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Verstopfung fast schon Volksleiden

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Wichtiger Hinweis:
Die nachfolgenden Tipps ersetzen auf keinen Fall eine medizinische Beratung, weil eine Selbstmedikation immer mit Risiko verbunden ist. Auch scheinbar harmlose natürliche Mittel können zu unbeherrschbaren Nebenwirkungen führen. Und wenn es nur eine Kreuzallergie bei Äpfeln ist, um nur ein Beispiel zu nennen.
Beachten Sie auch: Ich gebe meine Tipps aus besten Wissen und Gewissen. In vielen Fällen sind sich aber nicht mal die Experten einig. Das beste Beispiel sind die Ernährungstipps, die sich fast jährlich ändern.

Verstopfung (Obstipation) kann nicht nur die Lebensqualität beeinträchtigen, sondern auf Dauer auch Ihre Gesundheit verschlechtern. Während das ständige Völlegefühl noch relativ harmlos ist, können die bei Verstopfung oft auch auftretenden Blähungen schon unangenehm werden. Bei hartem Stuhl kann es sogar zu Hämorrhoiden oder Analfissuren (kleinen Einrissen) kommen. Deshalb sollte man Verstopfungen auf längere Sicht ernstnehmen. Hier einige Tipps:

Wann spricht man von Verstopfung

Viele Leute haben die falsche Vorstellung, was in der Häufigkeit des Stuhlgangs normal ist. Von 3 Mal täglich bis 3 Mal die Woche kann noch als normal gelten. Dabei hängt natürlich die Häufigkeit des Stuhlgangs von der anfallenden Stuhlmenge ab. Wer Lebensmittel mit hoher Kaloriendichte und wenig Ballaststoffanteil zu sch nimmt, muss sich nicht wundern, wenn der Darm lange braucht, ehe er gefüllt ist. Womit wir schon bei den eigentlichen Ursachen der Verstopfung sind.

Entstehung

Es gibt eine ganze Reihe Faktoren, welche die Verstopfung fördern.
  • Mangel an Nahrungsreiz durch zu hochkalorige Nahrungsmittel
  • Zu geringer Ballaststoffanteil in den Nahrungsmitteln. Durch kommt es zu keinem Quellen des Stuhls
  • Ständiger Flüssigkeitsmangel durch zu wenig Trinken. Dadurch kann der Stuhl nicht quellen und an Volumen zunehmen.
  • Mangel an körperlicher Betätigung. Das hat auch Einfluss auf die Rumpfmuskulatur, die wiederum Einfluss auf die Darmbewegung nimmt.
  • Durch ständigen Abführmittelgebrauch wird die Darmerregbarkeit gesenkt und auch die Nerven im Darmbereich geschädigt
  • Durch Alkohol, Drogen und Nikotin können Nerven im Darm geschädigt werden. Aber auch verschiedene Medikamente haben Auswirkungen der verschiedensten Art auf die Darmtätigkeit.
  • Unregelmäßige Lebens- und Arbeitsweise. Gerade Schichtarbeit bringt oft die Darmtätigkeit völlig durcheinander.
  • Stress und psychische Belastungen schlagen im wahrsten Sinne des Wortes nicht nur auf den Magen, sondern auch den Darm.
  • Natürlich kommen auch Darmerkrankungen für ein Verstopfung in Frage.

In diesem Zusammenhang muss man auch sagen, dass Verstopfung durchaus zu einem Übergewicht beitragen kann. Durch die meist hohe Verweildauer des Stuhls ist eine bessere Verwertung des Nahrungsbreis nicht auszuschließen.

Erscheinung

Von der Erscheinungsform gibt es hauptsächlich 3 Varianten
  • Akute Verstopfung
    Kommt ohne Vorankündigung und kann ein ernsthaftes Erkrankungszeichen sein, besonders wenn heftige Schmerzen, angeschwollener Bauch oder gar Erbrechen von Kot einhergehen. Dann sofort zum Arzt.
  • Chronische Verstopfung
    Das ist eigentlich das typische Problem, wenn der Stuhlgang nicht mehr richtig funktioniert, und das über einen längeren Zeitraum (mehr als 3 Monate), oder wenn es nur noch mit starken Pressen funktioniert.
  • Reiseverstopfung
    Typischer Zustand bei Fernreisen. Es ist oft die ungewohnte Umgebung, der Reisestress und auch die fremdländischen Speisen und Gewürze. Es ist auch eine Form, wenn die Zeitumstellung zu groß ist.

Behandlungsmöglichkeiten

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
  • Das Mittel der Wahl ist, die Verdauung durch ballaststoffreiche Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten und ausreichendem Trinken wieder in Schwung zu bringen. Die Betonung liegt dabei in der Gemeinsamkeit.
  • Ballaststoffreiche Ernährung nützt allein nichts, wenn nicht genügend Flüssigkeit zum Quellen des Stuhls vorhanden ist!
  • Omas Rat mit Trockenpflaumen (auch Trockenobst) oder die Verwendung geschrotetem Leinsamen kann man getrost befolgen, wenn man gleichzeitig viel trinkt. Durch das Quellen kann sich ein voluminöser Stuhl bilden, der den Darm füllt. Das im Leinsamen enthaltene Öl wird oft nicht vollständig verdaut und sorgt auch für gute Gleiteigenschaften.
  • Die Sache mit dem Verdauungsspaziergang ist wirklich nicht aus der Luft gegriffen. Moderate Bewegung hilft. Intensiver Sport kann aber das Gegenteil bewirken, wenn durch viel Schwitzen ein Flüssigkeits- und Mineralienmangel im Körper entsteht.
  • Fast genauso wichtig, wie die oben genannten Punkte, ist die Erziehung des Darms zur Regelmäßigkeit.
  • Auch wenn die Zeit knapp ist: Nehmen Sie regelmäßig Mahlzeiten zu sich. Der Körper stellt sich tatsächlich auf diese Regelmäßigkeit ein. Der Satz: Wenn ich auf die Uhr schaue, sehe ich, dass ich Hunger bekomme, ist nicht aus der Luft gegriffen.
  • Versuchen Sie zu festen Zeiten auf Toilette zu gehen, auch wenn es am Anfang nicht jedes Mal klappt.
  • Feste Zeit heißt nicht genaue Uhrzeit, sondern fester Ablauf. Aufstehen, waschen, Frühstück zu sich nehmen und anschließend den Stuhlgang in aller Ruhe versuchen. Deshalb lieber paar Minuten früher aufstehen, um sich diese Ruhe zu nehmen. Um nur ein Beispiel zu nennen.
  • Ein gefüllter Magen ist auch Reiz für den Darm, an Entleerung zu denken.
    Ich kenne noch den Spruch mit dem 4 Gang Menü. 1. Gang: Vorsuppe, 2. Gang: Hauptspeise, 3. Gang: Kompott (Nachspeise), 4. Gang: Stuhlgang.

Abführmittel nur bei größeren Problemen

Zu Abführmittel sollte man nur bei größeren Problemen greifen, wenn die oben genannten Maßnahmen wirklich nicht greifen, oder eine aktute Verstopfung vorhanden ist. Auf keinen Fall dürfen Abführmittel über einen längeren Zeitraum genommen werden. Das gilt auch für die oft verharmlosten pflanzlichen Abführmittel! Wie zum Beispiel Sennesblätter, Faulbaum und ähnliche. Leinensamen spielt da etwas eine Ausnahme, aber auch hier sollte keine Gewöhnung des Darms eintreten.

Abführmittel beeinflussen recht stark den Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt des Körpers in negativer Richtung und führen meist wegen bestimmter Wirkstoffgruppen zu einer regelrechten Abhängigkeit, die später wegen des Nachlassens der Wirkung, erst recht zu einer schweren chronischen Verstopfung werden kann.

Haben alle Maßnahmen nichts gebracht, sollte man kurzzeitig zu Mitteln mit dem Wirkstoff Macrogol greifen. Dieser Wirkstoff bindet getrunkenes Wasser und transportiert es in den Darm und weicht den Stuhl auf. Auch sinnvoll anwendbar bei sehr hartem Stuhl

Fazit

Verstopfung sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen und spätestens nach 3 Monaten auch mal seinen Hausarzt mit diesem Problem konfrontieren. Es darf kein Dauerzustand werden.

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