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Zuckerarten

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Wichtiger Hinweis:
Die nachfolgenden Tipps ersetzen auf keinen Fall eine medizinische Beratung, weil eine Selbstmedikation immer mit Risiko verbunden ist. Auch scheinbar harmlose natürliche Mittel können zu unbeherrschbaren Nebenwirkungen führen. Und wenn es nur eine Kreuzallergie bei Äpfeln ist, um nur ein Beispiel zu nennen.
Beachten Sie auch: Ich gebe meine Tipps aus besten Wissen und Gewissen. In vielen Fällen sind sich aber nicht mal die Experten einig. Das beste Beispiel sind die Ernährungstipps, die sich fast jährlich ändern.

Ich will hier keine wissenschaftliche Abhandlung über den Zucker bringen, aber einige wichtige Fakten sollten Sie interessieren, wobei ich nicht mit vielen Zahlen herumwerfen möchte. Welche Zuckerarten gibt es und wo gibt es Probleme:

  • Zucker:
    Spricht man allgemein vom Zucker meint man meist den normalen Haushaltzucker, kommt er nun als Rohrzucker, Rübenzucker oder als Kristallzucker (weiß und besonders gereinigt). Sie zählen chemisch gesehen zu den Kohlenhydraten, genauer zu den Disachariden (Zweifachzucker) und ergeben, wenn sie gespalten werden (zum Beispiel im Körper bei der Verdauung) Traubenzucker und Fruchtzucker. Vor allem der Fruchtzucker kann dann Probleme bereiten (siehe dort).
    Eine Falle ist hier die Werbung. Viele Lebensmittel werden beworben mit dem Hinweis, haushaltszuckerfrei, dafür wurde umso mehr Fruchtzucker (auch Fructose genannt) rein gemacht, mit möglicherweise fatalen Folgen.
    Zucker hat bekanntermaßen einen hohen Kaloriengehalt. Außer dass er schön süß ist, bringt Zucker keine Mineralstoffe, Vitamine oder Ballaststoffe mit. Das ist mit das einzigste Lebensmittel, auf dass man sein Leben lang verzichten könnte, ohne Schaden zu nehmen. Es ist eine irrige Annahme aus Großmutterszeiten, dass Zucker "Nervennahrung" darstelle.

  • Fruchtzucker:
    In letzter Zeit immer mehr in der Werbung als besonders gut herausgestellt, der Fruchtzucker. Fallen Sie nicht auf diesen Werbetrick herein!!! Auch wenn diese Zuckerart tatsächlich Fruchtzucker heißt, bedeutet es leider trotzdem: Keine Mineralstoffe, Vitamine oder Ballaststoffe. Fruchtzucker hat auch keinen geringeren Energiegehalt. Diabetiker müssen den Fruchtzucker wie normalen Zucker berechnen. Da Fruchtzucker nicht so einen Süßeeffekt hat, wie normaler Haushaltszucker, werden den Lebensmitteln auch noch größere Mengen zugesetzt. Das fatale am Fruchtzucker ist auch noch, dass 20 % der Bevölkerung eine Unverträglichkeit gegen Fruchtzucker haben. Diese Personen können den Fruchtzucker nicht verdauen (es fehlt ein Enzym) und wird in den Darm abgeschoben, wo ihn Bakterien zersetzen, das dann zu den nachfolgend genannten Problemen führen kann. Diese Personen vertragen deshalb fruchtzuckerreiche Früchte sehr schlecht, weil es zu Kopfschmerzen und Magen- und Darmbeschwerden kommen kann! Diese Zuckerart heißt nämlich Fruchtzucker, weil er besonders oft in Früchten enthalten ist, aber auch in Joghurt oder einigen Gemüsearten zum Beispiel. Aber auch normaler Rohrzucker ist zu 50 % aus Fruchtzucker aufgebaut!
    Sollten Sie nach dem Genuss von Früchten Beschwerden bekommen, sollten Sie beim Arzt einen Test machen. Der ist nicht schlimm. Man nimmt eine bestimmte Menge Fruchtzucker zu sich. Anschließend wird per Atemtest (fast wie bei der Polizei) festgestellt, ob eine Unverträglichkeit vorliegt. So eine Unverträglichkeit kann angeboren sein, aber sich auch im Laufe des Lebens entwickeln und verschwindet in seltenen Fällen auch wieder. Behandelt werden kann allerdings nur durch meiden von Fruchtzucker. Das kann aber zum echten Problem werden, weil die Lebensmittelindustrie in vielen Fertigprodukten von Getränken über Joghurts bis zur Schokolade Fruchtzucker zusetzt.

  • Milchzucker:
    Bestandteil von unvergorener Milch und chemisch ähnlich wie die Disacharose von Rohrzucker, nur nicht so gut süßend. Im Unterschied dazu besteht die Zusammensetzung aus Glucose und Galalctose. Leider bereitet Milchzucker bei vielen Menschen die ähnlichen Probleme der Unverträglichkeit, wie beim Fruchtzucker. Um die Laktose (Milchzucker) zu verdauen brauchen wir ein Enzym mit dem Namen Laktase. Auch hier gilt als Behandlung: Milchzucker meiden. Vorteil ist nur, dass gut vergorene Milch in Joghurt oder Kefir meist milchzuckerfrei ist, und dadurch wieder für die Betroffenen verträglich wird.
    Mehr Infos unter: www.milchzuckerfrei.de

  • Traubenzucker:
    auch D-Glukose oder Dextrose genannt, ist ein einfacher Zucker und wie wir oben schon gehört haben Bestandteil anderer Zuckerarten. Auch wenn er ist der wichtigste Energielieferant des Organismus ist, weil die Zellen damit mit Energie versorgt werden, ist der Traubenzucker in der Ernährung leider wie alle anderen Zucker frei von Mineralstoffen, Vitaminen oder Ballaststoffen, wenn er mit der Nahrung aufgenommen wird, also auch nur "tote" Energie, der nicht mal so gut süßt, wie normaler Zucker. Warum wird er trotzdem gern Fitnessgetränken zugemixt? Traubenzucker kann vom Körper ohne "Umbaumaßnahmen" sofort ins Blut übernommen werden und steht dem Körper als Energie zur Verfügung, die sofort verwertet werden kann. Traubenzucker muss von Diabetikern besonders beachtet werden, weil es nach Aufnahme, wie schon beschrieben, sofort "ins Blut schießt".

  • Ammenmärchen 1: Zucker macht süchtig!
    Ist zum Glück Unfug und wurde bereits in Studien nachgewiesen. Obwohl ein Körnchen Wahrheit doch wieder dabei ist, denn ein zuviel an Zucker, insbesondere in der Kindheit, führt dazu, dass der Geschmack regelrecht "verlernt" wird. Deshalb immer maßvoll süßen, nicht nur wegen der Kalorien.

  • Ammenmärchen 2: Zucker macht Diabetes!
    Ist zum Glück auch Unfug. Diabetes ist eine Stoffwechselkrankheit, bei der der Blutzucker nicht richtig verarbeitet wird. Hat aber mit dem Essen des Zuckers direkt nichts zu tun. Allerdings indirekt, weil der Ausbruch des Diabetes häufig von Übergewicht mitbestimmt wird. Die vielen leeren Kalorien (Zucker hat keine Vitamine und Mineralstoffe) können maßgeblich zu einem Übergewicht beitragen!

Ich hoffe, der kleine Exkurs hat Ihnen bei der Einschätzung der wichtigsten Zuckerarten geholfen.



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