Punkte, die man vorher unbedingt beachten sollte:
  1. Auch wenn ein Tattoo schon mal einige hundert Euro kosten kann, ist es immer noch wesentlich teurer, wenn es wieder entfernt werden soll! Ein Tattoo entfernen kann schon mal leicht 1.500 Euro kosten. Haben Sie auch dieses Geld dazu?

  2. Planen Sie vorher langfristig, wo das Tattoo hin soll und wie das Tattoo aussehen soll. In jungen Jahren gestochene Tattoos verändern mit dem Alter (ganz besonders ab 40) durch die Hautalterung (Haut wird schlaffer) oft recht ungünstig. Ein Hautarzt kann da recht hilfreich beraten (manche Hautstellen werden von Natur her schlaffer als andere) und gleichzeitig kann er über Risiken der Tätowierung beraten.

  3. Der spätere Berufswunsch sollte die Frage, ob und wo ein Tatto gestochen werden kann, maßgeblich beeinflussen. In Berufen mit Publikumsverkehr, wie Banken, Versicherungen, Transport und Verkauf können sichtbare Tattoos zum Problem werden, dass man so einen Job gar nicht erst bekommt.

  4. Nehmen Sie nicht das erst beste Tattoo-Studio. Erst Freunde und Bekannte fragen, wo es entsprechende Empfehlungen gibt. Auf keinen Fall irgendwo in freien Landschaft auf so einem Volksfest. Man muss sehr sicher sein, dass man sauberen Werkzeugen gestochen wird.

  5. Auf einer gepflegten Haut wird ein Tattoo besser wirken, als auf einer rissigen Haut. Auch sind da weniger Komplikationen zu erwarten. Nach dem Stechen bedarf es einer sorgfältigen Pflege, da die Haut durch ein Tattoo stark belastet wird. Bei Komplikationen nach dem Stechen schnell reagieren, weil es sonst schnell zu Narbenbildung kommt, was jedes Tattoo verunstaltet.

Pflege einer neuen Tätowierung

Bereits gesagt belastet ein Tattoo die Haut erheblich. Man kann aber unterstützend wirken. Eine frische Tätowierung ist von der Art her ungefähr vergleichbar mit einer leichten Schürfwunde. :
  • Kleine Tätowierungen an wenig beanspruchten Hautstellen brauchen keine besondere Behandlung.

  • Bei größeren Tätowierungen oder Farbtätowierungen wird auf die erstellte Tätowierung ein Salbenverband (Ringelblumensalbe) legt, der ca. 8 Stunden drauf bleiben sollte.

  • Am nächsten Morgen vorsichtig mit der Hand reinigen (kein Waschlappen) und dazu eine milde, nicht rückfettenden, parfümfreie Seife benutzen. Aber die Wunde nicht mit zuviel Wasser aufweichen! Mit fusselfreiem Küchentuch nur vorsichtig abtupfen.

  • In den nächste 2 - 3 Tagen öfter (ca. alle 4 Stunden) Wunde kurz waschen. Ab 4. Tag dann Wunde mit Ringelblumensalbe oder Bephanten vorsichtig eincremen.

  • Nach ca. 7 Tagen sollte der Schorf abfallen und dann aber immer noch die Tätowierung mit Vorsicht behandeln. So sollten Sie problemlos ohne Entzündungen über die Runden kommen.

Weiter Verhaltensregeln nach einer Tätowierung

Ein paar Sachen sollte man bei einer Tätowierung noch beachten, insbesondere wenn es größere Tattoos sind:
  • Kein Sport treiben und möglichst nicht stark ins Schwitzen kommen.

  • Staubige Arbeitsplätze und ähnliches meiden.

  • Möglichst so schlafen, dass man nicht auf dem frischen Tattoo liegt.

  • Auch wenn beim Abheilen der Schorf mal juckt. Auf keinen Fall Kratzen oder an der Wunde Pulen! Bringt meist nur Narben und verunstaltet das Tattoo.

  • Keine enge Kleidung tragen, die am Tattoo reiben könnte und keine fuselnden Sachen tragen.

  • Ca. 8 Wochen keine direkte Sonnenstrahlen (auch kein Solarium) auf die frische Tätowierung kommen lassen.

Tattoo entfernen

Wenn ich darauf hingewiesen habe, dass man sich gut überlegen sollte, ob man sich ein Tattoo stechen lassen sollte, dann hat das seinen Grund. Es ist nicht nur der schon genannte hohe Preis, sondern es sind die Schwierigkeiten, die das Entfernen eines Tattoos hervorrufen kann. All zu oft gelingt nicht die narbenfreie Entfernung. Oft sind noch die Umrisse zu erkennen wenn beim Bräunen die haut unterschiedlich sich pigmentiert. Je großflächiger ein Tattoo war, und je tiefer gestochen wurde, umso mehr Probleme ergeben sich bei der Entfernung des Tattoos. Hier die gängigsten Methoden:

  • Abschleifen der Hautschichten, die so genannte Dermabrasion. Sollte aber nicht die erste Wahl sein, weil fast immer Narben zurückbleiben.

  • Entfernung durch Operation. Soll auch fast immer Narben hinterlassen.

  • Abtragen der Haut durch Vereisen, die so genannte Kryotherapie. Durch das Vereisen sterben die oberen Hautschichten ab und werden abgetragen. Auch hier soll es ohne Narben nicht abgehen.

  • Zuletzt das teuerste, aber wohl auch beste Mittel der Wahl: Die Lasertherapie. In ca. 10 Sitzungen gelingt es meist ein Tattoo ohne große Narben abzutragen.

Ein Tattoo zu entfernen ist keine leichte Aufgabe. Hier sollten Sie sich bei verschiedenen Hautärzten ausführlich und gründlich über die Vor- und Nachteile der einzelnen Methoden beraten lassen. Überstürzen Sie dabei nichts und gerade hier ist nicht unbedingt Geiz angesagt.

Fazit:

Ein Tattoo stechen zu lassen will gut überlegt sein, und sollte nicht aus einer Laune heraus geschehen, auch wenn oft die große Liebe dabei ist, die dann nach 3 Wochen wieder vorbei ist.



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