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Abwehr und Bekämpfung von Ungeziefer und lästigen Insekten

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Wichtiger Hinweis:
Die nachfolgenden Tipps ersetzen auf keinen Fall eine medizinische Beratung, weil eine Selbstmedikation immer mit Risiko verbunden ist. Auch scheinbar harmlose natürliche Mittel können zu unbeherrschbaren Nebenwirkungen führen. Und wenn es nur eine Kreuzallergie bei Äpfeln ist, um nur ein Beispiel zu nennen.
Beachten Sie auch: Ich gebe meine Tipps aus besten Wissen und Gewissen. In vielen Fällen sind sich aber nicht mal die Experten einig. Das beste Beispiel sind die Ernährungstipps, die sich fast jährlich ändern.

Vorbeugung

Das Auftreten von Ungeziefer hat nicht unbedingt etwas mit Sauberkeit und mangelnder Hygiene zu tun, wie oft landläufig gesagt wird. Denn meist schleppt man sich Haushaltsschädlinge (wie Kakerlaken, Mehlmotten) mit den gekauften Lebensmitteln ins Haus. Man kann aber im Vorfeld schon einiges tun:

  • Fliegengitter vor den Fenstern lassen solche fliegenden Tiere wie Mücken, Wespen, Bienen, Fliegen und Motten überhaupt nicht erst ins Haus. Damit muss man sie auch nicht bekämpfen.

  • Nahrungsmittel nie längere Zeit offen rum stehen lassen.

  • Zucker, Mehl, Grieß und ähnliche Sachen immer in gutverschließbaren Glas- oder Plastegefäßen aufbewahren.

  • Schon beim Einkauf im Geschäft auf die Unversehrheit der Verpackung achten. Fraßschäden an Ecken und Kanten schon durch das Verkaufspersonal entsorgen lassen.

  • Mehl und ähnliche Lebensmittel nach dem Einkauf für einen Tag in den Tiefkühlschrank legen.

  • Wer im Urlaub in südlichen Ländern war, Gepäck sofort nach Ankunft gut reinigen (im Freien) und auch nicht gebrauchte Sachen möglichst heiß waschen. Kakerlaken sind nun mal in solchen Ländern Tiere, die normal in der Natur vorkommen (Wärme, Feuchtigkeit) und nun auch mal in ein Hotelzimmer krabbeln können oder bei einem Ausflug mit den Sachen eingeschleppt werden.

  • Verschüttete Essensreste im Garten oder an Grundstücken immer sorgsam entfernen, sonst lockt man alles mögliche Getier an.

  • Abfallbehälter immer gutverschließen. Wenn man so etwas auf dem Komposthaufen entsorgt, dann immer mit pflanzlichem Material abdecken.

  • Im Garten und an Grundstücken größere und lange stehende Pfützen vermeiden. Auch offenen Regentonnen und Gießkannen mit Restwasser vermeiden. Solche kleinen Wassertümpel sind die ideale Brutstätte für Mücken.

So verhindern sie, dass sich Schädlinge im Haus erst ausbreiten können.

Bekämpfung

Ich will hier keine wissenschaftliche Abhandlung bringen, sondern ein paar praktische Tipps, wie man einige Krabbeltierchen loswerden will. Dabei will ich insbesondere nicht die große chemische Keule schwingen. Denn viele dieser Tierchen sind ein wesentlicher Teil der Nahrungskette von Vögeln.

Ameisen:
Ameisen sind zwar nicht unbedingt gefährlich, aber trotzdem sehr unangenehm. Einige kleine Tricks helfen:

  • Doppelseitiges Klebeband an Fensterbank oder Balkontür angebracht hält die Krabbler gut fern. Hilft auch bei einer Picknickdecke, um auch in Ruhe mal im Freien etwas zu machen.

  • Doppelseitiges Klebeband an Fensterbank oder Balkontür angebracht hält die Krabbler gut fern. Hilft auch bei einer Picknickdecke, um auch in Ruhe mal im Freien etwas zu machen.

  • Sind unmittelbar an Haus oder Gartenlaube doch einige Ameisennester, hilft auch mal ein kräftiger Schuss kochendes Wasser, um das Nest zu zerstören.

  • Stülpt man einen leeren Blumentopf über ein Ameisennest, so nehmen die Ameisen dieses Gefäß gern an und bauen es als neues Nest aus. Ist das neue Nest bezogen, kann man es wegtragen, und in der freien Natur wieder aussetzen. Man muss nicht alles vernichten.

  • So genannte Ameisenköder bringen leider oft nicht viel. Sind Ameisennester nicht so ohne weiteres zu entfernen, hilft oft nur eine Radikalmaßnahme. In der Nähe des Ameisennestes, oder einer Ameisenstraße eine Schale mit Zuckerwasser aufstellen. Wird diese neue "Futterquelle" angenommen, dann wird in der Schale das Zuckerwasser gegen eine Lösung aus 20 g Zucker, 20 g Borax und 100 ml Wasser ausgetauscht. Die Ameisen schleppen mit dem Zuckerwasser auch das giftige Borax ins Nest und zerstören so die ganze Brut. Schale dabei leicht abdecken, damit Vögel nicht so leicht rankommen.

Fliegen:
Neben der traditionellen Fliegenklatsche, die wohl noch in vielen Haushalten neben dem Latsch noch als Bekämpfungsmittel gilt, kann man auf folgende Weise Fliegen bekämpfen:

  • Blattanex Fliegenfänger aufhängen. Sieht zwar nicht appetitlich aus und wird von Tierschützern wohl sogar abgelehnt, ist aber noch die ungefährlichste Art, Fliegen zu bekämpfen. Durch den natürlichen Lockstoff werden die Fliegen angelockt und bleiben am Fliegenfänger kleben. So lassen sich ohne Chemie auch in sensiblen Räumen wie Haushalt, Krankenzimmer und Vorratsräumen die Fliegen bekämpfen. Den Fliegenfänger so aufhängen, dass er keine Zugluft bekommt. Durch den verwendeten Lockstoff muss der Fliegenfänger nicht gut sichtbar in der Zimmermitte hängen, was nun wirklich nicht schön aussieht.

  • Zu den diversen Sprays aus der Drogerie will ich nicht viele Worte verlieren. Es sei aber ausdrücklich gewarnt, diese chemischen Mittel ständig stark einzusetzen. So harmlos, wie es uns die Industrie darstellen will, sind diese Mittel für den Menschen nicht und sollten nur bei einem Massenauftritt angewendet werden.

Kakerlaken:
Kakerlaken sind ein ganz übles und schwer ausrottbares Ungeziefer. Das auch unter dem Namen Küchenschabe bekannte Tier wird bis zu 2 cm groß und ist hauptsächlich im Dunklen aktiv und sehr flink, wodurch es kaum zu fangen ist. Die Tiere halten sich gern dort auf, wo es warm und feucht ist (Heizungsanlagen usw.). Da sich Kakerlaken sehr schnell vermehren, sind gleich beim ersten sichtbaren Auftreten, die Bekämpfungsmaßnahmen einzuleiten:

  • Wer es erstmal ohne die große Chemiekeule versuchen will, sollte entwässertes Borax und Zucker (beides fein gemahlen) im Verhältnis 1:1 gemischt an den gefährdeten Stellen auslegen. Wenn der Köder angenommen wird, und tote Tiere zu finden sind, sollte das Problem bald gelöst sein.

  • Im 2. Schritt sollte man Klebefallen oder Köderfallen aus dem Baumarkt ausprobieren. Wenn das auch nicht hilft, sofort Profis anheuern, um eine stärkere Ausbreitung zu verhindern.

Exotischer Tipp: Kakerlaken in getrocknetem und pulverisierten Zustand waren früher ein sehr wirksames Mittel gegen Wassersucht. Mit einer Dosis von 0,2 bis 0,6 g soll man 2 bis 3 Mal am Tag eingenommen sehr gute Heilerfolge erzielt haben. Zum Glück habe ich keine Wassersucht.

Wespen, Hummeln und Bienen:
Wenn Wespen und Hummeln in großer Zahl kommen, dann bitte mal in der Umgebung sondieren, ob irgendwo ein Nest gegründet wurde. Lassen Sie Nester professionell umsetzen. Insbesondere Wespen können sehr gefährlich werden und Hummeln stehen unter Naturschutz. Für einzelne Tiere gilt:

  • Wenn sich ein einzelnes Tier nicht mit einem großen Buch (bei mit Atlas in A4) zum offenen Fenster leiten lässt, dann das Tier gezielt mit einem kurzen Sprühstoß aus einem Haarspray benetzen. Das verklebt die Flügel und Tier lässt sich entsorgen. Spart die chemische Keule.

  • Keine süßen Speisen am Fenster oder in Balkonnähe herumstehen lassen. Will man im Freien oder auf dem Balkon etwas essen und trinken, dann in einiger Entfernung Flaschen mit Resten von Limonade oder Zuckerwasser hinstellen. Das lenkt die Tiere meist ab und man kann meist ungestört essen.

  • Wenn dann doch ein Tier durchkommt, nicht hastig mit den Arme herumfuchteln, denn da werden die Tiere erst recht gereizt. Ein Blattpapier zum Abdecken der Speise und mit dem Haarspray kann man alles sehr ungiftig und hygienisch lösen.

Mücken und Bremsen:
In der Dämmerung Fenster und Türen geschlossen halten oder Fliegengitter verwendet. In tropischen und subtropischen Gebieten verhelfen Moskitonetze zu einem ungestörten Schlaf. Nicht umweltfreundlich, aber wirksam, die ständig laufende Klimaanlage, weil sich Mücken in kühlen Räumen nun mal nicht wohl fühlen. Wer sich im Freien aufhält, lieber hellere Kleidungsstücken verwenden, da dort weniger Mücken landen. Tragen sie längere Socken da die häufigsten Einstichstellen die Fußgelenke sind. Freie Körperstellen mit Insektenschutzmittel einreiben.

  • So genannter Insektenschutz aus der Steckdose, die ein Gift enthalten und permanent verteilen, schädigt meist auch ununterbrochen die menschliche Gesundheit. Und die Piepser, die ebenfalls in die Steckdose gesteckt werden, haben zwar keine gesundheitsschädigende Wirkung auf Menschen, sie sind aber auch wirkungslos gegen Mücken, wie manche Fernsehsendungen gezeigt haben.

  • Ab besten hilft, alle in Hausnähe bestehenden ständigen Wasserstellen (tiefe Pfützen, ständig gefüllte Gießkannen und Eimer) beseitigen, damit keine Schlupfmöglichkeiten entstehen. Auch verstopfte Dachabläufe und offene Wasserfässer sind Brutstätten für Mücken.

  • Kleine Tümpel und Teiche mit Tieren besetzen, die die Mückenlarven fressen. Wer ein Fischaquarium hat, die Larven sind ein hochwertiges Lebendfutter für die meisten Zierfische. Nur zur Not mit chemischen Mitteln hantieren (im Baumarkt nachfragen).

  • Bei Insektenschutzmitteln wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) der Wirkstoff Icaridin (Bayrepel®) empfohlen. Er ist in Deutschland im Präparat Autan® enthalten und auch für Kinder ab zwei Jahren geeignet. Präparate mit ca. 20 Prozent Icaridin wirken bis zu 8 Stunden gegen Mücken und Bremsen und bis zu 4 Stunden gegen Zecken. Produkte mit ca. 10 Prozent Inhaltstoff wirken 4 Stunden. Andere Mittel haben auf Dauer meist größere Nebenwirkungen.

Ich hoffe, sie kommen ungeschoren und ungestochen durch die warme Jahreszeit.

Wenn Sie doch gestochen werden: Behandlung Insektenstich



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