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Tipss für Fahrten im Winter

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Mancher denkt, wenn er Winterreifen aufgezogen hat, sind alle Vorsorgungen für eine Fahrt im Winter getroffen. Das kann ins Auge gehen. Je tiefer die Temperaturen im Herbst oder Winter fallen, umso größer ist die Gefahr, das etwas passieren kann.

Zeit einplanen

Immer etwas mehr Zeit einplanen, wenn man auf Tour geht. Je länger die Tour sein soll, umso größer sollte die Zeitreseve sein. Zeitdruck, dass ist erwiesen, erhöht das Unfallrisiko wesentlich.

Wichtig, sich vor der Fahrt gut über die Route informieren. Neuste Karten und Update für ein Navigationsgerät besorgen. Erst kürzlich hat sich im Dunkeln ein LKW-Fahrer in meinem Heimatort verfranzt, weil sein Navi noch nicht die neuste Ortsumfahrung kannte.
Nebel kann nicht nur das Fahrtempo vermindern, sondern man kann sich auch wesentlich leichter verfahren, was meist dann viel Zeit kostet.

Rechnen Sie auch damit, dass das Wetter umschlägt. Am Abfahrtsort kann noch das schönste Wetter sein, während beim Nachbarn schon der Schneesturm tobt. Während in fast ganz Deutschland am ersten Wochenende 2009 selbst im Tiefland von Köln und Leipzig 15 cm Schnee und mehr lagen, brachte es Sondershausen im nordthüringischen Kyffhäuserkreis auf maximal 0,5 cm Schnee, praktisch nichts.

Auf Ausrüstung achten

Das Wetter zu Jahresbeginn 2009 zeigte mal wieder, auch im Flachland sollte man spätestens ab Buß- und Bettag (Mitte November) seine Winterreifen aufziehen. Bereits ab 7 C sind sie wirksamen als Sommerreifen.
Wer weiß, dass er im Winter in die Berge fährt, sollte immer Schneeketten dabei haben. Und wenn man sie für die Urlaubszeit nur ausleiht. Selbst im nicht so hohen Thüringer Wald gibt es Strecken, auf denen sehr schnell Schneeketten Pflicht sind. Ganz zu schweigen von Bayrischem Wald, Schwarzwald oder gar die Alpen! Wer schon keine Schneeketten hat, sollte wenigstens eine Anfahrhilfe im Auto haben. Übrigens ein alter Mantel oder eine alte Decke sind da auch schon sehr hilfreich, auch als Unterlage bei einer Panne.

Dass man auf ausreichendes Frostschutzmittel im Kühler und in der Scheibenwaschanlage achten sollte, muss man eigentlich nicht erwähnen.

Batterie und Pflege

Auf eine gepflegte Batterie sollte man achten. Und das umso mehr, je mehr Elektronik in einem Auto steckt. Ist die Batterie erst einmal leer, funktionieren viele Sachen überhaupt nicht mehr. Beim vollständigen Abklemmen der Batterie ist meist beim Neustart einiges nicht mehr vorhanden. Selbst beim Code fürs Autoradio und fürs Navi kann es Probleme geben, weil sie erst wieder neu eingegeben werden müssen.
Kennen Sie Ihren Code auswendig? Dann sollten Sie besonders im Winter darauf achten, den Code irgendwo im Gepäck mitzunehmen. Im Winter ist Autoradio um etliches wichtiger, als im Sommer!

Da Batterieausfälle in der Regel häufiger im Winter auftreten, sollte man bei langen Touren ein Starthilfekabel dabei haben. Man findet leichter einen Partner für die Starthilfe, als jemanden, der gleichzeitig noch eine Starthilfekabel hat.
Benutzung Starthilfekabel:
Zuerst Motor des Spenderfahrzeuges abstellen. - Dann die Batteriepluspole beider Batterien mit rotem Kabel (roter Klemme) verbinden. - Dann schwarzes Kabel (schwarze Klemme) an Minuspol der Spenderbatterie anklemmen. - Das andere Ende des schwarzen Kabels an eine blanke Stelle des Motorraums anklemmen. Nie direkt an den Minuspol der Empfägerbatterie (angeblich sogar Explosionsgefahr der Batterien)! - Jetzt Motor des Spenderfahrzeuges starten. Dabei auf erhöhte Drehzahl achten. - Motor des Emfpängerfahrzeuges starten. Kurzzeitig sofort einen Verbraucher (Abblendlich zuschalten. Motor mit erhöhte Drehzahl laufenlassen, damit Motor auch wirklich nicht wieder ausgeht. - Wenn Motor des Empfägerfahrzeuges stabil läuft, Licht wieder aus. - Jetzt das schwarze Kabel vom Emfpängerauto trennen, anschließend vom Spenderauto. - Dann rotes Kabel vom Empfängerauto trennen und dann vom Spenderauto. - Das Empfängerauto sollte dann eine Zeit lang etwas hochtourig fahren (kleine Gänge), damit sich Batterie laden kann. Jetzt nur die unbedingt notwendigen Verbraucher (nachts natürlich Licht) zuschalten. Aber Sitzheizungen und so weiter bleiben aus. Wer anschließend keine weite Strecke fahren muss, sollte so bald als möglich in eine Werkstatt, um die Batterie zu testen und eventuell gleich nachzuladen. Mit mal zwei, drei Kilometern Fahrstrecke ist eine Batterie nicht dauerhaft aufgeladen!

Denken Sie auch daran, besonders als Laternenparker, öfter mal die Türgummis mit Talg einzureiben, damit sie bei Frost nicht verkleben.

Häufig Tanken!

Bei längeren Autostrecken und unbekannter Tankstellendichte nie den Tank vollständig leerfahren, sonder vorher immer rechtzeitig tanken. Nichts ist schlimmer als wenn im Staubau Frostwetter steht und wegen fehlenden Kraftstoffs nicht mal den Motor laufen lassen kann, bzw. die Standheizung.

Es gibt aber noch einen anderen Grund im Winter sein Fahrzeug nicht öfter mit sehr leerem Tank stehen zu lassen. Ist im wahrsten Sinne des Wortes viel Luft im Tank kommt es oft zur zum Abscheiden von Wasser im Tank. Im das? Hat sich das Fahrzeug etwas erwärmt (Sonnenschein) dehnt sich die Luft im Tank aus. Kühlt das Fahrzeug wieder aus, zieht sich die Luft im Tank zusammen und saugt wieder Luft aus der Umgebung an. Der dann wieder enthaltene Wasserdampf fällt bei weiterer Abkühlung als Wasser aus und sinkt auf den Boden des Tanks (Wasser ist schwerer als Kraftstoff). So können sich im Tank beträchliche Mengen Wasser ansammeln. Wenn das bei starkem Frost dann auch noch gefriert könnte es schon zum Problem werden.

Notausrüstung dabei haben!

Auch bei kurzen Strecken: Nehmen Sie immer so viel Kleidung mit, dass Sie bei einem unvorhergesehenen Halt immer etwas zum Anziehen haben. Das besonders, wenn Sie bei Schnee und Eis unterwegs sind. Bloß mal im Hemd 5 km zum Tanken fahren kann auf halber Strecke zu Problem werden. Wenn man sie schon nicht an hat, sollten sie immer im Winter mit dabei sein: Feste Schuhe für einen ungewollten Stopp!

Unabhängig von der Kleidung sollte man immer bei langen Strecken genügend Decken mit nehmen, besonders wenn Kinder an Bord sind, die in der Regel schneller frieren. Proviant und Heiße Getränke sind ebenfalls wichtig. Erst kurz vor dem Ziel die heißen Getränke auch verbrauchen. Bei unvorhergesehenen Halten können heiße Getränke lebenswichtig sein.

Fahrweise

Grundsätzlich sollte man Räumfahrzeuge nicht überholen. Besser ist sogar eine Zeit lang zu warten. Wenn das Streufahrzeug Salz verteilt hatte, ist es besser, wenn es erst etwas einwirken kann!

Nichts ist wichtiger bei Schnee und Eis als vorausschauendes Fahren. Auf Schnee und Eis sind nun mal die Bremswege wesentlich länger. Darauf muss man sich nun mal einstellen.

Stellen Sie Ihr Fahrzeug so ab, dass Sie im Winter nicht die Handbremse anziehen müssen. Eventuell auch Vorlegkeil mitnehmen. Eine eingefrorene Handbremse ist schlimmer als ein vereistes Türschloss!

Nützlichen Hilfsmittel

Auch Handy mit vollem Akku stellte ein sehr wichtiges Hilfsmittel dar, um schnell Hilfe holen zu können. Schneebesen, kleine Schaufel, Kratzer und wenn viel Platz ist, ein Säckchen trockenen Sand. Der Sand kann bei Vereisungen als Anfahrhilfe oft sehr gute Dienste leisten und den muss man nicht mitnehmen. Bei einer Decke als Anfahrhilfe bleibt immer die Frage wieder anhalten (?) oder gleich liegen lassen.
Türschlossenteiser hat in einer Jacke, Tasche oder Handtasche zu stecken, die nicht im Auto verbleibt. Im Notfall wollen Sie ja in Ihr Auto!

Fazit

Im Winter längere Strecken unterwegs sein, will schon gut überlegt sein. Aber auch sehr kurze Strecken können bei großer Kälte schon zum Problem werden. Der größte Feind ist die Unterschätzung und die Überschätzung der Technik und des eigenen Könnens!



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