Mysterium Wezel

Zusammenarbeit mit der Friedrich - Schiller - Universität Jena

Zur Festveranstaltung (28.11.2003) im Rahmen der 13. Wezeltage und des 256. Geburtstages des Dichters und Philosophen Johann Karl Wezel waren viele Wezelianer und Freunde der Wezelgesellschaft erschienen. Der Rosa Salon im Schloß Sondershausen boten das passende Ambiente.

Die enge Verbindung mit der Friedrich - Schiller - Universität in Jena zeigte sich auch in der Anwesenheit der beiden Schwestern PD Dr. Jutta Heinz und Dr. Andrea Heinz und der Doktorantin Cornelia Ilbrig - letzterer wurde als Initiatorin besonders gedankt. Klingende Geburtstagsgrüße, von den Sondershäuser Madrigalisten dargeboten - unter dem Dirigat von Heinz Unger und mit dem Fagott - Duo Katja Felgendreher und Julia Wallis - setzten Akzente. Der anspruchsvolle Vortrag von Dr. Jutta Heinz aus Jena bestach durch eine außerordentlich klar verständliche Sprachform und Übersichtlichkeit im Detail, so dass jeder Zuhörer zu seiner ganz eigenen Wezel-Erkenntnis gelangen konnte.

Frau Heinz schien Ihren Zuhörern aus dem Herzen zu sprechen, denn selbst nach intensiver Lektüre dieses Autors bleibt das Rätsel einer umfassenden und die allgemeine Zustimmung findende Interpretation des Wezelschen Gesamtwerkes bestehen. Wie läßt sich Wezels vielseitiges Werk verstehen? Was ist das "ganz geheime Triebwerk seiner Kunst"? Mit diesem Zitat aus Wezels "Oberon" - Kritik setzte Frau Heinz ein, um Wezels Dichtungsverständnis zu beleuchten, das einerseits die Vorstellung vom realistische Dichter mit hoher Menschenkenntnis, scharfsinnigem Urteilsvermögen und der Gabe zur wahrscheinlichen Darstellung als Idealbild eines Dichters sowie andererseits - und komplementär dazu - das Idealbild eines halbwegs vorgebildeten, geschmachvollen und kultivierten Publikums umfasst: als Empfänger jener Dichtung nämlich, die eine maximale Wirkung auüben will.

Um sich dem Verständnis des Gesamtwerkes des Autors anzunähern, wendete sich Frau Heinz vor allem der literaturwissenschaftlichen Wezelforschung zu und akzentuierte dabei die letzten 3 Wezel - Monographien aus 2000 bis 2003.

Die verschiedenen Schwerpunkte zur Interpretation des Wezelschen Werkes lassen erkennen - so gab sie deutlich zu verstehen - dass Wezel nicht einfach einer Strömung zuzuordnen ist, Aspekte wie Anthropologie, Skepsis und Pädogogik aufgreift.

Brigitte Ballhause
Cornelia Ilbrig

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Manuskriptanfrage über:
Dr. Jutta Heinz/Cornelia Ilbrig M.A.
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Institut für Germanistische Literaturwissenschaft
07740 Jena

e-mail: Wezel-Jahrbuch@uni-jena.de